Ereignisse, Treffen & sonstige Geschichten

1. Ein zweiter Kromi wohnt jetzt in unserer Straße
2. Erstes Villa Mondi Zwingertreffen
3. Eine Geschichte aus dem Leben: Hilfe Flöhe!
4. Die zweite Geschichte: Ein turbulentes Wochenende

5. Geschichte Nr.3: Unheimliche Begegnung mit einem "Der-tut-nichts-Hund"

 

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1. Ein zweiter Kromi wohnt jetzt in unserer Straße :

Juchuu, seit Mitte Dezember 2005 ist Amelie nicht mehr der einzige Kromi in Schmitzhöhe *freu*. Ein paar Häuser weiter ist Filou (Indio vom Treuter) eingezogen. Wir haben ihn schon ein paar Mal besucht und Amelie hat ihn direkt in ihr Herz geschlossen (Filou sie im Gegenzug wohl auch ;-))
Mittlerweile fängt Amelie jedes Mal an zu fiepen, wenn wir vor Filous neuem zu Hause stehen.
Um keinen länger auf die Folter zu spannen, folgen nun ein paar Bilder von Filou und Amelie vom 08. Januar 2006.


...sollen wir miteinander spielen?
                         
               
                        Hey, nicht so stürmisch, Kleiner!


Nun komm schon....
                              

                
                        Fang mich doch!!!


.....hab dich!!!     
                              
                
                        Unterwirf dich: Vorlaufen ist für Welpen nicht erlaubt!


Na warte, ich zwick dich!

                
                O.K. Frieden....du darfst in meinem Loch mitschnüffeln......

Bald treffen wir uns bestimmt wieder. Versprochen!

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2. Erstes Villa Mondi Zwingertreffen

Am 23 April 2005 hatte die Familie Lindenberg in Bergneustadt zum 1. Villa Mondi Zwingertreffen eingeladen. Bis auf Amelies Schwester Ralli (Amorina), die mittlerweile in Finnland wohnt, waren alle sonstigen Geschwister, Mama Paula mit Ziehvater Pelmondo sowie Papa Bruno mit Lebensgefährtin Distel vom Buchbach gekommen. Bei wunderschönem Frühlingswetter machten wir einen Spaziergang rund um den Rengser See um anschließend bei der „Rengser Mühle“ einzukehren und uns an einer „bergischen Kaffeetafel“ zu stärken.
 

Die folgenden Bilder geben ein paar Eindrücke eines rundum gelungenen Tages wieder:

Zunächst haben wir uns auf dem Parkplatz an der "Rengser Mühle" getroffen.

                               


                              (Agi)Lea, Bruno und Distel mit ihren Leuten.


Nelly (vorne), Distel (links) und Bruno

                        
                    Isi (links), Arthas (hinten), Amichella (rechts) und Paula


Die Ruhe vor dem großen Sturm ;-)......Lea macht eine Pause.

                          
                          Wann geht´s denn endlich los?  (Distel vom Buchbach)

O.K. Start frei! Pelmondo (hinten), Isi (links) und Arthas                       


                        Was riecht denn hier so gut? (Amichella und Bruno)


Isi roch für die Rüden (hier mit Bruder Arthas) besonders gut, da sie gerade läufig wurde.

                                          
                                          Schnell weg. (Isi, Amichella, Pelmondo)


DURST!!!! (Arthas mit Isi -hinten-, Pelmondo und Amelie -vorne-)

                        
                        Bruno, Paula, Arthas (v.l.n.r.) und Pelmondo (im Vordergrund)

 
                        Kromis in Aktion!
                        


Bruno hatte es die meiste Zeit auf Paula abgesehen.

                        
                        Ob sich das Paar noch erinnert????


.....irgendwie muss ich die Braut doch nochmal rumkriegen ;-)

                        
                        Isi riecht aber auch zu gut!


Jetzt kommen sie auch noch von allen Seiten....

                        
                        Amichella nach dem Spaziergang.......


....und mein Bruder Arthas.

