Ein paar Worte an die Interessenten unserer wundervollen Rasse  

 

  1. Grundsätzliches
  2. Ein kleiner Test
  3. Züchter, Welpenkauf und weitere Informationen
    3a) Wie finde ich einen guten Züchter
  4. Zuchtvereine / Einkreuzprogramme
  5. Warum ein Kromi MIT Papieren?
  6. Was ist ein "echter" Kromfohrländer?
  7. Eine große Bitte an die zukünftigen Rüdenbesitzer
  8. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  9. Wenn ein Welpe einzieht 
  10. Quo vadis Kromfohrländer
  11. Neues Zuhause gesucht
  12. Kromfohrländer-Forum                               
     

                    
                                

                      (Amelie -13-jährig- mit dem Glatthaarkromi Gin vom Schloß Judenau -3-jährig)

 

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Kromfohrländer sind äußerst liebenswerte und treue Hunde . Sie binden sich eng an ihren Menschen, sind anpassungsfähig, verspielt und lustig. Sie sabbern nicht, verströmen keinen unangenehmen Hundegeruch und viele Individuen zeigen kaum Jagdtrieb, wenngleich es auch einige passionierte Jäger unter ihnen gibt, welche als Ausnahme die Regel bestätigen  In unserer FAQ-Rubrik werden viele Fragen rund um den Kromfohrländer beantwortet. Auch zum Wesen des Kromfohrländers sowie zu etwaigen Erziehungsproblemen und Krankheiten haben wir auf unserer Homepage einiges zusammengestellt. Der interessierte Leser wird für sich somit also sicherlich die eine oder andere nützliche Information auf unserer Homepage, die wir aus Liebe zu dieser Rasse erstellt haben, finden können.

Ein Hund ist ein Tier und kein verkleideter Mensch, auch wenn er wie ein Familienmitglied bei uns lebt. Aus dem Schmusebaby wird ein großer Hund, der Erziehung braucht, der Dreck macht, der täglich gepflegt, gefüttert und spazieren geführt werden muss. Er kostet außerdem Jahr für Jahr eine Menge Geld. Alles Überlegungen, die man vor der Entscheidung für einen Hund anstellen muss.

                                

 Vorab also ein kleiner Fragenkatalog, mit dem Sie sich testen können, ob Sie einem Hund gerecht werden können:

 2. Ein kleiner Test:

  • Wissen Sie ungefähr, wie für Sie die nächsten 10 Jahre verlaufen werden?
  • Können Sie täglich mindestens 2 Stunden Zeit erübrigen?
  • Haben Sie in den nächsten Monaten sogar noch etwas mehr Zeit übrig, um den Welpen bzw. Junghund ausreichend zu erziehen und zu sozialisieren?
  • Gehen Sie gerne spazieren, auch bei Regen, Kälte, Nebel oder Sturm?
  • Kennen Sie einen hundelieben Menschen, der bei Ihnen auch mal „dogsitten“ kann?
  • Sind Sie sehr besorgt, wenn es um die Sauberkeit Ihrer Böden, Teppiche und Wände geht?
  • Ärgern Sie sich sehr über Laufmaschen oder einen Fleck in der hellen Hose?
  • Ist ein Mitglied Ihrer Familie allergisch gegen Tierhaare?
  • Sind Sie alleinstehend, den Tag über berufstätig und können Sie einen Hund nicht mit zur Arbeit nehmen?
  • Und nun eine ganz wichtige Frage: Passt der Kromi zu Ihnen? Um diese Frage beantworten zu können, sollten Sie sich Gedanken über Ihre eigenen Erwartungen an den Kromfohrländer machen und sich ganz genau über das Wesen des Kromfohrländers informieren. Wie wir persönlich den Kromi sehen, können Sie auf der Seite "Wesen des Kromfohrländers" nachlesen.
  • Auf der Seite Kromis & Kinder geht geht es dann auch noch um die wichtige Frage: Welche Erwartungen haben SIE an Ihren Familienhund? 
     

Lassen Sie sich diese Fragen in Ruhe durch den Kopf gehen, wenn Sie dann immer noch überzeugt von Ihrer Entscheidung pro Hund sind, dann kann´s weitergehen zum nächsten Schritt.

                                 

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 3. Züchter, Welpenkauf und weitere Informationen:

Der Weg zum eigenen Kromi ist nicht immer einfach und dauert teilweise recht lange (ein halbes Jahr oder länger). Die meisten Welpen sind bereits vor der Geburt vergeben, so dass Sie nicht, wie bei anderen Rassen oftmals üblich, zu einem Züchter fahren können, der bereits Welpen hat, um sich dort einen auszusuchen. Der Weg zum eigenen Kromfohrländer führt in der Regel über die Züchterliste.
 

                          
                           (B-Wurf vom Hamburger Elbstrand, reinrassige Glatthaar-Kromfohrländer)

Damit Sie erfahren, welcher Züchter bei ProKromfohrländer e.V. -Zuchtverein für rau- und glatthaarige Kromfohrländer- gerade einen Wurf plant, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartnerin der Welpenvermittlung (siehe untenstehende Infobox). Alternativ können Sie sich auch auf der Website von ProKromfohrländer auf den Unterseiten Zuchtstätten und Wurfplanung über die aktuell geplanten Würfe informieren.Dort finden Sie die Namen und Kontaktdaten der Züchter, die zur Zeit züchten. Sie können sich dann mit den jeweiligen Züchtern in Verbindung setzen. Bei ProKromfohrländer werden glatthaarige und rauhaarige Kromis gezüchtet. Sie haben dabei die Wahl, ob Sie sich für einen reinrassigen Kromfohrländer oder einen Projekt-Kromfohrländer aus dem Einkreuzprojekt mit dem Dansk-Svensk-Gardhund entscheiden möchten. Da die ProKromfohrländer-Welpen sehr gefragt sind, empfehlen wir zusätzlich auch Kontakt zu Züchtern des Rassezuchtvereins der Kromfohrländer (RZV) aufzunehmen.

Wir werden auch immer wieder gefragt, wie man denn einen guten Züchter findet. Ein guter Züchter hat eine saubere und schöne Zuchtstätte mit ausreichend Tageslicht. Er ernährt die Mutterhündin und die Welpen gesund und abwechslungsreich, gewöhnt sie an Umweltreize und gibt ihnen welpengeeignetes Spielzeug. Die Welpen wachsen im Haus auf und haben eine schöne  und saubere Wurfkiste, die mit Decken und Tüchern -nicht aber mit Zeitungspapier- ausgelegt ist. Nachfolgend ein Beispiel wie eine gute Zuchtstätte aussehen könnte:

Kaputte Körbe, an denen sich die Hunde verletzen könnten und Wurfkisten mit Stockflecken oder Schimmel sprechen nicht gerade für eine vorbildliche Zuchtstätte. Ebenso sehe ich es kritisch, wenn die Welpen nicht im Haus des Züchters gehalten werden.

Des Weiteren spricht ein seriöser Züchter unseres Erachtens nach offen und ehrlich über positive und auch negative Aspekte bei den Kromfohrländern sowie über mögliche Probleme und Krankheiten. Bei Züchtern, die behaupten, dass ihre eigene Zuchtlinie gänzlich frei von Krankheiten ist und die Zuchttiere selber schließlich gesund, sollte man noch einmal nachhaken, denn in jeder Kromfohrländer-Zuchtlinie gibt es sowohl gesunde als auch kranke Tiere. Bei der Züchterwahl sollten Sie letzten Endes auf Ihr Bauchgefühl hören. Auch die Chemie zwischen Ihnen und dem Züchter sollte stimmen.

 

WELPENVERMITTLUNG

Frau
Anja Loos
Achenbacher Furt 42                                             

57072 Siegen
Tel.: 0271 / 310999
E-Mail: Ja.Loos@pro-kromfohrlaender-zucht.de


(Projektkromis Caisa & Coppa vom Flawenjupé, Einkreuzprojekt F2-Generation)

Nach der Genehmigung des Zuchtantrages durch den Zuchtausschuss heißt es jedoch erst einmal auf die Läufigkeit der Hündin zu warten. Ist die Hündin läufig geworden, dauert es ebenfalls noch 10-15 Tage bis zum Decken. Von dem Tag des Deckens an rechnet man mit ca. 63 Tagen bis die Welpen geboren werden. Dann dauert es noch ca. 9 Wochen bis die Welpen an ihre neuen Familien abgegeben werden. So erklärt sich auch die mitunter längere Wartezeit.

                            

Beschränken Sie sich nicht nur auf einen Züchter, der bei Ihnen vielleicht sogar in der Nähe wohnt. Melden Sie sich ruhig bei mehreren, denn nicht jeder Deckakt ist von Erfolg gekrönt. Außerdem kommen auf einen Wurf viel mehr Bewerbungen, als Welpen zu vergeben sind, so dass es sein kann, dass sie bei dem Züchter Ihrer Wahl "leer ausgehen". Falls Sie aber das Glück haben direkt in der engeren Wahl zu sein und einen Welpen zu bekommen, so seien Sie bitte gegenüber den anderen Züchtern, bei denen Sie sich gemeldet haben, so fair und sagen ihnen ab.   

Gute Kontakte zu Züchtern können Sie auch auf den regionalen Kromiwanderungen knüpfen. Außerdem kann man dort die Kromis live erleben und sich sein eigenes Bild von diesen wundervollen, aber nicht immer ganz einfachen Hunden machen.

                      

Halten Sie auf jeden Fall regelmäßig telefonischen Kontakt zu dem/den Züchter(n) Ihrer Wahl. Mit einem einzigen Anruf nach dem Motto "Ich hätte gerne einen Welpen" ist es nicht getan. Engagement ist gefragt! Nur so kann der Züchter beurteilen, wie groß Ihr Interesse an dem Kromfohrländer tatsächlich ist.

 Wahrscheinlich wird Ihr Züchter Ihnen auch Fragen über Fragen stellen, um herauszufinden, ob der Kromi zu Ihnen passt. Nehmen Sie dies nicht persönlich. Den Züchtern ist nämlich sehr daran gelegen, für ihre Welpen ein tolles Zuhause zu finden. Im Gegenzug dürfen Sie den Züchter aber auch mit Fragen "löchern" ;-) 

 

Damit jeder Interessent den zu ihm passenden Hund aus einem Wurf bekommt, wird die Zuteilung der Welpen in der Regel durch den Züchter vorgenommen. Auch wenn es Ihnen komisch erscheint, dass Sie sich Ihren Welpen nicht selber aussuchen können, so sollten Sie dennoch auf Ihren Züchter vertrauen, denn er kennt seine Welpen durch die vielen Stunden, Tage und Wochen, die er mit ihnen verbracht hat, am Besten. Und so weiß er sehr genau, welcher Welpe eher in eine aktive Familie passt oder welcher Welpe z.B. besser  bei einem älteren Ehepaar aufgehoben ist.

