Forschungsstudien für den Kromfohrländer  

 

  1. FERAGEN Forschungsstudien zur von-Willebrand-Erkrankung (Validierung von Gentests) und zur Autoimmunhämoloytischen Anämie ( DLA-Studie )
    a) Allgemeine Informationen zu den Forschungsstudien zu von-Willebrand und AIHA / IMHA
    b) Die Bestimmung des von-Willebrand-Faktors (vWF)
    c) Offener Brief der Tierärztin Dr. Nicole Hieber, München, zu den Ausführungen des RZV
    d) Stellungnahme von Laboklin zu der Anwendbarkeit des vWD1 Gentests beim Kromi

     
  2. Forschungsstudie zur Cystinurie beim Kromfohrländer
  3. Kromfohrländer Diversitäts-Studie (2008)

Auf dieser Unterseite berichten wir über von Wissenschaftlern durchgeführte rassepezifische Forschungsstudien für den Kromfohrländer.

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1. FERAGEN Forschungsstudien zur von-Willebrand-Erkrankung und Autoimmunhämoloytischen Anämie ( DLA-Studie ) beim Kromfohrländer

a) Allgemeine Informationen zu den Forschungsstudien zu von-Willebrand und AIHA / IMHA

Infos zu den beiden von Wissenschaftlern durchgeführten rassespezifischen Forschungsstudien sind auf der Homepage unseres Zuchtvereins ProKromfohrländer an dieser Stelle zu finden:

https://www.pro-kromfohrlaender-zucht.de/3-vor-12/forschungsstudie-von-willebrand-imha-aiha/

                      

Wir erachten beide Forschungsstudien als sehr wichtig für unsere Rasse und würden es begrüßen, wenn sich auch RZV-Kromis unseren Forschungen anschließen würden, obwohl der RZV selber sich gegen Gentestungen auf die von-Willebrand-Erkrankung ausspricht. Die Forschungsstudien kommen der gesamten Rasse zugute, indem sie Klarheit zu der von-Willebrand-Thematik bringen und auch in Bezug auf die autoimmunhämolytische Anämie möglicherweise DLA-Risikofaktoren gefunden werden können, die züchterisch zukünftig vermieden werden können.

Nachfolgend ein paar Beispiele für Symptome, die bereits bei Kromfohrländern im Zusammenhang mit Blutungsneigungen beobachtet wurden:

  • Nasenbluten
  • langes Nachbluten nach Spritzen, Blutentnahmen, Setzen von Kastrationschips
  • schwallartige Blutungen bei Geburten sowie langes Nachbluten nach Geburten
  • Immer wiederkehrende blutige Durchfälle
  • Verstärkte bzw. lang anhaltende Läufigkeitsblutungen
  • Häufige Blutergüsse
  • Zahnfleischbluten
  • Lange nachblutende und schlecht heilende Wunden
  • Auffällige Blutungen und Nachblutungen bei Operationen (z.B. Kastrationen)

Auch unsere Amelie hat trotz ihres mittlerweile hohen Alters und obwohl sie nie in der Zucht war, an diesem Projekt teilgenommen, um zukünftigen Kromi-Generationen etwas Gutes zu tun.

In Kombination der 3 Parameter Gentest + von-Willebrand-Faktor + eventuell gezeigte Blutungsneigungen können im Rahmen der Forschungsstudie belastbare Aussagen zu dem Vorliegen einer von-Willebrand-Erkrankung in der Rasse der Kromfohrländer getroffen werden.

Es wäre daher toll, wenn möglichst viele Kromi-Besitzer diese Studie unterstützen würden und bei ihren Hunden diese Daten erheben lassen. Bei den ProKromfohrländer-Hunden ist der von-Willebrand-Genstatus mittels MyDogDNA bereits bekannt, so dass von diesen Kromis nur noch der von-Willebrand-Antigen-Faktor (vWF-AG) im Blut bestimmt werden muss.