                        
                     Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto (Lea, Bruno und Distel
                        waren leider schon nach Hause gefahren)

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3. Eine Geschichte aus dem Leben: Hilfe, Flöhe!!! 

 So, liebe Homepagebesucher, es wird Zeit, dass mein Frauchen auch mich wieder einmal zu Wort kommen lässt ;-)

Das, was ich an dieser Stelle erzählen möchte, zeigt, dass unliebsame Plagegeister nicht nur heruntergekommene „Straßenköter“ (liebe Straßenhunde und Herrchen nehmt diesen Ausdruck bitte nicht persönlich) befallen, sondern auch gepflegte Hunde nicht sicher vor ihnen sind.

Alles begann damit, dass mein Frauchen im Spätherbst 2005 meinte, dass ich nun nicht mehr vorbeugend mit Ungeziefermittel behandelt werden müsse, weil die Zeckensaison vorbei sei und ich nicht allzu sehr mit „chemischen Keulen“ belastet werden solle. Gesagt, getan! Fortan bekam ich Knoblauchgranulat für Hunde in mein Futter und wurde zudem regelmäßig nach Zecken abgesucht, was mein Frauchen aber auch vorher schon immer gemacht hatte, weil man sich auf die Ungeziefermittel alleine nicht verlassen sollte. Im Winter 2004 hatte das Aussetzen mit der Zeckenprophylaxe bereits gut geklappt.

Irgendwann begann es mich aber trotzdem überall zu zwicken und zu zwacken. Immer öfter musste ich mich mit meiner Hinterpfote kratzen oder mit meinen Zähnen im Fell rumknabbern um den Juckreiz zu lindern.

Natürlich blieb das auch von meiner Menschenfamilie nicht unbemerkt und sie suchten mich mehr als einmal (erfolglos) mit einem Flohkamm nach Flöhen und Flohkot (kleine braune Kügelchen, die sich bei Wasserkontakt rot färben) ab.

Obwohl meine Menschen keine Flöhe fanden, wuschen sie meine Decken und Körbchen und haben mir auch einmal „Advantix“ (Spot-on-Lotion zur Prophylaxe und Behandlung gegen Flöhe, Zecken, und Mücken) in den Nacken geträufelt. Was meine Menschen bis dahin aber noch nicht wussten, ist, dass nur 5-10 % der Flöhe am Hund leben und der Rest es sich in der Umgebung (Hundekörbchen, Teppichböden, Ritzen im Parkett...) gemütlich macht und sich dort auch noch fleißig vermehrt. Also war ich zwar ca. 4 Wochen lang von den Plagegeistern befreit; nach dem Ende der Wirksamkeit von „Advantix“ machten es sich die zwischenzeitlich geschlüpften „Jungflöhe“ aber wieder auf mir gemütlich.

Das Ganze ging über mehrere Wochen so, da der Flohbefall anfangs noch gar nicht so sehr aufgefallen war, weil ich mich nur vereinzelt hier und da einmal kratzte. Mit der Zeit wurde die Flohfamilie jedoch immer größer und auch mein Juckreiz wuchs. Immer wieder suchten meine Menschen mich ab und kamen irgendwann auf die Idee, dass ich trockene Haut haben könnte. Also bekam ich die tollsten Öle und Futterzusätze in mein Fressen. Gegen die Flöhe half das natürlich nicht L. Geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut, so dass ich auch weiterhin die gesunden Leckereien in mein Futter bekomme.

Alle paar Wochen fährt meine Menschenfamilie mit mir für ein paar Tage nach Warendorf zu den Eltern von meinem Frauchen. Großzügig wie ich bin, ließ ich auch in dem dortigen Gästezimmer ein paar Flöhe zurück.

Als wir 4 Wochen später erneut nach Warendorf fuhren, wartete dort eine mittlerweile ziemlich ausgehungerte Flohschar auf uns, denn die 1-2 Flöhe, die ich ursprünglich dort gelassen hatte, hatten zwischenzeitlich im Teppichboden für Nachwuchs gesorgt.