Weitere ausführliche Informationen zum Kromfohrländer erhalten Sie insbesondere auf der Homepage des Zwingers vom Cronewaldstollen und von Pro Kromfohrländer.

                   

4. Zuchtvereine / Einkreuzprojekte:

Ergänzend zu den vorangegangenen auf ProKromfohrländer e.V. bezogenen Ausführungen soll hier auch der Rassezuchtverein der Kromfohrländer (RZV) nicht unerwähnt bleiben, der im Rahmen des VDH züchtet und quasi als "Ursprungsverein" bezeichnet werden kann. Ein zur Verbesserung der Gesundheit und Reduzierung des Inzuchtkoeffizienten dringend erforderliches Einkreuzprogramm konnte dort zu meinem Bedauern (und dem vieler Anderer) bislang nicht umgesetzt werden, so dass ich deswegen, aber auch aufgrund anderer Begebenheiten nach insgesamt 7 Jahren Mitgliedschaft Ende 2010 aus diesem ausgetreten bin. Leider hat mein offener Umgang mit Krankheiten in der Rasse und die Mitgründung des neuen Zuchtvereins ProKromfohrländer dazu geführt, dass einige Züchter und Deckrüdenbesitzer des Altvereins regelmäßig versuchen die Bericherstattung auf unserer Homepage zu torpedieren.

 

                            

Dennoch möchte ich mich von diesem Verein, der ausschließlich die Reinzucht betreibt, nicht völlig distanzieren, da auch dort viel für die Kromi-Zucht getan wird und ich mir für die Zukunft wünsche, dass man zum Wohle der Kromis "an einem gemeinsamen Strang" ziehen wird, was allein schon auf Grund des geringen Genpools der Kromis wichtig wäre. Insofern werden Sie bei den Links meiner Website neben den Züchtern, die ProKromfohrländer angehören, auch Züchter, die dem RZV angehören, finden. Die Welpenvermittlung des Rassezuchtvereins der Kromfohrländer e.V. finden Sie auf dessen Website.

Wer ein paar Hintergründe zur Zucht und Gesundheit des Kromfohrländers nachlesen möchte, dem empfehle ich neben den Artikeln der Rubrik "3 vor 12"Wie gesund ist der Kromfohrländer ) auf der Website von ProKromfohrländer e.V., auch den Artikel "ZUCHT-Warum das Ganze" (sehr lesenswert !) auf der Website des Zwingers vom Flawenjupe.

 

                          Kromfohrländer Zucht - Kromfohrländerzüchter - Rauhaar Kromfohrländer - rauhaarige Kromfohrländer

Das Lesen dieser Lektüre möchte ich nicht nur allen Interessenten, sondern vor allem auch jedem A-Wurf-Züchter, der seinen ersten Wurf plant, ans Herz legen, da es m.E. viele A-Wurf Züchter gibt, die ohne langjähriges Hintergrundwissen -zwar hochmotiviert, aber leider recht blauäugig und wenig bzw. falsch informiert- in die Kromfohrländerzucht hineinsteuern.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch den VRK (Verein rauhaariger Kromfohrländer e.V.) und die IGRK (Interessengemeinschaft rauhaariger Kromfohrländer) erwähnen. Beide Zusammenschlüsse sind ebenfalls auf Züchter-Abspaltungen aus dem RZV zurückzuführen (wobei nach meinem Wissen beim VRK schon lange kein ehemaliger RZV-Züchter mehr vertreten ist). Auch diese beiden Gruppierungen haben sich auf Grund der gesundheitlichen und wesensmäßigen Probleme in der Rasse zusammengefunden, wobei sich der VRK komplett aus der Reinzucht der Kromfohrländer zurückgezogen hat und ausschließlich Kromi-Mischlinge (bezeichnet als "ausschließliches Einkreuzprojekt") züchtet. Ich persönlich finde es jedoch recht fragwürdig, Hunde von denen man nichts über deren genaue Abstammung weiß und welche Ahnen und genetischen Anlagen (für Krankheiten, Wesen, Jagdtrieb, Aussehen und Größe) in ihnen überhaupt enthalten sind zur genetischen Auffrischung einer ohnehin schon sehr belasteten Rasse wie dem Kromfohrländer einzusetzen. Teilweise werden diese Zuchthunde in spé über ebay-Kleinanzeigen und quoka-Inserate rekrutiert. Eine Vorgehensweise, die ich nicht sehr zielführend für ein nachhaltiges Einkreuzprojekt zur Erhaltung einer Rasse ansehe. Insofern möchte ich mich von derartigen Projekten lieber distanzieren, zumal es immer mehr vereinslose sogenannte "Kromi-Züchter" gibt, die unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Einkreuzprojektes und ohne jegliches Konzept Kromi-Mischlinge züchten.
 

                       
 (Garage in Warendorf, welche die ehemaligen Züchter vom Kaldenhof zum 50-jährigen Jubiläum den Kromis widmeten)

Da es für Neulinge in der "Kromi-Szene" mitunter etwas verwirrend sein kann  sich in dem "Dschungel" der unterschiedlichen Kromfohrländer-Vereine zurecht zu finden, soll die nachfolgende Grafik die Unterschiede ein wenig näher bringen:



  ProKromfohrländer e.V. RZV e.V. VRK e.V. IGRK
Zucht reinrassiger Kromfohrländer ja ja nein nein*
Einkreuzwürfe ja nein ja ja
Einkreuzen mit einer Rasse ja -entfällt- nein nein*
Einkreuzen mit Mischlingen nein -entfällt- ja ja
Rauhaarzucht ja ja ja ja
Glatthaarzucht ja ja nein nein
VDH / FCI Mitglied nein ja nein nein

* Zu der Anfangszeit von der IGRK gab es mehrere reinrassige Würfe und Würfe mit verschiedenen Rassehunden (Hybridwürfe). Derzeit wird mit Mischverpaarungen gezüchtet.
 

Da mich persönlich ein Einkreuzprojekt mit einer Fremdrasse mit bekannten Ahnen nebst paralleler Reinzucht am meisten überzeugt, bin ich (Gründungs)Mitglied in dem Verein ProKromfohrländer e.V. Die Beschränkung auf einen Rassehund als Einkreuzpartner, der noch dazu ähnliche Eigenschaften wie der Kromfohrländer mitbringt, führt dazu, dass Aussehen, Größe und Wesen bei den Nachkommen recht vorhersehbar sind und die Vorfahren der Einkreuzhunde bekannt sind. Erste Erfahrungen mit den F1 und F2-Generationen erscheinen viel versprechend.

 

 

                    
                               (D-Wurf vom Flawenjupé, F2-Generation, 75% Kromi x 25% Danski)

Wichtig zu wissen ist auch, dass ProKromfohrländer keine sogenannte "Mischlingszucht" betreibt. Vielmehr ist es Ziel, den Kromfohrländer als Rasse zu erhalten und ihm zu einer besseren Gesundheit und einem stabilerem Nervenkostüm zu verhelfen. Eine in meinen Augen völlig unseriöse Rekrutierung von Zuchthunden über ebay-Kleinanzeigen und ähnliche Online-Marktportale -wie es andere mitunter praktizieren- werden Sie dort nicht finden.

Des Weiteren handelt es sich bei den Verpaarungen mit einer Fremdrasse -wie oben dargestellt- um ein Einkreuzprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung, welches parallel zur Reinzucht durchgeführt wird. Das bildlich veranschaulichte Konzept von ProKromfohrländer kann der folgenden Grafik "Die drei Säulen" entnommen werden:



 

die drei Säulen in der Pro Kromfohrländer Zucht  Grafik: Mit freundlicher Genehmigung von ProKromfohrländer e.V.

 

Ohnehin ist es so, dass ein Hund, der aus der gezielten Verpaarung zweier Rassen hervorgeht, streng genommen nicht als Mischling, sondern als Hybridhund -umgangssprachlich auch als "Designerdog"- bezeichnet wird. Eine Definition dazu findet man in Wikipedia. Allerdings werden bei ProKromfohrländer nun nicht eine Vielzahl von Hybridhunden ( = F1-Generation ) gezüchtet, sondern diese werden in den nachfolgenden Generationen wieder mit reinrassigen Kromfohrländern verpaart, so dass man bei dem langfristig angelegten Einkreuzprojekt letztendlich genetisch aufgefrischte Kromfohrländer erhält. Parallel dazu wird selbstverständlich auch die Reinzucht weiter vefolgt. Alle unter ProKromfohrländer geborenen Hunde erhalten lückenlos dokumentierte Abstammungsnachweise und einen DNA-Pass des MyDogDNA-Projekts in Finnland. Zum Zuchteinsatz kommen reinrassige Kromfohrländer und Projektkromis mit Papieren des Vereins ProKromfohrländer e.V., reinrassige Kromfohrländer mit VDH / FCI - Papieren sowie Hunde der Rasse Dansk-Svenk-Gardhund mit den entsprechenden Zuchtnachweisen



Kromfohrländer x Dansk Svensk Gardhund

Damit die Hunde aus ProKromfohrländer Einkreuzwürfen auch von Laien von den reinrassigen Kromis unterschieden werden können, wird auf der HP von ProKromfohrländer kenntlich gemacht, ob es sich um einen reinrassigen oder um einen Einkreuzwurf handelt. Auch die stolzen Besitzer eines Einkreuzhundes -liebevoll Projektkromi genannt- schreiben auf ihren privaten HPs, dass es sich um Projekthunde handelt. Dies erscheint mir persönlich sehr wichtig, damit Interessenten nicht irregeführt werden und genau wissen, "wieviel Kromi" in dem jeweiligen Hund überhaupt drin steckt. Einen Hund, der aus einem Einkreuzwurf stammt, ausschließlich als Kromfohrländer vorzustellen, erscheint mir hingegen nicht zweckmäßig und transparent zu sein. Weiterführende Infos zum "ProKromi-Projekt" können der Website von ProKromfohrländer, Zucht ==> Warum der Danski? ) entnommen werden. ProKromfohrländer wird hinsichtlich des Einkreuzprojekts von der österreichischen Populationsgenetikerin Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur ( http://www.sommerfeld-stur.at/ ) beraten.

  Bielefeld 2016                        

Leider wird ProKromfohrländer e.V. durch manche Züchter des Alt-Vereins RZV als unliebsame Konkurrenz gesehen, die es zu bekämpfen gilt. Insofern werden in Interessenten-Gesprächen oder auf Homepages auch schon einmal haltlose Behauptungen in die Welt gesetzt, was ich sehr schade finde, denn dies nützt sicherlich keinem Verein und schreckt potenzielle zukünftige Vereinsmitglieder eher ab. Schon oft habe ich gehört, dass man genau wegen solcher Querelem keinem Zuchtverein beitreten möchte. Dabei ist es für jeden Zuchtverein sehr wichtig auch Unterstützer zu bekommen.

Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern! Einige Ausführungen zur möglichen späteren Anerkennung von ProKromfohrländer-Hunden durch den VDH und die Voraussetzungen dafür können Sie an dieser Stelle nachlesen: Stellungnahme von Pro Kromfohrländer e.V.

Und -für diejenigen die tiefer in die Materie ansteigen möchten- außerdem noch allgemeine Ausführungen zur Anerkennung von Hunden auf der Homepage des VDH in der VDH-Aufnahme-Ordnung.

Zum Wohle der Kromfohrländer wäre für die Zukunft ein vereinsübergreifender Austausch hinsichtlich Erfahrungen und anderen Dingen wünschenswert.

                               

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     5. Warum ein Kromi MIT Papieren?
 
*Verfasst im September 2008 - überarbeitet im September 2012*
 
„Papiere? - Brauchen wir nicht, wenn es anderswo billiger ist oder schneller geht!“
 
Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor oder ist er Ihnen vielleicht selber schon einmal so oder ähnlich durch den Kopf gegangen? – Da sind Sie sicherlich nicht die Einzigen und auch wir haben uns damals diese Frage gestellt, denn schließlich sind die Zeitungen voll von Rassehunden, die ohne Papiere angeboten werden.
 
"Mittlerweile wissen wir allerdings, dass es sich lohnt auf einen Hund mit Papieren zu warten und auch etwas mehr dafür zu bezahlen, da für eine offizielle Zucht sehr viele Voraussetzungen erfüllt werden müssen, die dem Wohle der Hunde und auch deren Gesundheit dienen." --> Soweit dazu meine Ausführungen als dieser Artikel im Jahre 2008 entstand.
 
                           
 
Zwar bin ich nach wie vor der Meinung, dass "offizielle" VDH-Zuchten wichtig sind, nur gibt es manchmal Gründe, die einen dazu bewegen, diese Meinung zu überdenken und neue Wege zu beschreiten. Insofern habe ich diesen Artikel im September 2012 komplett überarbeitet, da zumindest in der Kromfohrländerzucht neue Wege beschritten werden müssen, um dem Kromfohrländer wieder zu einer besseren Gesundheit und einem stabileren Nervenkostüm zu verhelfen. Diesbezüglich möchte ich an dieser Stelle auf die unter "3 vor 12" verfassten Artikel auf der Website von ProKromfohrländer e.V. verweisen:
 

Auch bei Pro Kromfohrländer müssen die Zuchttiere von einem Tierarzt untersucht und einer Zuchttauglichkeitsprüfung (Körung) unterzogen werden. Dabei wird neben dem Aussehen nicht nur auf die Gesundheit des Zuchthundes und eventuelle Krankheitsanzeichen (z.B. eine kahle Schwanzspitze oder rissige Ballen) geachtet, sondern die Hunde müssen auch noch einen Wesenstest absolvieren. Auch eine Untersuchung des Erbguts bei MyDogDNA wird im Rahmen des Projektes vorgenommen.

                               

Vor der Verpaarung zweier Hunde muss der Züchter dem Zuchtausschuss einen Zuchtantrag mit den von ihm ausgesuchten Rüden, vorlegen. Dort wird dann geprüft, ob die Hunde nicht zu eng miteinander verwandt sind, ob die Epilepsie-Werte eingehalten werden (siehe Unterseite „Rund um die Gesundheit“) und ob sich gewisse Krankheiten nicht zu sehr in den einzelnen Linien häufen. Nur dann, wenn der errechnete Epilepsiewert den Grenzwert nicht übersteigt, die Hunde nicht zu eng miteinander verwandt sind und auch die Linien gesundheitlich zusammen zu passen scheinen, wird die beantragte Verpaarung genehmigt. Auch 2 hell geborene Kromfohrländer dürfen aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht miteinander verpaart werden.
 
Genauso enge Voraussetzungen werden selbstverständlich an die im Rahmen des Einkreuzprogamms getätigten Verpaarungen geknüpft! Das wissenschaftlich begleitete Einkreuzprojekt von Pro Kromfohrländer wurde 2013 aufgenommen. Zuvor durch einzelne Züchter getätigte Kromi-Danski-Würfe sind außerhalb des von Pro Kromfohrländer avisierten Einkreuzprojektes eigenverantwortlich erfolgt, da diese Züchter sich aufgrund der gesundheitlichen Probleme in der Rasse sich nicht mehr "getraut" hatten, eine reinrassige Verpaarung vorzunehmen. Nichtsdestotrotz ist es natürlich interessant zu beobachten, wie diese Würfe sich entwickeln. Des Weiteren ist es auch nach wie vor wichtig reinrassige Würfe zu tätigen. Allerdings ist es hier notwendiger als je zuvor, auf eine verantwortungsvolle, risikoarme Paarungszusammenstellung zu achten!!!
        

Pro Kromfohrländer Glatthaarzucht
                              
 
Durch regelmäßig stattfindende Gesundheitsumfragen von ProKromfohrländer, werden Gesundheitsdaten erhoben, die bei der Zucht zu berücksichtigen sind. Solche Gesundheitsumfragen wurden seinerzeit durch den deutschen Rassezuchtverein der Kromfohrländer (RZV), den finnischen Kromfohrländerverein und den Schweizer Kromfohrländer Club (SKC) ins Leben gerufen und sollen auch durch Pro Kromfohrländer umgesetzt werden, da dies eine der besonders herauszuhebenden, positiven Zuchtlenkungsmaßnahmen des RZV ist. Wichtig für die Zukunft wäre ein diesbezüglicher Austausch der Zuchtvereine untereinander, damit auch weiterhin ein umfassender Überblick über die in der Rasse vorhandenen Krankheiten erhalten bleibt.

 
                           
 
Ist es dann zu einem genehmigten Wurf gekommen, so wird der Wurf vor der Welpenabgabe im Alter von ca. 8 Wochen von einem Zuchtwart begutachtet (=Wurfabnahme). Auch hier erfolgt noch einmal eine Gesundheitsüberprüfung der Welpen und der Mutterhündin. Die bei Pro Kromfohrländer e.V. -Zuchtverein für rau- und glatthaarige Kromfohrländer- gezüchteten Hunde bekommen nach einer entsprechenden Analyse einen DNA-Pass der Firma Genoscoper und erhalten die Papiere / Ahnentafeln von Pro Kromfohrländer e.V.
 
Bei außerhalb von Züchtergruppierungen oder Rassezuchtvereinen gezüchteten Hunden hingegen findet keine Zuchtstättenkontrolle, Wurfabnahme oder Überprüfung der Gesundheitsfaktoren durch offizielle Gremien statt. Dies wäre z.B. bei Einzelpersonen der Fall, die "einfach mal Welpen haben" möchten. Ob Epilepsiewerte eingehalten werden, die Verwandtschaft zu eng ist oder eine Risikoverpaarung in Hinsicht auf ein erhöhtes Krankheitsrisiko vorliegt, entzieht sich bei der Schwarzzucht jeglicher Kontrolle. Den Preis hierfür zahlen die Hunde, falls sie auf Grund von Risikoverpaarungen erkranken, und auch deren Besitzer in Form von hohen Tierarztkosten und Sorge um den Hund.  
 
                           
 
Auch der Begriff "Kromfohrländer-Einkreuzprojekt" scheint mittlerweile inflationär von diversen Mischlingszüchtern und für jedweden Kromi-Mix verwendet zu werden. Insofern lohnt sich genaues Hinsschauen, ob hinter jedem sogenannten "Einkreuzprojekt" auch wirklich ein durchdachtes, transparentes und auch für Laien nachvollziehbares Konzept steckt, das dem Erhalt der Rasse und nicht nur dem Verkauf von netten, familientauglichen Mischlingen dient.
 
Natürlich hat man auch bei einem Hund von einem Züchterzusammenschluss nicht die Garantie, dass er immer gesund bleiben wird und frei von Erbkrankheiten ist. Auch wird nicht jeder schwarz gezüchtete Hund zwangsläufig erkranken. - Jedoch erscheint mir persönlich das Risiko einen kranken oder wesensschwachen Hund zu bekommen, bei einer Schwarzzucht von Rassehunden ungleich höher.
 
Ein gutes Beispiel für die Folgen von unkontrollierter Vermehrung sind die Golden Retriever. Die Zeitungen sind voll von „Goldies“ ohne Papiere - „günstig abzugeben und in der Familie aufgewachsen“. Aber auch die Tierarztpraxen sind voll von diesen Goldies, die unter den verschiedensten Krankheiten leiden oder auf Grund von Wesensmängeln aggressiv sind.
 
Jeder, der einen Hund aus einer unseriösen Zucht kauft, trägt nicht nur selber ein höheres Risiko einen kranken Hund zu bekommen, sondern er trägt auch noch dazu bei, dass die Schwarzzucht weiter betrieben wird.
 
 
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8. Was ist ein "echter" Kromfohrländer?

Bei meinen Streifzügen durch das Internet bin ich schon öfters über den Begriff „Echter Kromfohrländer“ oder „Echter Kromi“ gestolpert.

Zunächst war ich etwas irritiert über diese Begrifflichkeiten und augenscheinliche "Haarspalterei". - Beim Weitersurfen in den vergangenen Monaten, stolperte ich jedoch immer öfter über Websites auf denen von „Kromfohrländern“ bzw. „Kromis“ die Rede war, bei denen sich bei genauem Hinschauen jedoch herausstellte, dass es sich eben nicht um Kromfohrländer, sondern um Kromfohrländer-Mischlinge handelt. Nicht weniger liebenswert und für Einkreuzprojekte durchaus kostbar – aber dennoch eben kein Kromfohrländer im eigentlichen Sinne und irreführend für Interessenten.

                          

Ganz haarig wird es dann, wenn Zuchthunde als Kromi bzw. Kromfohrländer präsentiert werden, bei denen sich dann bei der weiteren Lektüre der entsprechenden Websites herausstellt, dass diese sogenannten Kromfohrländer in Wirklichkeit Kromi-Mixe sind, die gerade einmal einen Kromfohrländer-Anteil von 30 bis maximal 40 % enthalten und im Aussehen auch mehr einem Terrier-, Beagle- oder Bobtail-Mix als einem Kromfohrländer gleichen. Auf facebook habe ich in dem Zusammenhang auch einen als Deckrüden eingesetzten Mischling mit offensichtlich 0% Kromfohrländer-Anteil gefunden, der als Kromi bezeichet wird.

In meinen Augen ist so etwas völlig unseriös und ich kann es gut verstehen, wenn diese für Interessenten und Kromi-Neulinge irreführenden Darstellungen zu Unverständnis bei anderen Kromfohrländer-Haltern und Züchtern führen.