Kromfohrländer, deren Genstatus bislang nicht bekannt ist (= RZV-Kromis) und bei denen ein niedriger von-Willebrand-Faktor oder auffällige Blutungen vorliegen, können im Rahmen der Studie von FERAGEN einen kostenlosen Gentest bekommen. Wir würden den Besitzern hierzu einen speziell erarbeiteten Fragebogen zu Blutungsneigungen zukommen lassen. Bei Interesse schicken Sie bitte eine Mail mit Ihren Angaben an pro-kromfohrlaender@web.de  Alle Daten werden vertraulich behandelt!

       
   (DNA-Test zur Bestimmung des Genstatus)        (Bluttest zur Bestimmung des von-Willebrand-Faktors)


b) Ausführungen zu der Bestimmung des von-Willebrand-Faktors (vWF)

                   
                        Anneliese (Liesi) vom Hamburger Elbstrand & Doola von Crumps Mühle
           -beide FREI von dem Gendefekt - Sie spenden Blut für die Kontrollgruppe von freien Kromis

An und für sich ist ein spezieller Gentest zunächst einmal der relevanteste Anhaltspunkt für das Vorliegen einer von-Willebrand-Erkrankung. Der Gentest kann zuhause durch einen einfachen Backenabstrich durchgeführt werden und wurde bei den unter ProKromfohrländer geborenen Hunden bereits als Welpe durchgeführt.

Allerdings haben wir bei unseren Kromfohrländern momentan mangels Testergebnissen von auffälligen RZV-Kromis aus der Vergangenheit die besondere Situation, dass der Gentest für unsere Rasse bislang nicht "validiert" ist. Somit sagt der Gentest bislang zwar zuverlässig aus, ob der jeweilige Kromi diesen Gendefekt in sich trägt oder nicht; aber bislang ist noch nicht bekannt, inwieweit dieser Gendefekt sich auch tatsächlich auf die Gesundheit und die Blutungsneigungen in unserer Rasse auswirkt. Und hier kommt nun die FERAGEN-Forschungsstudie sowie der sogenannte von-Willebrand-Faktor ins Spiel.

Der von Willebrand-Antigen-Faktor ist ein Prozentwert, der durch eine Blutprobe der entsprechenden Kromfohrländer ermittelt wird (Kosten ca. 45 Euro). Dieser Prozentwert, welcher den von-Willebrand-Gerinnungswert im Blut anzeigt, liegt bei gesunden Hunden zwischen 70  bis 100%, wobei auch Werte zwischen 50% und 180% vorkommen können und völlig in Ordnung sind. Bei Werten zwischen 50 und 70% spricht man allerdings von einer "Grauzone" und zu hohe Werte können wiederum andere Probleme nach sich ziehen. Bei Werten unter 50% spricht man von erniedrigten Werten und bei Werten unter 30% können Blutungsneigungen auftreten.

Um den individuellen Wert eines Hundes, der im Laufe des Älterwerdens und im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen sowie Läufigkeiten sinken kann, zu ermitteln, muss beim Tierarzt Blut abgenommen und umgehend zu Citratplasma zentrifugiert werden. Das Proberöhrchen muss bis oben hin mit dem Blut gefüllt werden, um Fehlerquellen zu vermeiden. Das CITRATPLASMA wird dann von dem Tierarzt gefroren oder auch sehr gut gekühlt an SYNLAB, LABOKLIN oder auch andere Labore verschickt (je nachdem, mit welchem Labor die entsprechenden Tierärzte überlicherweise zusammen arbeiten). Die Tierärzte kennen diese Vorgehensweise in der Regel. Es ist eine Routineangelegenheit für sie. 

                            

Im Rahmen der sich anschließenden Citratplasma-Untersuchungen wird dann von den Laboren der von-Willebrand-Antigen-Faktor der jeweiligen Kromfohrländer festgestellt. Dieser Wert ist nach den bisherigen durch ProKromfohrländer gewonnenen Erkenntnissen bei Anlage- und Merkmalsträgern zum Teil deutlich erniedrigt. Der niedrigste im Rahmen der durch ProKromfohrländer erhobenen Daten festgestellte Wert für einen reinrassigen Kromfohrländer liegt bislang bei 6%. Dieser Kromi fiel durch Nasenbluten auf. 