 Und so kam es wie es kommen musste: Die halb verhungerten Flöhe stürzten sich auf mich und auch auf mein Frauchen, die Kinder und die Mutter von meinem Frauchen. Wenn Flöhe ausgehungert sind, sind sie nämlich nicht wählerisch, was die Art ihres Wirtes angeht. Und nun endlich hatten meine Menschen auch auf mir Flöhe entdeckt. Außerdem haben meine Menschen selber etliche Flohbisse (mehrere juckende rote Punkte nebeneinander, die aussehen wie Mückenstiche) abbekommen. Ich wurde mit Flohshampoo gebadet (Igittigitt) und mein Frauchen las in unseren Hundebüchern und im Internet nach, wie man die Flohplage beseitigen konnte. Dort erfuhr mein Frauchen dann auch, dass die meisten Flöhe eben in der Umgebung des Hundes und nicht auf ihm drauf leben. Außerdem stand dort, dass es mehrere Wochen dauern kann, bis auch die nachschlüpfenden Flöhe ausgerottet sind und eine „Entseuchung“ der ganzen Bereiche, in denen der Hund sich gerne aufhält, erforderlich ist.

 Meine ganzen Körbchen und Decken wurden gewaschen und die Umgebung mit einem Flohspray, das „dezente“ 19 (!) Euro gekostet hat, eingesprüht. Außerdem bekomme ich seitdem wieder alle 4 Wochen „Advantix“ von Bayer in den Nacken getropft. Eine Wurmkur bekam ich dann auch noch, weil Flöhe Bandwürmer, für die sie als Zwischenwirt dienen, übertragen können.

 Nach dieser „Flohgeschichte“ hatte mein Frauchen zunächst die Entscheidung getroffen, dass ich nunmehr ganzjährig mit „Advantix“ bzw. in den Wintermonaten mit Neem (natürliche Substanzen von dem Neem-Baum) behandelt werden soll, damit wir nicht noch einmal einen „Flohzirkus“ zu Hause haben.

Ganz glücklich sind meine Menschen mit dieser Entscheidung zwar nicht, aber sie sagen, dass man offensichtlich nur die Wahl zwischen „Pest oder Cholera“ (= chemische Prophylaxe oder Ungezieferbefall in Form von Flöhen und Zecken) habe. Neben diesem widerlichen und stressenden Juckreiz, können von dem Ungeziefer auch noch gefährliche Krankheiten (z.B. Borreliose durch Zecken oder Hundemalaria durch die Auwaldzecke) übertragen werden.

 In der wärmeren Jahreszeit war „Advantix“ ist für meine Menschen das Mittel der Wahl, weil es einen recht zuverlässigen Wirkungsgrad aufweist. Es wirkt 4 Wochen lang, wobei sich in der letzten Anwendungswoche auch schon einmal eine Zecke festgesaugt hatte, die jedoch direkt abgestorben ist. Ein weiteres gutes Mittel ist das „Scalibor“-Halsband, das bis zu 6 Monate lang wirkt. Es hat gegenüber „Advantix“ sogar noch den Vorteil, dass jeweils eine geringere Wirkstoffmenge an die Hundehaut abgegeben wird. Allerdings muss dieses Halsband Tag und Nacht getragen werden und mein Menschenrudel –vor allem die Kinder- würden beim Schmusen ebenfalls mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen, so dass sich meine Menschen dagegen entschieden haben.

In der kälteren Jahreszeit kommen wir mit "Neem" (= ein Spot on Präparat von der Firma Bob Marin mit einem natürlichen Wirkstoff) sehr gut zurecht, weil wir da nicht zusätzlich noch Zecken bekämpfen müssen. Diese werden durch Neem nämlich nicht abgehalten.

Seitdem ich das Ungeziefer los bin, ist mein Fell wieder schöner geworden, ich kratze mich so gut wie gar nicht mehr und schlafe wieder ruhiger. Hinterher konnte sich mein Frauchen die ganzen Zusammenhänge gut zusammenreimen. Aber nach so einer Geschichte ist man eben immer schlauer ;-)

UPDATE 2017: Amelie bekommt auf Grund der chemischen Belastung und dem damit verbundenen AI-Risiko schon seit vielen Jahren keinerlei Spot-on Lotionen mehr. Sie wird auch nicht mehr prophylaktisch entwurmt.