                           

Ein „richtiger“ oder „echter“ Kromfohrländer ist in meinen Augen ausschließlich ein reinrassiger Kromfohrländer mit lückenlos dokumentiertem Abstammungsnachweis. Parallel dazu gibt es Einkreuzhunde, die z.B. bei ProKromfohrländer richtigerweise als „Projekthunde“ bzw. „Projektkromis“ bezeichnet werden. Diese für die genetische Auffrischung des Kromfohrländers sehr kostbaren Projekthunde, brauchen sich auch nicht hinter den „echten“ Kromfohrländern zu verstecken, so dass deren Besitzer zu Recht mit Stolz auf ihren Homepages von ihren Projektkromis berichten :-)

Unverständnis habe ich jedoch, wenn Kromi-Mischlinge als Kromfohrländer bezeichnet und damit Interessenten unserer Rasse in die Irre geführt werden.

Ich würde mir wünschen, dass jeder Zuchtverein, der einkreuzt, auch seine Züchter und Welpenkäufer dahingehend sensibilisiert, dass die Präsentation eines Kromfohrländer-Mischlings als Kromfohrländer der Rasse eher schadet als nützt.

  
     Kromfohrländer Ailin "Amelie" von Villa Mondi           Projektkromis der F2-Generation des Zwingers vom Flawenjupe

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7. Eine große Bitte an die zukünftigen Rüdenbesitzer:


Liebe Rüdenbesitzer in spe,

wie Sie wahrscheinlich bei Ihrer eigenen Kromisuche schon festgestellt haben, sind die Kromfohrländer im Vergleich zu anderen Hunden eine Rasse mit nicht allzu vielen Nachkommen (pro Jahr werden in Deutschland ca. 200 Welpen geboren).

Wenn Sie zudem die Entstehungsgeschichte der Rasse gelesen haben, so werden Sie feststellen, dass sich der Ursprung aller unserer heutigen Kromis auf ein einziges Hundepaar (Urpeter und Fifi) zurückführen lässt. Später wurde zwar noch die Foxterrierhündin Elfe eingekreuzt; damit wären die „Stammeltern“ der heutigen Kromis jedoch komplett. Entsprechend klein ist daher die genetische Basis.

                                  

Die heute lebenden Kromfohrländer gehen aus Verpaarungen hervor, die es oftmals nur ein einziges Mal in dieser Konstellation (Rüde x mit Hündin z) gegeben hat. Daher ist es wünschenswert, dass aus jedem Wurf zumindest ein Rüde (wenn vorhanden) in die Zucht geht, damit eine gewisse genetische Vielfalt erhalten werden kann.

Leider ist es so, dass aus vielen Würfen kein einziger Hund (weder Rüde noch Hündin) in die Zucht geht, so dass dieser Wurf für die Kromfohrländerzucht unwiderbringlich verloren ist, obwohl die Nachkommen so einzigartig sind.

Auch wenn Sie „nur“ einen Familienhund möchten, sollten Sie sich daher überlegen, ob Sie Ihren Rüden –sofern er gesund und wesensfest ist- nicht dennoch bei ProKromfohrländer e.V. oder dem Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V. ankören lassen möchten, damit er seine einmaligen Gene weitergeben kann. Viele Hündinnenbesitzer haben nämlich große Probleme einen passenden Rüden für ihre Zuchthündin zu finden, weil viele der vorhandenen Rüden auf Grund zu enger Verwandtschaft, zu riskanter Verpaarung (im Hinblick auf die Gesundheit) oder eines schlichtweg nicht passenden äußeren Erscheinungsbildes wegfallen.

   

Bedenken Sie, dass auch Ihr eigener kleiner Kromi nur deswegen das Licht der Welt erblicken kann, weil ein anderer Rüdenbesitzer seinen Hund irgendwann einmal ankören ließ.

Sie brauchen auch keine Sorge zu haben, dass das Ganze für Sie mit allzu viel Aufwand oder zu großen Kosten verbunden ist. Hierzu im Einzelnen:

  • Sie brauchen ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt. Dafür ist einmalig eine größere Untersuchung (mit Blutbild) erforderlich.
  • Der Hund wird einmalig bei einer Körung , die nicht allzu viel Geld kostet, vorgestellt. Zur Ergänzung sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass bei Pro Kromfohrländer e.V. auch Rüden zur Zucht zugelassen werden, die im Hinblick auf Größe, Fellfarbe, Haarlänge oder Ohrenform vom Rassestandard abweichen, sofern sie gesund und wesensfest sind. Dies liegt darin begründet, dass aus Sicht von Pro Kromfohrländer eine Einengung des Genpools aus optischen Gründen eine unnötige Ressourcenverschwendung im Hinblick auf die Förderung und den Erhalt der genetischen Vielfalt darstellt. Bilder von ProKromfohrländer-Körungen finden Sie HIER.
     
  • Ist der Hund zur Zucht zugelassen, kommen die Hündinnenbesitzer von sich aus auf Sie zu, so dass Sie sich nicht um die Partnersuche zu kümmern brauchen.
     
  • Wenn die Hündin gedeckt werden soll, kommen die Hündinnenbesitzer zu Ihnen, so dass Ihnen keine Fahrtkosten entstehen
     
  • Ihr Hund wird für maximal 6 Deckeinsätze (mit einem Jahr Unterbrechung nach dem 3. Deckakt) eingesetzt werden, wobei Sie selbstverständlich auch vorher „aussteigen“ können. Die Entscheidung liegt bei Ihnen! Auch, bei Anfragen, die Ihnen nicht zusagen, weil z.B. die „Chemie“ zwischen Ihnen und den Hündinnenbesitzern nicht stimmt, ist es Ihr gutes Recht abzusagen.
     
  • Ihre Kosten für die Gesundheitsuntersuchung und die Körung werden Sie nach 1 – 2 gesunden Würfen wieder raus haben, da Sie pro Welpen, der nach 14 Tagen noch lebt, 70 € Deckgeld erhalten (bis maximal 560 Euro)
     
  • Im Vergleich zu den Hündinnenbesitzern, die die ganze Arbeit mit den Interessentengesprächen, der Anfahrt zum Rüden (+ eventuelle Übernachtungskosten) und der Aufzucht der Welpen haben, leisten Sie mit relativ wenig Aufwand einen wirklich großen Beitrag für unsere Rasse!
     
  • Sie werden sicherlich durch den Anblick des Nachwuchses IHRES Hundes großartig belohnt werden. Außerdem machen Sie bestimmt jede Menge Leute, die auf der Suche nach ihrem Familienkromi sind, seeehr glücklich.

      

Zwar wird annähernd jeder Rüde irgendwann eine etwas heftigere Phase haben, in der andere Rüden, die Ihnen auf den Spaziergängen entgegenkommen, für ihn potenzielle Konkurrenten sind, die es in die Flucht zu schlagen gilt, so dass Sie Ihren Hund am liebsten „an die Wand klatschen“ und direkt kastrieren lassen würden. Aber die Kastration ist für derartige Probleme keine Lösung und schafft oftmals neue Probleme (z.B. steigt das Risiko an einer AI zu erkranken oder inkontinent zu werden). Es gibt genug kastrierte Rüden, die dennoch den großen Macker markieren. Dieses Problem sollte mit entsprechender Erziehung und Training und nicht mit dem Skalpell gelöst werden!!!

Ich möchte Sie daher wirklich bitten, sich die obigen Argumente einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Sie haben auf der einen Seite keinen großen finanziellen Aufwand und leisten auf der anderen Seite einen großen Beitrag zum Erhalt und zur Gesunderhaltung unserer Rasse. Es wäre also wirklich großartig, wenn Sie Ihren zukünftigen Familienhund, den Kromimädels als Bräutigam zur Verfügung stellen würden.

Mein Appell richtet sich natürlich nicht nur an die zukünftigen Rüdenbesitzer. Sollte also jemand diesen Beitrag lesen, der bereits stolzer Eigentümer eines gesunden, wesensfesten, nicht gekörten Rüdens ist, so gilt meine obige Bitte natürlich auch für ihn – auch dann, wenn der Rüde bereits älter ist, denn gerade ältere gesunde Rüden werden besonders gerne zur Zucht eingesetzt-. Fragen zur Körung beantworten wir Ihnen gerne unter familienkromi@web.de

Vielen Dank!!!
 

                    
                             Portrait von Amelies Schwester (Amorina?) wenige Stunden nach der Geb

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8. Häufig gestellte Fragen (FAQ):

 

  1. Was kostet ein Kromfohrländer?

    Der empfohlene Verkaufspreis beträgt bei Pro Kromfohrländer 1.150 € inklusive Impfen, Chippen und DNA-Untersuchung. Beim RZV beträgt der empfohlene Verkaufspreis 1.200 € inclusive Impfen und Chippen.
    Dann kommen noch die Kosten für die Erstausstattung hinzu (Körbchen, Halsband, Leine, Näpfe, Transportbox....).

    Außerdem sollte man die laufenden Unterhaltskosten nicht vergessen. Zu erwähnen sind hier insbesondere der Tierarzt (Impfen -bei unserem Tierarzt ca. 45 € pro Impfung-, ggfs. Wurmkuren, Ungezieferschutz, Kosten für Verletzungen und Krankheiten), das Futter (bei uns sind das ca. 25 € im Monat), die Hundeschule (auch ein dicker Batzen), Hundesteuer, Haftpflichtversicherung etc.

    Somit läppert sich einiges zusammen, was man natürlich vor der Anschaffung bedenken sollte.


                     

  2. Ist der Kromfohrländer ein Anfängerhund?

    Der Kromfohrländer ist zwar leicht zu erziehen, weil er sehr gelehrig ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Erziehung so nebenbei laufen kann und man, ohne sich tiefer mit Hundeerziehung und dem Verhalten sowie der Körpersprache von Hunden zu befassen, einen sozial verträglichen und gehorsamen Hund erhält.
    Gerade als Anfänger ist man auf eine gute Hundeschule und gute Erziehungsratgeber in Form von Büchern angewiesen. Eine hohe Motivation seitens des Hundeanfängers, sich mit Hundeerziehung und -verhalten auseinanderzusetzen, ist somit erforderlich, um den Kromi zu erziehen. Vieles lernt man dann im Zusammenleben mit dem Hund.
    Ist man bereit, sich und den Hund zu schulen und viel Zeit für die Hundeerziehung aufzubringen, so ist der Kromi durchaus auch für Anfänger geeignet. Oftmals sind Anfänger sogar motivierter als Leute, die bereits Hunde hatten, weil sie eher bereit sind, sich auf moderne Erziehungsmethoden einzulassen.
    An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf meine Ausführungen zu dem Wesen des Kromfohrländers hinweisen.