Vor allem für die Besitzer von Merkmalsträgern (ermittelbar durch DNA-Tests) ist es von großer Wichtigkeit, den von-Willebrand-Faktor ihres Hunde zu kennen, um im Falle von Verletzungen oder Operationen richtig reagieren und dem Hund helfen zu können, falls es zu ungewöhnlichen Blutungen kommen sollte.

Im Hinblick auf die mit FERAGEN durchgeführte Forschungsstudie und für zukünftige Zuchtlenkungsmaßnahmen  ist es ebenfalls von sehr großem Interesse, diesen Wert zu kennen, so dass wir Kromfohrländer-Besitzer darum bitten diesen Wert ermitteln zu lassen und uns per Mail an pro-kromfohrlaender@web.de zu übermitteln, damit das Testergebnis an FERAGEN weiterleitet werden kann.

       Aniki vom Röverbarg nach der "Blutspende"                 Und auch Coffee vom Hamburger Elbstrand hat mitgemacht


c) Offener Brief der Tierärztin Dr. Nicole Hieber, München, zu den Ausführungen des RZV

Den nachfolgenden Brief haben wir am 17.03.2018 von der Tierärztin Dr. Nicole Hieber aus München mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt bekommen. Der Brief nimmt Bezug auf eine Veröffentlichung des RZV vom 02.03.2018 mit der er sich gegen DNA-Tests auf die von-Willebrand-Erkrankung bei Kromfohrländern ausspricht und damit quasi die Forschungen zu dieser Erkrankung beim Kromfohrländer boykottiert. Die in Rede stehende Stellungnahme des RZV ist auf dessen Homepage an DIESER Stelle zu finden.

Brief der Tierärztin Dr. Hieber an den RZV:

Als Reaktion auf die Stellungnahme vom RZV zur vWD und dem vWD1-Gentest vom 2.März 2018 habe ich dem RZV am 5.März einen Brief geschrieben, den ich hier veröffentlichen möchte. Trotz Ankündigung seitens des RZV habe ich zu meinem Bedauern bis jetzt keine Antwort erhalten, und als einzige Reaktion wurde in der Stellungnahme das Wort "gerinnungshemmendes" ausgetauscht. Leider sind noch mehr Fehler enthalten, deshalb sehe ich mich in der Verantwortung, den Brief möglichst vielen betroffenen Kromi-Besitzern und -Züchtern zur Verfügung zu stellen:

Um es vorweg zu schicken: wir waren bis vor vier Wochen stolze Besitzer eines tollen rauhaarigen Kromfohrländer Rüden, der uns mit leider nur 11 Jahren verlassen hat. Wir hatten uns damals für einen Rassehund und speziell für den Kromi entschieden, da uns Gesundheit, Wesensstärke und die beschriebenen Rasseeigenschaften wichtig waren. Wir haben diese Entscheidung nie bereut und schauen sehr traurig, aber voller Dankbarkeit auf diese schöne Zeit zurück. Er war der ideale Begleithund für uns und unsere Kinder.

Für mich als Tierärztin war schon sehr früh offensichtlich, dass er bei Verletzungen länger nachblutete als normal. Da ich damals (2008) am Rande mitbekam, dass bei den Kromis die vWD ein Thema sein könnte, ließ ich vor einem kleineren chirurgischen Eingriff zur Sicherheit den vW Faktor bestimmen. Er lag damals schon bei nur 27,8%, der Hund war sonst gesund und ohne Medikamenteneinfluss. Entsprechend vorgewarnt und mit sorgfältiger chirurgischer Blutstillung ging die OP ohne Probleme über die Bühne. Er brauchte keine gerinnungsfördernden Medikamente. Ansonsten lebte er damit ohne Einschränkungen, bei kleineren Verletzungen oder Blutentnahmen konnten die Blutungen mit Verbänden gut gestoppt werden. Da er keine weiteren OPs benötigte ließen wir den Faktor nicht mehr bestimmen. Medikamente, die die Blutungsneigung verstärken können, konnte ich vermeiden. Im Januar 2018 bekam er eine schwere Krebserkrankung. Multiple kleine, blutende Lebermetastasen waren darstellbar, der Primärtumor ist mir nicht bekannt - mit weiterer Diagnostik wollte ich ihn nicht mehr quälen. Innerhalb von sehr kurzer Zeit verlor er viel Blut in die Bauchhöhle, und wir mussten ihn erlösen. Diese Informationen liegen dem RZV alle vor, da ich sowohl die Gesundheitsfragebögen immer sorgfältig ausgefüllt und abgeschickt, als auch vor kurzem per Mail über sein Ableben informiert habe. Mir war immer wichtig, meinen Beitrag für die Statistiken zum Wohle der Gesundheit der Rasse zu leisten, im Vertrauen darauf, dass die notwendigen züchterischen Konsequenzen daraus gezogen werden.