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4. Die 2. Geschichte: Ein turbulentes Wochenende
 
Nachdem die vorherige Geschichte sich eher mit etwas unerfreulichem (Flöhe) beschäftigt hat, möchte ich euch heute eine positive Geschichte aus meinem Leben erzählen....Positiv in dem Sinne, dass mein Frauchen am letzten Wochenende ganz stolz auf mich war und sich gefreut hat, einen anpassungsfähigen und gut erzogenen Hund zu haben *strunz* ;-)
 
Das letzte Wochenende war nämlich von 3 Ereignissen geprägt, die für einen Vierbeiner schon ziemlich stressig sein können und bei denen ich zeigen konnte, wie ich mit diesen stressigen Situationen klar komme.
 
Das turbulente Wochenende begann am Freitag, als mein jüngstes Rudelmitglied Dominik (6 Jahre) einen Ausflug mit seiner Schulklasse machte.
20 Kinder aus Dominiks Klasse, ca. 20 Erwachsene und noch einige Geschwisterkinder (vom Baby bis zum 10-jährigen Kind) trafen sich bei der Schule um anschließend gemeinsam einen „Kennenlernnachmittag“ zu verbringen. Da das Ganze mit einer kleinen Wanderung beginnen sollte, beschloss mein Frauchen, dass auch ich mitkommen dürfte. Als mein Frauchen dann mit mir, Fabian und Dominik zum vereinbarten Treffpunkt bei dem Schulhof marschierte, konnten wir schon von weitem den aufgeregten Lärm aus der Schule hören. Davon war ich aber ziemlich unbeeindruckt. Schließlich bin ich als „Familienkromi“ ja so einiges gewöhnt.
Als wir dann an dem Treffpunkt ankamen, kamen sogleich ein paar hundeverrückte Kinder (überwiegend Mädchen) angelaufen, um mich zu streicheln.
Da ich mich aber nicht gerne von fremden Kindern bedrängen und einfach direkt streicheln lassen möchte, stoppte mein Frauchen die Kinder erst einmal und gab ihnen eine kleine Einweisung im Umgang mit Hunden. Außerdem bekamen die Kinder von meinem Frauchen Frolics, auf die ich ja so verrückt bin (das reinste Dope ;-))
Weil ich so versessen auf die Frolics war, machte ich dann auch die Dinge, um die die Kinder mich baten (Sitz & Pfötchen geben). Außerdem habe ich mich von allen streicheln lassen. Mein Frauchen meinte allerdings, dass ich das gar nicht so richtig mitbekommen hätte, weil ich nur Augen für die Frolics gehabt hätte. Aber sei´s drum. Immerhin hat alles geklappt....
Kurze Zeit später setzte sich die ganze Gruppe in Bewegung und die Kinder rissen sich regelrecht darum, mich an der Leine zu führen. Also wurde abgewechselt und ich ging bei jedem Kind brav an der Leine mit – natürlich nicht ohne ab und zu einen Blick zu meinem Frauchen rüberzuwerfen um mich zu vergewissern, dass es auch wirklich in die gleiche Richtung geht ;-)
Als wir dann am Waldrand bzw. der großen Wiese ankamen, wurde ich abgeleint und ich rannte in dem ganzen Pulk mit. Mein Rudel behielt ich auch bei den vielen anderen Menschen immer im Auge, schließlich habe ich das auf den Kromi-Wanderungen schon so gelernt.
Nach der Wanderung wurde dann auf einem Reiterhof eine kleine Feier gemacht. Dort hat mich mein Frauchen dann in meine Box ins Auto gebracht, damit ich etwas zur Ruhe kommen und mein Menschenrudel in Ruhe Kürbisse für Halloween aushöhlen und Stockbrot über dem offenen Feuer garen konnte.
Ganz zum Schluss durfte ich dann aber auch auf dem Bauernhof noch mal ein wenig rumlaufen, was ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse von statten ging.
 