  3. Welche Anfangsprobleme können auftreten?

    Neben den üblichen Unannehmlichkeiten, die ein kleiner Hundewelpe im Haus so mit sich bringt (z.B. nicht vorhandene Stubenreinheit + angeknabberte Möbel und Schuhe) möchte ich aus gegebenem Anlass auf eine Sache hinweisen, die bei den einen Welpen mehr und bei anderen weniger ausgeprägt vorkommen kann:
    Die Welpen springen einen an und beißen mit ihren kleinen spitzen Zähnchen mitunter schmerzhaft zu.
    Diesem „Problem“ muss man mit besonnener und konsequenter Erziehung entgegenwirken. Und zwar von Anfang an, wobei alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen müssen. Auf gar keinen Fall sollte man sich durch irgendwelche „Hundefachleute“, die meinen, dass der Welpe aggressiv sei, verunsichern lassen. Dies hat in der Vergangenheit nämlich mehrfach dazu geführt, dass angeblich aggressive Welpen nach kurzer Zeit zu ihren Züchtern zurückgebracht wurden.
    Viele Sachen wachsen sich mit dem Älterwerden des Hundes aus, wozu auch diese Beißattacken gehören. Also, nur nicht aufgeben und konsequent handeln.


  4. Ist der Kromi kinderlieb?

    Kaum ein Hund (egal ob Kromi oder eine andere Rasse) ist von Natur aus kinderlieb. Vieles hängt von der Prägung, Sozialisierung, Erziehung und natürlich auch von der individuellen Veranlagung ab. Ob der einzelne Kromi nun kinderlieb ist oder nicht, hängt also von einer Vielzahl von Faktoren ab. Auf dieser Homepage ist ein großer Teil dem Thema Kromis und Kinder gewidmet, auf den ich daher an dieser Stelle verweisen möchte.
    Ausführliche Antworten auf diese Frage finden Sie in den Rubriken  Wesen des Kromfohrländers“ und „Kromis und Kinder“.


                     

  5. Kommt der Kromi gut mit anderen Hunden aus?

    Der Kromfohrländer ist oftmals ein kleiner „Hans Dampf“ unter den Hunden. Das bedeutet, dass er schon einmal aufbrausend reagieren und andere Hunde „anmachen“ kann, so dass manch ein Kromi schon einmal in eine Rauferei verwickelt wird.
    Andere Kromis sind wiederum sehr zurückhaltend oder unsicher. Vieles kann (und sollte) durch die Erziehung und Sozialisierung positiv beeinflusst werden. Allerdings bedeuten dem Kromi seine Menschen meistens mehr als andere Hunde, so dass der Kromi nicht der typische Hundewiesenspieler ist.


  6. Bellen Kromfohrländer viel?

    Die Kromfohrländer haben sicherlich eine gewisse Neigung zur Bellfreudigkeit. Aber Sie haben es selber in der Hand, ob Ihr Hund ein Kläffer wird oder nicht. Da ich in der Erziehungsrubrik dieser Homepage schon ausgiebig über das Thema Bellen geschrieben habe, möchte ich an dieser Stelle dorthin verweisen.


  7. Braucht der Kromi viel Auslauf?

    Der Kromfohrländer ist ein sehr lebhafter und aktiver Hund. Daher sollte ein erwachsener Kromi mindestens 2 Stunden pro Tag spazieren geführt werden. Außerdem sollte man ihn durch Spielen und Gehorsamkeitsübungen geistig auslasten. Auch darüber sollte man sich vor der Anschaffung eines Kromis im Klaren sein und sich fragen, ob man dem gerecht werden kann.


                         

  8. Wieviel Fellpflege braucht der Kromfohrländer?

    Das Fell des Kromis ist sehr pflegeleicht. Dennoch sollte man es mehrmals in der Woche bürsten, um die tote Unterwolle herauszuholen.
    Auch wenn der Kromi nicht von einem Hundefrisör getrimmt werden muss, sollte man bei rauhaarigen Kromfohrländern, die etwas länger im Fell sind, das tote Fell regelmäßig von Hand rauszupfen. Das Fell bleibt dadurch gleichmäßiger und die braune Farbe ist intensiver. Außerdem würde zuviel totes Fell, das nicht regelmäßig entfernt wird, unangenehmen Juckreiz bei dem Hund verursachen. Erfahrene Züchter und Kromihalter zeigen einem gerne, wie das geht, so dass man diese Prozedur mühelos selber (am Besten im Garten oder unterwegs) durchführen kann. Eien Trimmanleitung und sehr gute Ausführungen zum Trimmen beim Kromfohrländer finden Sie auch auf der Homepage von Dorothee Klein (Zwinger vom Cronewaldstollen) an dieser Stelle:
    http://www.kromfohrlaender-siegen.de/fellpflege/trimmen/
    Ist der Kromi nach einem Matschspaziergang etwas dreckiger, so reicht meist ein kurzes Abbrausen der Beine und ein Trockenrubbeln aus. Reste von dreckiger Erde fallen von selber aus dem Fell heraus.
    Einen unangenehmen Hundegeruch gibt es bei den Kromis normalerweise nicht, was natürlich nicht heißt, dass ein feuchter Kromi nicht auch mal nach „Hund riechen“ kann.
    Eine weitere angenehme Eigenschaft des Kromfohrländers ist, dass er nicht sabbert.


                    
                                   Projektkromi Cendo vom Flawenjupé frisch getrimmt :-)

  9. Haaren Kromfohrländer?

    Auch Kromis verlieren Haare. Nicht mehr oder weniger als andere Hunde. Es macht auch keinen Unterschied, ob es ein Glatthaarkromi oder ein Rauhaarkromi ist. Allerdings fallen die Haare von langhaarigeren Kromis stärker auf dem Fußboden und Polstern auf, als die von kurzhaarigen Kromis. Auf etwas häufigeres Staubsaugen sollte man sich also einstellen, wenn man einen Hund besitzt.


                      

  10. Wie groß ist der Jagdtrieb?

    Die meisten Kromis zeigen kaum oder gar keinen Jagdtrieb. Zwar rennen sie manchmal sich bewegenden Objekten (z.B. Hasen, Vögel, Katzen) hinterher, gehen aber nicht von sich aus einer Spur nach, um im Wald erst einmal zu verschwinden.
    Als Welpe lässt sich der Kromi zwar schneller zu einer kurzen „Jagd“ (eigentlich ist es mehr ein Hinterherhetzen und Spieltrieb) verleiten; dieses Verhalten bekommt man aber durch Erziehung und vor allem eine gute Bindung zu seinem Hund schnell in den Griff. Werden Sie für Ihren Kromi das Wichtigste auf der Welt und das Hinterherhetzen interessiert ihn so gut wie gar nicht mehr.


  11. Welche Krankheiten gibt es bei den Kromfohrländern?

    Bei den Kromfohrländern können dieselben Krankheiten vorkommen, die es auch bei anderen Hunden dieser Größe gibt.
    Eine genetische Disposition besteht jedoch für Epilepsie, Hereditären Katarakt Digitale Hyperkeratose (Corny feet)Autoimmunerkrankungen autoimmunbedingte Schilddrüsenunterfunktionen, Polyarthritis und Arthrose. Ebenso treten vereinzelt erbliche Ellenbogendysplasie (ED), Patellaluxation, Cystinurie und die von Willebrand Erkrankung auf. Auf der Unterseite "Rund um die Gesundheit" und des Zuchtvereins ProKromfohrländer finden Sie Informationen zu den verschiedenen Erkrankungen.
    Um den erblichen Krankheiten entgegenzuwirken, wird von den Zuchtvereinen Pro Kromfohrländer und vom VDH-Rassezuchtverein der Kromfohrländer bei allen Kromfohrländerbesitzern jährlich eine Gesundheitsumfrage durchgeführt, deren Ergebnis die Grundlage für die Genehmigung von Zuchtanträgen ist. Durch die sorgfältige Planung der Paarungszusammenstellungen werden eventuelle Risiken von vornherein minimiert, um möglichst gesunde Hunde zu züchten, was natürlich nicht heißt, dass nicht doch einmal ein Hund an einer Erbkrankheit erkranken kann.


                 

  12. Ist mit Amelie ein Wurf geplant?

    So gerne wir mit Amelie auch einen Wurf „gewagt“ hätten, um den Genpool der Rasse zu vergrößern; können wir mit ihr leider dennoch nicht züchten, weil sie nicht „zuchttauglich“ ist. Sie hat raue rissige Ballen, bei denen die Hornhaut und Krallen verstärkt wachsen, so dass ich regelmäßig „Pediküre“ betreiben muss – ein Zuchtausschließungsgrund, da die Digitale Hyperkeratose (Corny feet) , wie sich das Ganze nennt, erblich ist. 
     
  13. Ist der Kromi ein „Ein-Mann-Hund“?

    Viele Kromis suchen sich gerne eine „Bezugsperson Nr. 1“ aus. In Familien sind das oftmals die Frauen des Hauses, da diese in der Regel die Personen sind, die den größten Teil der Erziehung des Hundes übernehmen und auch die meiste Zeit mit ihm verbringen. Bei Ehepaaren ohne Kinder, bei denen beide gleich viel zu Hause sind, sucht sich der Hund nach seiner eigenen Bevorzugung eine Person aus. Das ist i.d.R. die Person, die sich am meisten um ihn kümmert; wobei dies jedoch nicht zwangsläufig so sein muss, so dass der Hund sich durchaus auch von anderen Dingen -z.B. Sympathie- leiten lässt. Wie ausgeprägt die Bindung an die „Bezugsperson Nr. 1“ ist und inwieweit der Kromi noch andere Personen als ebenbürtig akzeptiert, ist von Hund zu Hund verschieden (nachzulesen auch im großen Kromfohrländerforum  unter Umfragen).

    Bei unserer Amelie ist es so, dass ich zwar ihre Nr. 1 bin, mein Mann aber ebenfalls sehr geliebt und vor allem respektiert wird. Auf uns beide hört Amelie sehr gut und geht auch mit jedem von uns problemlos spazieren.

    Unsere Kinder sieht Amelie eher als Spielkameraden an, auf die sie nur hört, wenn sie Lust dazu hat oder eine Belohnung winkt. Das ist aber ein normales Hundeverhalten und nicht speziell kromitypisch, da Hunde Kinder erst ab ca. 13 Jahren als „Respektpersonen“ akzeptieren. Weint ein Kind oder mussten wir mal mit den Kindern schimpfen, ist Amelie schnell zur Stelle um die Kinder zu trösten. Auch für ein Spiel ist Amelie meistens zu haben.

    Viele Kromis zeigen gerade im Welpenalter und Junghundalter eine extreme Fixierung auf eine Person. Im Laufe des Heranwachsens werden die Hunde in der Regel etwas selbständiger. Diese Selbständigkeit führt oft dazu, dass die Hunde sich nicht mehr ganz so extrem an nur eine Person alleine binden, so dass sie auch anderen Familienmitgliedern gegenüber etwas aufgeschlossener werden. Ein wenig Geduld sollten die anderen Familienmitglieder / Ehepartner daher mitbringen, bevor sie allzu enttäuscht sind. Man kann eine stärkere Bindung an die anderen Familienmitglieder bzw. den Ehepartner dadurch fördern, dass auch die anderen Personen viel mit dem Hund unternehmen und ihn auch füttern. Ein besonderes Leckerlie / Spielzeug könnte dann z.B. ausschließlich den Kindern oder dem Ehepartner vorbehalten sein.