Nach dem Tod unseres Hundes entstand der Wunsch, diese Lücke wieder zu füllen, und am liebsten wieder mit einem Kromi, aufgrund unserer guten Erfahrungen mit dieser tollen Rasse. Bei der Recherche stieß ich unter anderem auf die aktuelle Diskussion um die vWD, die mich als Besitzerin eines betroffenen Hundes besonders interessierten. Mit Erstaunen las ich die Argumente des RZV gegen den inzwischen entwickelten, aber noch nicht validierten Gentest und die fehlende Unterstützung von Studien, die zu seiner Validierung führen könnten. Die von Ihnen veröffentliche aktuelle Stellungnahme zur vWD und dem vWD1-Gentest vom 2.März 2018 zwingt mich als Tierärztin und Betroffene, Sie auf fachliche Fehler hinzuweisen, die ich nicht so stehen lassen will und kann. Ich möchte betonen, dass ich in keinem Verein Mitglied bin oder war und somit eine neutrale Position anbieten kann.

Die von Ihnen dargestellte mögliche Gefahrensituation beim Tierarzt, wenn diesem ein positiver vWD1 Gentest vorgelegt wird, ist konstruiert, fachlich falsch und entspricht nicht der tierärztlichen Kunst. Vor einer OP geht kein Tierarzt ein vermeidbares Risiko ein, aber warum sollte er prophylaktisch ein gerinnungshemmendes Medikament einsetzen, wenn er befürchten muss, dass ohnehin eine erhöhe Blutungsneigung vorliegt? Oder meinten Sie eher ein gerinnungsförderndes Medikament, wie es Ihre Befürchtung um ein Blutgerinnsel als tödlicher Narkosezwischenfall nahelegt? Ein solches Medikament würde niemals leichtfertig eingesetzt werden, nur um eine eventuelle Blutungsneigung im Voraus abzufangen, da gibt es in Abhängigkeit von der Art des Eingriffes bessere und sicherere Maßnahmen. Nein, im Falle eines positiven Gentests für vWD1, validiert oder nicht, wird der Tierarzt den von Willebrand Faktor im Blut bestimmen, dann kennt er das Risiko für den Moment recht genau. Es ist nicht richtig, wie von Ihnen vorgeschlagen, in Verdachtsfällen für vWD vor einer OP alleine den Gerinnungsstatus durchzuführen, wie sie ihn Ihre Tierärztin nach Ihren Angaben standardmäßig durchführt. Diese Screeningtests erfassen die sekundäre Hämostase der Faktoren des intrinsischen und extrinsischen Systems und sind bei vWD häufig nicht verlängert. Der von Willebrand Faktor sorgt zusammen mit den Thrombozyten und der Vasokonstriktion für die primäre Hämostase. Das heißt, auch wenn der präoperative, standardmäßige Gerinnungsstatus normal ist, wird ein Hund mit ausreichend erniedrigtem von Willebrand Faktor im Blut eine entsprechende Blutungsneigung zeigen. Das Blut hat also das Gefäß bereits verlassen, bevor die sekundäre Hämostase in Gang gesetzt wird. Ihre Ausführungen werden zu weiteren Verunsicherungen führen und uns Tierärzten die Arbeit erschweren.