    Was jedoch vielfach bleibt, ist die persönliche Favoritenliste des Hundes, wenn die gesamte Familie ohne ihn unterwegs war und dann nach Hause kommt. Unsere Amelie freut sich nach unserer Abwesenheit wie wild, uns wiederzusehen. Aber egal wo ich stehe, -vor oder hinter den anderen oder um die Ecke herum – Amelie kommt immer zuerst zu mir und unmittelbar danach zu meinem Mann. Zum Schluss kommen die Kinder bei ihrer Begrüßung an die Reihe. Allerdings kam es auch schon mal vor, dass sie in ihrer Freude, mich zu sehen, die Kinder ganz vergessen hat. Unsere Kinder kennen das mittlerweile und sie akzeptieren das. Für manche Kinder kann das natürlich auch schon einmal frustrierend sein.

    Abschließend lässt sich sagen, dass der Kromi durchaus auch andere Familienmitglieder sehr lieben kann, seine „Bezugsperson Nr. 1“ ist aber oftmals sein unschlagbarer Favorit. Als „Ein-Mann-Hund“ schlechthin würde ich ihn deswegen trotzdem nicht bezeichnen wollen, auch wenn es durchaus auch ausgesprochene „Ein-Mann-Hunde“ unter den Kromis gibt.


     

                                                       
     

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9. Wenn ein Welpe einzieht
 
Haben Sie es nach vielen Telefonaten, endlosen Gesprächen und einem Besuch beim Züchter endlich geschafft und die Zusage für einen Welpen bekommen, so ist die Vorfreude natürlich riesengroß.
 

( Projektkromis des C-Wurfs vom Hamburger Elbstrand, Glatthaar F2-Generation )
 
Bevor das neue kleine Familienmitglied bei Ihnen einzieht, gibt es allerdings noch einige Vorüberlegungen anzustellen und Vorbereitungen zu treffen.
 
Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken darüber, welche Hundeschule Sie besuchen wollen oder zu welchem Tierarzt Sie gehen möchten. Sehen Sie sich bereits im Vorfeld verschiedene Hundeschulen bzw. Tierärzte an und informieren Sie sich bei anderen Hundebesitzern, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben und wen sie empfehlen können.
Auch sollten Sie sich schon mit dem Thema Hundeerziehung auseinandergesetzt haben. Hierfür stehen gute Fachbücher zur Verfügung. Auf der Unterseite Erziehung finden Sie ein paar Buchtipps und können einige Dinge zu dem Thema nachlesen (u.a. auch ein paar Tipps, woran man eine gute Hundeschule erkennt).
 
Die Einkäufe für die Grundausstattung machen einen Heidenspaß und der Markt bietet für jeden Geschmack die passende Ausstattung an Halsbändern, Leinen und Hundebetten :-)
Bezüglich des Futters fragen Sie bitte Ihren Züchter. Damit es nicht zu Magen-Darm-Problemen kommt, sollten Sie Ihren Welpen in der Anfangszeit genauso füttern, wie er es bei seinem Züchter kennengelernt hat und das entsprechende Futter besorgen. Die meisten Züchter geben Ihren Welpenkäufern bei der Welpenabholung zudem für die ersten Tage entsprechende Futterrationen mit.
Auch ein leichtes Welpenhalsband und eine Leine bekommt man von vielen Züchtern dazu.

                    
 
 
Nachfolgend eine Checkliste für die Grundausstattung:
 
  • Ein leichtes Welpenhalsband. Dieses sollte weich und nicht zu dünn sein. Bei zu dünnen Halsbändern besteht die Gefahr, dass sie sich zwischen den Halswirbeln einklemmen können. Bewährt haben sich Nylonhalsbänder mit Steckverschluss (leicht zu öffnen und zu schließen, ohne dem Welpen länger am Hals rumfummeln zu müssen).
     
  • Eine leichte 1 Meter Leine mit einem nicht allzu dicken Karabinerhaken.
     
  • Eine 5 Meter Schleppleine (wenn der Hund älter ist, kann man bei Bedarf eine 10 Meter Schleppleine nachkaufen)
     
  • Auch wenn man seinen Welpen lieber am Halsband führt, ist ein gefüttertes Geschirr für das Arbeiten an der Schleppleine zu empfehlen. Bei der Wahl des Geschirrs sollte man darauf achten, dass der Druck am Brustkorb und nicht am Hals verteilt wird. Das Geschirr besorgen Sie aber besser erst, wenn der Hund bereits bei Ihnen eingezogen ist, damit Sie es gemeinsam mit einem Fachverkäufer oder Ihrem Hundetrainer (viele Hundeschulen verkaufen Zubehör) an Ihren Hund anpassen können.
     
  • Ein gut zu reinigendes Körbchen mit einer kuscheligen, waschbaren Einlage. Für den ausgewachsenen Kromi benötigt man ein Körbchen von ca. 65 cm Länge. Wer mag, kann dem Welpen für den Anfang ein kleineres Körbchen holen oder aber das große Körbchen mittels Decken etwas verkleinern, damit der Welpe sich nicht „verloren“ darin vorkommt. Unserer Amelie hat es aber nichts ausgemacht von Anfang an in dem größeren Körbchen zu schlafen.

                   


    WICHTIG: Das Körbchen stellen Sie bitte an einem ruhigen, zugfreien Ort ohne „Durchgangsverkehr“ auf. Flure oder Eingangsbereiche sind denkbar ungünstige Orte für das Körbchen, weil der Hund dort nicht zur Ruhe kommt und Probleme mit Besuch oftmals vorprogrammiert sind, weil der Hund dadurch in eine Kontrollfunktion gezwungen wird.
    Gut geeignet ist z.B. eine Ecke im Wohnzimmer, da der Hund sich so zurückziehen und gleichzeitig bei seinem Rudel sein kann. Gegen weitere Körbchen in anderen ruhigen Zimmerecken ist natürlich nichts einzuwenden. Auch unsere Amelie hat noch ein weiteres Körbchen in unserem Büro und eine Liegedecke in einem anderen Raum.


                         
     
  • Wasser- und Trinknäpfe, wobei wir uns für Edelstahlnäpfe entschieden hatten, weil man diese gut in die Spülmaschine stecken kann und sie nicht zerbrechen können. Hat man einen Hund, der auf die glänzende Oberfläche schreckhaft reagiert (mir persönlich ist da aber keiner bekannt), so wählt man besser Kunststoff- oder Keramiknäpfe.
     
  • Ein Noppenhandschuh oder eine weiche Bürste für das Gewöhnen an die Fellpflege. Später kommen dann noch eine Zupfbürste und ggfs. ein Trimmstriegel hinzu. Außerdem: Ein Flohkamm, um den Hund nach Parasiten abzusuchen.
     
  • Futter, mit dem der Welpe auch bereits beim Züchter gefüttert wurde.
     
  • Für Welpen geeignete Kauartikel und Spielzeug (auf Qualität achten ! ).
     
  • Empfehlenswert ist auch eine Transportbox (vgl. Unterseite „Erziehung“).
               

                    (Projektkromis Bardur -F1- und Digga -F2- vom Flawenjupé in der Box)
Viel Spaß beim Einkaufen :-) !!!
 
Noch ein kleiner Tipp zwischendurch: Der Züchter wird Ihren Welpen zu Identifikationszwecken vom Tierarzt chippen lassen. Der Chip befindet sich in der Regel an der linken Halsseite des Hundes unter der Haut. Mittels eines speziellen elektronischen Lesegeräts kann der Chip gelesen werden. Das Chippen in Verbindung mit dem blauen EU-Heimtierausweis ist von den EU-Ländern zur Identifikation von Haustieren vorgeschrieben (Wichtig z.B. für Reisen und Besitzerwechsel). Der eingesetzte Chip ist auch hilfreich, wenn ein Tier einmal verloren gehen sollte. Dafür ist es aber unbedingt erforderlich, dass Sie ihren Hund beim Haustierregister des deutschen Tierschutzvereins oder bei Tasso registrieren lassen. Die Registrierung wird nicht automatisch durch die Tierärzte vorgenommen. Auch die Züchter gehen meistens davon aus, dass die neuen Besitzer ihre Hunde registrieren lassen, so dass die Registrierung durch Sie als frischgebackenen Hundebesitzer vorgenommen werden sollte.
Das Registrieren ist kostenlos (kleine Spenden werden natürlich trotzdem gerne genommen) und kann online bei den folgenden Links (bitte die Bilder anclicken) vorgenommen werden.
 
                                               
                                        (Tasso)                                 (Deutscher Tierschutzbund)
                               
Machen Sie auch Ihre Wohnung bzw. Ihren Garten welpensicher. Setzen Sie lieber auf Vermeidung von Gefahren oder kaputten Einrichtungsgegenständen, als ständig mit Ihrem Hund schimpfen zu müssen. Ständiges Schimpfen ist schlecht für die Bindung und macht Sie in den Augen Ihres Hundes nicht gerade zu einem souveränen Rudelführer. Außerdem würde Ihr Welpe irgendwann gegenüber den Schimpftiraden abstumpfen und für berechtigten Tadel nicht mehr so empfänglich sein. Das heißt natürlich nicht, dass man nun alles wegräumen soll, denn der Welpe soll ja von Anfang an Abbruchkommandos lernen. Hier ist der Mittelweg gesucht.
 
Nachfolgend also eine Checkliste um die Wohnung bzw. den Garten welpensicher zu machen:
 
  • Absichern von Treppenauf- und abgängen. Dieses geht am Besten mit einem Treppengitter, das man im Fachhandel für Babybedarf (ggfs. aus 2. Hand) bekommen kann. Diese Treppengitter haben den Vorteil, dass sie relativ einfach anzubringen, leicht zu öffnen und zu schließen und vor allem sicher sind. Für wen dies zu teuer ist oder wer handwerklich begabt ist, der kann sich natürlich selber eine Absicherung basteln ;-)
    Hat man kein offenes Treppenhaus im Wohnbereich, so reicht es selbstverständlich aus, wenn man die Tür zur Treppe hin schließt.

     
  • Kein Zugang zu leicht zu öffnenden Mülltonnen.
     
  • Entfernen oder verstecken Sie freiliegende Elektrokabel.

                      
  • Entfernen oder sichern Sie Dekorationsartikel, Teppiche und Pflanzen, die Ihnen am Herzen liegen oder die für Ihren Hund gefährlich sein könnten. So sind z.B. viele beliebte Zimmerpflanzen (Efeu, Weihnachtssterne, Philodendren, Dieffenbachien....) giftig. Auch im Garten sollte Ihr Hund keinen Zugang zu giftigen Pflanzen (Efeu, Goldregen, Pfaffenhütchen, Maiglöckchen....) haben.
     
  • Achten Sie auf den Dünger, den Sie ggfs. in Ihrem Garten ausbringen. Viele Düngerarten sind giftig (z.B. Blaukorn) oder können zu bösen Verätzungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Guano) führen. Dasselbe gilt für Pflanzenschutzmittel.
     
  • Kindersicherungen in für den Welpen erreichbaren Steckdosen können ebenfalls „Unfälle“ vermeiden.....Man glaubt gar nicht, was für „blöde“ Unfälle passieren können.
     
  • Achten Sie genau darauf, was Sie in der Wohnung bzw. im Garten herumliegen lassen.
     
  • Keine verschluckbaren Kleinteile (z.B. Kinderspielzeug) herumliegen lassen.
     
Erfahrene Eltern werden hier unübersehbare Parallelen zu der „Krabbelkindsicheren Wohnung“ feststellen können ;-)
 
Auch wenn es eher in die Erziehungsrubrik meiner Homepage gehört, so möchte ich dennoch das Thema Stubenreinheit an dieser Stelle abhandeln, damit Sie gewappnet sind, wenn Ihr kleiner Welpe einzieht.

                         
 
 
Die Stubenreinheit:
 
Ihr kleiner Welpe ist noch ein Baby und muss erst lernen, wie viele Dinge –so auch die Stubenreinheit- funktionieren. Da sich zudem seine Blase und sein Darm noch im Wachstum befinden und nicht ganz ausgereift sind, sind dem „Einhaltevermögen“ seiner Ausscheidungsorgane natürliche Grenzen gesetzt.
 
Erwarten Sie also nicht zuviel von Ihrem kleinen Hundebaby. Spätestens alle 2 – 3 Stunden muss Ihr Welpe anfangs tagsüber raus!!! Nachts kann er seine „Geschäftchen“ schon länger einhalten. - Unsere Amelie, die als Welpe nachts in einer Transportbox (alternativ kann man einen selbstgemachten, nach oben offenen Schlafkarton nehmen) geschlafen hat, hat es ab der zweiten Nacht schon 7 Stunden geschafft. Hunde möchten ihr „Nest“ nämlich nicht beschmutzen, so dass sie –außer in äußerster Not (was Sie tunlichst vermeiden sollten)- nicht in ihre Schlafhöhle (= Transportbox bzw. Schlafkiste) urinieren bzw. koten.
 
Da die Kromis bei den Züchtern im Haus aufwachsen (Zwinger- oder Stallhaltung werden Sie glücklicherweise nicht finden), legen die meisten Züchter schon die „Grundsteine“ für die Sauberkeitserziehung. Ja, es soll sogar schon Welpen gegeben haben, die stubenrein bei ihren neuen Familien eingezogen sind :-)))
 
  
                      (Charming-Boy Cendo vom Flawenjupé -Projektkromfohrländer F2-Generation)
 
Am Besten behalten Sie Ihren Welpen in der Anfangszeit stets im Auge. Ihr kleiner Welpe sollte nach jedem Fressen, Trinken und Spielen nach draußen gebracht werden, damit er sich „lösen“ (so der Fachbegriff dafür) kann.
Auch wenn Ihr Welpe im Haus unruhig umherläuft und intensiv mit der Nase schnüffelt, ist dies ein Zeichen dafür, dass er mal muss. Sie sollten mit Ihrem Welpen dann umgehend den Löseplatz aufsuchen. Sofern er schon im Begriff ist, sich hinzuhocken, nehmen Sie ihn kommentarlos hoch und tragen ihn nach draußen. Ihr Welpe wird bemüht sein, sein Geschäftchen noch einzuhalten, während Sie ihn auf dem Arm haben. Dennoch müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Hundebaby sein Bächlein nicht mehr halten kann und Ihre Kleidung beschmutzt wird.
 
Seien Sie nicht verärgert und schimpfen Sie nicht mit Ihrem Welpen. Ihr Hundebaby hat es mit Sicherheit nicht extra gemacht. Den Schuh muss man sich als Hundebesitzer selber anziehen, denn man hat zu lange damit gewartet, den Welpen herauszubringen bzw. ihn nicht gut genug beobachtet.
 
Nachts wird sich Ihr Hund ebenfalls dadurch bemerkbar machen, dass er unruhig wird. Bringen Sie ihn dann zu seinem Löseplatz. Allerdings bedeutet nicht jede nächtliche Unruhe, dass Ihr Welpe Pipi muss. Sie werden jedoch schnell herausfinden, ob Ihr Welpe sich lösen muss oder nur spielen möchte und sich dementsprechend nur dann um ihn kümmern, wenn Sie den Eindruck haben, dass er mal muss. Schließlich möchte man ja einen Hund, der bald „durchschläft“. Unsere Amelie musste übrigens nur in der allerersten Nacht einmal um 5.00 Uhr raus (der letzte Bach am Abend zuvor war um ca. 23.00 Uhr). In den Nächten danach hielt sie ihre Geschäftchen ohne Probleme von 23.00 – 6.00 Uhr ein.
 
Hilfreich bei der Erziehung zur Stubenreinheit ist ein fester Löseplatz (Garten oder Wiese) direkt in der Nähe Ihres Hauses. Hockt Ihr Welpe sich dort hin und macht sein Geschäftchen, so können Sie diesen Vorgang mit den Worten „Mach schön“ oder ähnlichem unterstützen. Ihr Welpe lernt dadurch, sich später auf diese Aufforderung hin zu lösen.

               
 
Anschließend loben Sie ihn ausgiebig!!! Das Lob sollten Sie auch dann nicht vergessen, wenn Ihr Welpe sich während des Spaziergangs löst, denn viele Welpen vergessen angesichts der vielen Eindrücke und Gerüche auf dem Spaziergang, sich zu lösen und manch ein frischgebackener Welpenbesitzer wundert sich dann darüber, dass das Bächlein fließt, sobald man wieder im Hause ist.
 
Um dem vorzubeugen, kann man den Welpen –sofern er sich auf dem Spaziergang nicht gelöst hat- noch einmal zu seinem angestammten Löseplatz bringen und ihn zum Pipi bzw. Häuflein machen ermuntern bevor man in das Haus zurückkehrt. Klappt dies nicht, so können Sie ihn zu Hause kurzfristig in seine Box bzw. Schlafkiste setzen, um ihn nach 10 Minuten erneut zu seinem Löseplatz zu bringen. Dies wiederholen Sie in 10 minütigen Abständen so lange, bis er sich draußen gelöst hat. Aber wie gesagt, das ist ein Sonderfall und gilt nur für die Fälle, in denen Ihr Welpe sich auf dem Spaziergang nicht gelöst hat, obwohl es zeitmäßig soweit gewesen wäre.
Statt den Welpen in die Box zu setzen, können Sie ihn natürlich auch herumlaufen lassen, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen, damit Sie direkt reagieren können, denn das Bächlein wird sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.
 
Entdecken Sie ein Häufchen oder einen Bach in Ihrem Haus, das irgendwann geschehen ist, ohne dass Sie zugegen waren, so tadeln Sie Ihren Hund nicht dafür. Er wird Ihren Tadel nicht mit seinen Ausscheidungen verbinden können. Ihr Hund wird sich zwar ängstlich oder unterwürfig verhalten; dieses aber nicht, weil er ein schlechtes Gewissen hätte (so etwas ist einem Hund fremd), sondern weil er nicht weiß, warum Sie so ärgerlich sind. In seinen Augen verhalten Sie sich unberechenbar und er wird sich vor Ihnen fürchten.
 
Was Sie übrigens nie und nimmer tun sollten, ist den Hund mit der Nase in seine eigenen Ausscheidungen stecken. So etwas sind Methoden aus vergangenen Zeiten, in denen man noch nicht soviel über Hundeerziehung wusste, und führen nur dazu, dass Ihr Hund sich vor Ihnen ängstigt. Auch die Bindung leidet darunter und als souveränen Rudelführer wird er Sie dann schon mal gar nicht wahrnehmen!!!
 

Mit Gelassenheit, viel Lob und vor allem durch gutes Beobachten, werden Sie bald einen stubenreinen Hund haben. Seien Sie aber nicht verärgert, wenn trotzdem noch einmal ein kleines Missgeschick passiert. Wie bei kleinen Kindern kann so etwas gerade in der Anfangszeit immer wieder einmal (z.B. vor Aufregung) vorkommen.

                    

 
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10. Quo vadis Kromfohrländer

Der nachfolgende Artikel wurde von dem Autor Rudolf Hinterding (Homepage: http://www.rudolfhinterding.de/ ) am 11.10.2017 veröffentlicht.

Rudolf ist Besitzer des Kromfohrländers Carlson vom Immentun (reinrassig, *09.09.2014) und des Projektkromis Milou vom Tüskendoor (F2-Generation, *28.09.2016). Vor Carlson und Milou, hat Geronimo vom Springhorst See (reinrassig, *05.09.2000, verstorben im Sommer 2014) im Hause Hinterding gelebt.

Wir danken Rudolf Hinterding dafür, dass wir seine Zeilen auch auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.

Quo vadis Kromfohrländer
  

  Quo vadis Kromfohrländer?

Wann ist ein Hund ein Mischling oder ein Rassehund? Muss man für die Zucht eines Rassehundes unflexibel sein wie ein Backstein? Wann darf man welche Merkmale einzüchten, wann muss man es und wann sollte man es? Egal, welche Rasse man bei diesem Thema betrachtet, Diskussionen hierzu ähneln stets einem rhetorischen Schlagabtausch. Hier geraten Vertreter von streng konservativen Positionen mit auf die Zukunft setzenden Hoffnungsträgern aneinander, die Änderungen bei der Zucht für unausweichlich halten. Gemeint ist hier die Hoffnung, der Rasse Gutes zu tun, ihr zu mehr Gesundheit zu verhelfen, genetische Krankheiten zu verringern und den Inzuchtkoeffizienten zu minimieren. Allerdings: Keine der beiden Gruppen hat etwas anderes im Sinn als die Liebe zum Hund, die sie in ihren Zielen alle vereint. Uneinigkeit besteht nur in der Wahl des richtigen Weges zu diesem Ziel.

Grundsätzlich gilt, dass das Auftreten genetisch bedingter Krankheiten einer Rasse bei großer genetischer Vielfalt (Diversität) dieser Rasse deutlich verringert ist, wenn man den Vergleich zu einer Rasse mit geringerer Diversität bemüht. Letztlich läuft also eine Verminderung genetisch bedingter Erkrankungen immer darauf hinaus, die genetische Vielfalt zu erhöhen.

Wie erreicht man aber eine größere genetische Vielfalt? Letztlich nur durch das Einbringen neuer Gene in die Zucht, sprich durch das Einkreuzen einer anderen Rasse. Es sollte dann aber eine Rasse sein, die von Haus aus ein großes Potenzial an Diversität mitbringt. Hierzu möchte ich den Kromfohrländer betrachten. Der Kromfohrländer gehört zur sogenannten Founderrasse. Im Gegensatz zu Kreuzungsrassen entstehen Founderrassen nur aus ganz wenigen Hunden. Deshalb besitzt die Folgepopulation auch nur das Potenzial an genetischer Vielfalt, das die Gründertiere mitgebracht haben.