Die vWD ist bekanntermaßen die häufigste vererbbare Gerinnungsstörung bei Hunden. In der tierärztlichen Kleintierpraxis ist sie auf die Gesamtzahl der Hundepatienten aller Rassen trotzdem ein eher seltenes Problem. Von den Dobermann Pinschern kennen wir das recht gut, da diese Hunde häufig vorkommen und das Problem schon seit Jahren bekannt ist. Es würde sicher helfen, eine allgemeine Rasseprädisposition zu kennen oder besser eine individuelle Prädisposition über einen Gentest zu haben, um aufmerksam zu sein gerade bei einer selteneren Rasse wie den Kromis. Nicht nur wie oben beschrieben wegen der OP-Planung und Blutungsneigung bei Verletzungen, sondern auch zu wissen, dass diese Hunde bestimmte Medikamente wenn möglich nicht bekommen sollten, um die Blutungsneigung nicht zu verstärken. Am besten wäre es natürlich, die Erkrankung auf dem züchterischen Weg zu dezimieren, wie es auch bei den Dobermann Pinschern durchgeführt wird.

Es ist vorweg gegriffen, zu behaupten, dass der Typ 1 harmlos sein muss, nur weil er als die mildeste Form der vWD gilt. Die Penetranz könnte sehr unterschiedlich sein, und verschiedene Faktoren (Medikamente, Stress, andere Krankheiten) können zusätzlich verstärkend wirken. Erworbene Formen der vWD gibt es zwar, aber diese sind nicht Gegenstand der Debatte, es geht um die genetische Form, den Gentest und die damit verbundene mögliche Zuchtlenkung. Möglich ist auch, dass manche als erworben eingestufte Fälle in Wahrheit einen genetischen Hintergrund haben. Ohne wissenschaftliche Untersuchungen bleiben diese Fragen offen.

Wenn ich das richtig gelesen habe, gehört unser Hund wohl zu den 12 bei Ihnen registrierten Fällen mit Gerinnungsstörungen. Sie geben an, dass bei diesen Hunden keine ausreichenden Informationen vorliegen würden. Bei unserem Hund lagen Ihnen zumindest die Information über die Höhe des vW Faktors 2008 vor und die damit verbundenen Symptome. Warum gibt es von Seiten des RZV kein Interesse, bei uns nachzufragen? Oder einen später verfügbaren Gentest zu erbeten? Den haben wir übrigens noch gemacht, aus Interesse, nach Rücksprache mit Laboklin. Unser Hund war heterozygot für vWD1, nicht validiert. Natürlich ist das nicht statistisch relevant, aber doch zumindest ein Hinweis, der zusammen mit den Parallelitäten anderer Rassen und weiterer Kromi-Fälle ermutigen sollte, Studien zur Validität des Gentests zu unterstützen. Damit könnte man auch die aufgeworfenen Fragen bezüglich Typ, Erbgang, Penetranz und Relevanz möglicherweise klären. Und viele Unsicherheiten, die bereits entstanden sind, beenden.

Ich möchte nochmal betonen, dass mir klar ist, dass unser Hund nicht an vWD gestorben ist, sondern an Krebs. Vielleicht ist es zum Schluss etwas schneller gegangen, aber das ist Spekulation. Mein Anliegen ist eine konstruktive Kritik mit der Bitte um Offenheit gegenüber der Entwicklung von neuen Tests zur Verbesserung der genetischen Gesundheit.

 

 

    

                                 Bastian - Baro von Asowe- von Willebrand Typ 1 Anlageträger


d) Stellungnahme von Laboklin zu der Anwendbarkeit von Gentests auf vWD1 beim Kromi

Im Rahmen von Telefonaten mit Wissenschaftlern von LABOKLIN wurde uns mitgeteilt, dass anhand der Gentests sehr sicher nachgewiesen werden kann, ob der jeweilige Kromfohrländer Träger der Genmutation ist oder eben nicht!

Am 21.02.2018 erhielten wir zudem die folgende schriftliche Stellungnahme von LABOKLIN:

"Der genetische Test auf die von-Willebrand-Erkrankung Typ I (vWD1) erfasst eine genetische Variante, welche für einige Rassen als ursächlich für die Symptome der Erkrankung beschrieben ist.

Für den Kromfohrländer kann man diesen genetischen Test ebenfalls durchführen.

In diesem Fall wird die genetische Variante mit der hohen Zuverlässigkeit eines genetischen Tests analysiert. Das Auftreten der Mutation lässt sich in der Rasse Kromfohrländer jedoch bisher nicht mit Symptomen der Erkrankung korrelieren. Verschiedene Labore, darunter Laboklin bieten den Test für die Rasse Kromfohrländer auf ausdrücklichen Wunsch hin an.

Bisher fehlen jedoch genaue Studien zur Korrelation der gefundenen Genotypen mit der tatsächlichen Erkrankung. Damit gibt der Test bisher nur und ausschließlich den genetischen Status wieder.

 

Bei Laboklin kann somit auch beim Kromfohrländer zwischen den Genotypen:

N/N - frei (von der Mutation)

N/vWD- Träger (der Mutation)

vWD/vWD - betroffen (von der Mutation) im Gentest unterschieden werden.

 

Laboklin steht in engem Kontakt zu verschiedenen Kromfohrländer-Zuchtverbänden und überprüft derzeit in hauseigenen Studien,inwieweit der genetische Test eine Aussage zur Erkrankung bei dieser Rasse oder Mischlingen mit Kromfohrländer-Einkreuzung zulässt."

Die Stellungnahme von LABOKLIN ist eindeutig.

=> Der Gentest zeigt auch beim Kromfohrländer zuverlässig an, ob das einzelne Tier Anlageträger, Merkmalsträger oder frei von dem Gendefekt ist!

LABOKLIN hat bislang lediglich noch keine Berichterstattungen zu Kromfohrländern mit Blutungsneigungen vorliegen, so dass LABOKLIN dies noch nicht mit der Mutation in Zusammenhang bringen ( = korrelieren) konnte.

Dies verwundert jedoch nicht, da die Kromfohrländer bis vor kurzem durch ihre Besitzer gar nicht auf von-Willebrand getestet wurden und erst seit den MyDogDNA-Ergebnissen bekannt ist, dass es etliche Anlage- und Merkmalsträger in unserer Rasse gibt. Es ist also Aufgabe der Zuchtvereine möglichst viele Daten zu sammeln, auszuwerten und den Wissenschaftlern zukommen zu lassen. Ob der einzelne Kromi dann tatsächlich Blutungsneigungen zeigt oder nicht, wird u.a. von dem von-Willebrand Faktor im Blut bestimmt, der mit zunehmenden Alter sinken kann. Anhand unserer bisherigen Analysen und Auswertungen haben sämtliche Merkmalsträger, bei denen der von-Willebrand Faktor bestimmt wurde, einen Wert von unter 30% gehabt.

Nicht jeder dieser Kromfohrländer hat auch Symptome gezeigt. Es gibt aber auch Merkmalsträger unter unseren Kromis, die definitv Blutungsneigungen gezeigt haben!

Bei ihnen lagen von-Willebrand-Faktoren von 27,8 % und niedriger vor. Der Normwert liegt bei Hunden zwischen 70 – 100%, wobei auch Werte von 50% noch als normal zu bezeichnen sind. Blutungen können i.d.R. ab einem Wert unter 30% auftreten.

Beschrieben wurden bei den jeweiligen Kromis bislang vermehrte Blutungen beim Zahnwechsel, starke und langanhaltende Nachblutungen bei Kastrationen, Geburten und Verletzungen, häufige und großflächige Blutergüsse (Hämatome) und lange Nachblutungszeiten nach Blutabnahmen beim Tierarzt, die teilweise ebenfalls Hämatome nach sich zogen.

Eine Testung auf von-Willebrand ist somit auch für unsere Kromfohrländer empfehlenswert.

Mit Hilfe der Gen-Tests lassen sich Merkmalsträger und Anlageträger sicher identifizieren.

 

                            
                                Dina vom Engsbachtal - DNA-getestet und frei von dem Gendefekt

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2. Forschungsstudie zur Cystinurie beim Kromfohrländer

Bei der Cystinurie bestehen hinsichtlich der Vererbungsgänge - ebenso wie bei der erblichen Fußballenerkrankung (Digitale Hyperkeratose) - Parallelen zu den Irish Terriern.