Am Beispiel des Kromfohrländers, einem beliebten Familienhund, zeigt sich deutlich und stellvertretend für andere Hunderassen die mit der genetischen Vielfalt einhergehende Dramatik. Weil nichts zu machen keine Lösung ist, haben sich viele Züchter und Interessierte zusammengetan und einen eigenen Verein, den ProKromfohrländer e.V., gegründet. Das Pro steht dabei für ein Projekt mit der Zielsetzung, die genetische Vielfalt zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Rasse zu erhalten. Das ist nämlich genau die Crux bei einem solchen Projekt. Das Einkreuzen einer fremden Rasse erzeugt klassische Mischlinge, wie jeder weiß. Hier sehen konservative Vertreter keinen Spielraum für die Zucht, während andere wiederum genau das als den einzig richtigen Weg ausgemacht haben. Hintergrund: Der Inzuchtkoeffizient beim Kromfohrländer liegt bei durchschnittlich 53% mit unaufhaltbarem weiteren Anstieg. Die ganze Dramatik wird einem bewusst, wenn man sich Folgendes vor Augen führt: Schon ein Inzuchtkoeffizient von 26% bedeutet, dass der Inzuchtpegel derart hoch ist, dass alle Kromfohrländer noch enger miteinander verwandt sind als Vollgeschwister!

Was bedeutet ein hoher Inzuchtkoeffizient? Er steht gleichbedeutend für eine hohe Reinerbigkeit der Nachkommen. Da die meisten Erbkrankheiten rezessiv vererbt werden, führt eine Zunahme des Inzuchtkoeffizienten zu einem häufigeren Auftreten von Erbkrankheiten.

Kleiner Exkurs für interessierte Leser:
Rezessiv bedeutet in der Genetik „zurücktretend“ oder auch „nicht in Erscheinung tretend“. In der Genetik unterscheidet man zwischen dominanten und rezessiven Allelen eines Gens. Ein dominantes Allel setzt sich in der Merkmalsausprägung gegenüber einem rezessiven Allel durch. Damit ein rezessives Allel merkmalsbestimmend werden kann, muss es homozygot vorliegen oder zusammen mit einem anderen rezessiven Allel auftreten. Rezessive Erbeigenschaften können durch homozygote Individuen weitervererbt werden.
Ein diploider Organismus besitzt von jedem Gen, das z.B. die Blutgruppe oder Haarfarbe kodiert, zwei Kopien, in der Regel eine von jedem Elternteil. Unterschiedliche Varianten eines Gens werden als Allele bezeichnet. Wenn beide Allele eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal gleich sind, ist das Erbgut, bezogen auf dieses Merkmal, reinerbig oder homozygot.

Um es vereinfacht auszudrücken:

  • In der Genetik meint rezessiv die Eigenschaft eines Allels, in der Ausprägung gegenüber dem anderen Allel (dominantes Allel) zurückzutreten. Das dominante Allel setzt sich durch, das rezessive Allel tritt zurück.
  • Sind beide Allele eines Gens rezessiv, so manifestiert sich das rezessive Allel und kommt zum Tragen.

Da die meisten Erbkrankheiten rezessiv vererbt werden, bedeutet das:
Der süße Kromi hat vielleicht zeitlebens keine erkennbar zu Tage getretenen Erbkrankheiten gezeigt. Aber auch bei diesem Kromi ist sehr wahrscheinlich (Stichwort hoher Inzuchtkoeffizient) die Eigenschaft dafür als rezessives Allel vorhanden. Es nützt also der Wahrheit nicht, wenn behauptet wird, dieser Kromi ist gesund, der hat mit genetisch bedingten Erbkrankheiten nichts am Hut. Eine Verpaarung eines Kromis mit einem anderen Kromi, bedeutet letztlich – dem Durchschnitt geschuldet – eine Verpaarung zweier Kromis mit einem Inzuchtkoeffizienten von je über 50 %. Die süßen kleinen Kromiwelpen, die dadurch in die Welt gesetzt werden, tragen diese rezessiven Allele ebenfalls in sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich manifestiert als Krankheit niederschlagen, steigt von Mal zu Mal.

Die äußerst geringe Population der Kromfohrländer ist dabei das Hauptproblem. Waren es 1999 ca. 2.000 Kromfohrländer, die man in Deutschland zählte, sind es heute vielleicht 3.000, was immer noch unbedeutend wenig ist. Jedenfalls viel, viel, viel zu wenig, um den Inzuchtkoeffizienten und die damit einhergehenden genetisch bedingten Erbkrankheiten zu verringern. Sicherlich vermag der eine oder andere Kromfohrländer dem Durchschnitt ein Schnäppchen zu schlagen und damit dem Schicksal der schrecklichen Erbkrankheiten zu entkommen. Es ist aber der Begriff Durchschnitt, der jedem normalen Menschen klarmacht, dass die Rasse Kromfohrländer sich dem genetisch vorprogrammierten Schicksal der Erbkrankheiten unmöglich entziehen kann.

Um es einleuchtender zu machen: Übersetzt man in diesem Artikel den Terminus „der Kromfohrländer“ mit „mein Kromfohrländer“, dann wird einem das Thema sicher nicht mehr so abstrakt erscheinen.

Beispiele für die genetisch- und inzuchtbedingten Krankheiten sind u.a. Epilepsie, Autoimmunerkrankungen, digitale Hyperkeratose, Gelenkerkrankungen, Katarakt, Schilddrüsen- und Herzerkrankungen und Cystinurie, um nur einige zu nennen. Die Züchter haben immer mehr Schwierigkeiten, gesundheitlich verantwortbare Deckrüden für die Verpaarungen zu finden. Die einzig logische Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis ist die: Nichts zu machen ist keine Lösung. Die Hoffnung, dass die Verpaarung zweier Kromfohrländer mit je ca. 50 % Inzuchtkoeffizienten zu einer Verringerung des Inzuchtkoeffizienten führt, gleicht dem Wunsch nach Reichtum beim Zusammenführen zweier sich im Minus befindenden Bankkonten. Deshalb war das Einkreuzprojekt ein vernünftiger Schritt. Es ist ein Projekt, keine wissenschaftliche Ideallösung, weshalb das Monitoring und die Verfolgung der Ziele dauerhaft und unverzichtbar zum Projekt dazu gehören. ProKromfohrländer e.V. hat als Zuchtziel robuste und wesensfeste Kromfohrländer. Wie aber kann man mit dem Einkreuzen einer fremden Rasse die Ziele

  • die genetische Vielfalt zu erhöhen und
  • gleichzeitig die Kromfohrländer-Rasse zu erhalten

erreichen?

Zum einen, indem man zum Einkreuzen eine möglichst passende Fremdrasse auswählt. Der ProKromfohrländer e.V. hat sich hier zunächst für den Dansk-Svensk Gardhund, auch liebevoll Danski genannt, entschieden.

Danski 1 Danski 2  Danski 3

Der Dansk-Svensk Gardhund

Zum anderen, indem man die Verpaarung (F0-Generation) eines reinrassigen Kromfohrländers mit einem Danski nur ein Mal vornimmt.
Für die Verpaarungen mit den Nachkommen (F1-Generation) werden jeweils wieder reinrassige Kromfohrländer herangezogen. Diese Vorgehensweise wird bis zur 4. Generation der Nachkommen (F4-Generation) beibehalten. Man erhält also:

F1: 50-prozentige Kromfohrländer
F2: 75-prozentige Kromfohrländer
F3: 87,5-prozentige Kromfohrländer
F4: 93,75-prozentige Kromfohrländer

Die weiteren Nachkommen (F5-Generation und weitere) werden wieder als reinrassige Kromfohrländer bezeichnet.

Das Projekt der ProKromfohrländer kann mittlerweile voller Stolz die F3-Generation vorweisen und läuft bisher sehr erfolgreich, sodass man hoffnungsvoll optimistisch sein darf.

  • Die genetischen Untersuchungen weisen von Generation zu Generation eine in Bezug auf den F0-Kromfohrländer erhöhte genetische Vielfalt auf.
  • Die optischen Merkmale, mindestens ab der F2- Generation, weisen keine erkennbaren Unterschiede zu einem reinrassigen Kromfohrländer mehr auf. Dasselbe gilt für die Verhaltensmerkmale.
                         Wer ist der ProKromfohrländer?
                                     Wer ist der ProKromfohrländer?

Es mag sein, dass bei der F1-Generation der optische Einfluss des Danskis noch zu spüren ist. Aber auch diese Hunde kommen den optischen Merkmalen und dem Wesen des Kromfohrländers sehr nahe. Es handelt sich hierbei um überaus beliebte, gesunde und vor allem auch zuchttaugliche Hunde.

Der ProKromfohrländer e.V. hat mit seinem Projekt bereits jetzt in der dritten Generation einen gewaltigen Fortschritt beim Erhalt der Rasse und bei der Erhöhung der genetischen Vielfalt erreicht. Wo sich der Durchschnittswert der genetischen Vielfalt bei den F5-Generationen im Verhältnis zur F0-Generation einpendeln wird, bleibt abzuwarten. Es kann sein, dass eine wiederholende Einkreuzung erforderlich wird. Das wird das Projekt nach Auswertung einer größeren Anzahl F5-Generationen ergeben. Es mag sogar sein, dass man von dem Schema abweichen muss und eine weitere oder frühere Einkreuzung vornehmen sollte. Das alles wird die Zukunft zeigen. Aber es wird dies der Weg sein, den die Rasse Kromfohrländer gehen muss, sollten der Inzuchtkoeffizient und die genetischen Erbkrankheiten dieser Rasse nicht verringert werden – quo vadis Kromfohrländer. Es wird ein langer Weg, denn Züchten heißt in Generationen zu denken.

Der letzte Schritt, die Bestätigung der mit der Erhöhung der genetischen Vielfalt einhergehenden Verringerung der genetischen Krankheiten, bleibt als langfristiges Endziel der Statistik vorbehalten. Dazu sind die Lebenswege der Hunde bis zu ihrem Ableben zu verfolgen. Ein langwieriger Weg, aber ein Weg, den jeder Hundeliebhaber gerne geht, der die traurigen Krankheiten kennt, die die Genetik bei hohem Inzuchtkoeffizienten aufbieten kann. Es bleibt außerdem der einzige Weg, solange niemand einen besseren Weg aufzeigen kann.

Und noch einmal soll hier die Logik bemüht werden: Nichts zu machen ist keine Lösung!

Die Unterstützung des Projektes des ProKromforhländer e.V. ist mir deshalb eine Herzensangelegenheit.


Mehr und detailliertere Informationen vom ProKromfohrländer e.V. hier!

Autor - Rudolf Hinterding - stolzer Besitzer von Carlson vom Immentun (reinrassiger Kromfohrländer) und Milou vom Tüskendoor ( F2-Projektkromfohrländer)


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