Während für die Digitale Hyperkeratose im Jahr 2014 jedoch ein Gentest auf den Markt gekommen ist, wird an einem Gentest für die Cystinurie noch fieberhaft geforscht. Für die Entwicklung des Hyperkeratose-Gentests waren seinerzeit zahlreiche Blutproben erforderlich und viele von uns (auch wir) spendeten Blut von ihren Kromfohrländern, um die Entwicklung dieses Tests voranzutreiben. Die damaligen Blutspenden haben geholfen, dass ein Test entwickelt werden konnte, der heute dazu beiträgt, dass die erbliche Fußballenerkrankung, von der auch unsere 13-jährige Kromihündin Amelie betroffen ist, bei den Kromfohrländern ausgemerzt werden kann.

In Anbetracht dieses Erfolges bei der Digitalen Hyperkeratose ist es das Bestreben aller Kromfohrländervereine, dass auch ein Gentest für die Cystinurie entwickelt werden kann, um auch diese Erkrankung besser züchterisch bekämpfen zu können. Die Forschungen werden in verschiedenen Laboratorien durchgeführt. In der Schweiz werden die Forschungen an der veterinärmedizinischen Universität in Bern und in Deutschland durch die Tierärztliche Hochschule in Hannover durchgeführt.

Der Zuchtverein ProKromfohrländer e.V. und auch der RZV unterstützen die Forschungen in der Schweiz, denn das genetische Institut der Uni Bern arbeitet bei der Cystinurie-Forschung eng mit dem Forscherteam rund um Professor Giger aus den USA zusammen und hat auch schon einige Erfolge bei der Cystinurieforschung vorzuweisen.

Der Cystinurie-Erbgang scheint bei den Kromfohrländern und Irish Terriern sehr komplex zu sein. Die Erkrankung selber ist androgenabhängig, d.h. es erkranken nur Rüden. Bislang ist bei den Kromfohrländern noch kein einziger Fall einer erkrankten Hündin bekannt geworden, obwohl die Hündinnen die Cystinurie auch vererben können. Positiv festzuhalten bleibt, dass diese Krankheit relativ gut zu erkennen ist und mittels Kastration der betroffenen Rüden so gut behandelt werden kann, dass der Rüde einige Zeit nach der Kastration quasi klinisch gesund ist.

Für die Forschungen werden von möglichst vielen Rüden und Hündinnen jeweils 5 ml Blut benötigt, die im Rahmen von normalen Tierarztbesuchen abgenommen werden können. Der COLA Test wird ausschließlich von den Rüden benötigt. Je mehr Kromfohrländer an dem Forschungsprojekt teilnehmen, desto besser. Die Rüden sollen mindestens 2,5 Jahre alt sein, besser sogar noch 3 Jahre und älter. Bei betroffenen Würfen werden Blutproben von dem erkrankten Hund, dessen Eltern und von allen Geschwistern benötigt, außerdem noch die COLA-Tests aller Rüden aus dem betroffenen Wurf.

Bei der Einsendung müssen mitgeschickt werden:

- 5 ml Blut von Rüden UND Hündinnen

- COLA-Tests NUR von den Rüden

- Kopie des Stammbaums

- das Einsendeformular mit Einverständniserklärung der Besitzer

- der Fragebogen zur Ernährung etc.

Die COLA-Tests werden durch Laboclin und Biocontrol durchgeführt und liegen bei ca. 80 - 100 Euro pro Test.

Weitere Infos bekommen Sie bei Ihrem Zuchtverein, der die Einsendung der Proben koordiniert. Auch wir nehmen gerne Mails zu dem Thema unter Pro-Kromfohrlaender@web.de entgegen.

                      
                     ( Manni -Aquino- vom Etzelberg grüßt alle Kromis und freut sich auf einen Gentest )

 

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3. Kromfohrländer Diversitäts-Studie (2008)

In Bearbetigung -Infos folgen in Kürze!

 

 

 

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