 
 
Auch der nächste Tag (Samstag) sollte nicht ein normaler Samstag werden, weil mein Herrchen nämlich seinen Geburtstag nachfeiern wollte. Also hatte er 13 Erwachsene und die dazugehörigen 7 Kinder –darunter 3 Kleinkinder und ein Baby- eingeladen. Macht mit meinem Rudel zusammen also 15 Erwachsene und 9 Kinder.
Na ja und abgesehen davon, dass mein Frauchen angesichts der vielen Gäste rein küchentechnisch etwas ins Schwitzen kam (schließlich möchte man ja auch alle mit leckerem Essen versorgen), fragte es sich auch, ob ich mich bei den Kleinkindern denn auch ordentlich benehmen würde.
Zwar konnte ich auf der Schulfeier tags zuvor ja schon etwas üben und alles hatte –wie oben berichtet- wunderbar geklappt; aber im eigenen Haus ist es ja oftmals doch noch etwas anderes. Schließlich weiß Hund ja nie, was Kleinkinder sich so einfallen lassen, so dass es schon einmal nahe liegt, die kleinen Zweibeiner nach Hundeart zu erziehen.
Damit ich gar nicht erst in Versuchung gerate, hat mein Frauchen mich dann aber angeleint mit zur Tür genommen und mich hinter sich gelassen, als die kleinen Gäste und ihre Eltern begrüßt wurden. – Ich muss zugeben, dass die Begrüßung auch für mich durch das Angeleintsein sehr entspannt war. Schließlich kam ich dadurch gar nicht erst in die Situation, dass ich meinte, die fremden Kinder kontrollieren zu müssen. Nicht einen Wuff habe ich getan! Und böse angestarrt habe ich auch kein einziges Kind.
Nachdem später alle Gäste da waren, durfte ich mich frei zwischen ihnen bewegen und es gab auch immer mal ein nettes Wort für mich. Irgendwann meinte mein Frauchen dann, dass ich auch mal zur Ruhe kommen müsse, so dass es mich mit dem Kommando „Decke“ auf meine Kuscheldecke neben der Couch schickte. Eigentlich war ich darüber ganz froh, denn ich glaube nicht, dass ich –ganz Partylöwe...äh –hund ;-) - von selber auf die Idee gekommen wäre, mich zurückzuziehen, wo doch alles so aufregend war. Ich habe mich dann auch direkt auf meiner Decke schlafen gelegt und sogar das Babybeinchen, das von der Couch herunterbaumelte und sich in meiner Reichweite ständig vor und zurück bewegte, ignoriert.
Nach dem erfrischenden Nickerchen habe ich mich dann wieder unauffällig unter die Gäste gemischt. Aber auch die Kleinkinder, die anfangs etwas Angst vor mir hatten, tauten langsam auf, so dass sich ein ganz kesses Kerlchen ganz schnell in meine Richtung bewegte. Das war mir dann doch zuviel so dass ich einmal ganz kurz mit meinem „Das-kann-ich-jetzt-nicht-ertragen-Bellen“ gewufft habe. Mein Frauchen kam mir und dem Kind dann auch direkt zur Hilfe und es war für alle Beteiligten O.K.
Ganz zum Schluss hat mein Frauchen einem ängstlichen 2-jährigen Mädchen dann auch noch ein Leckerlie in die Hand gedrückt, das es mir unter Aufsicht geben durfte. Da ich bestechlich bin, habe ich das Leckerlie dann auch ganz vorsichtig aus der Hand des kleinen Mädchens genommen. Da hat sich mein Frauchen gefreut. Und das kleine Mädchen war stolz wie Oskar und rannte mit den Worten „Hund füttert, Hund füttert, Hund füttert“ durch das ganze Haus und erzählte es freudestrahlend seiner Mama.
 
Haaach, was war das für ein aufregender Samstag und auch der Sonntag sollte noch etwas Aufregung für mich bereithalten.
 
Am Sonntag war in Lindlar nämlich „Der Tag des Hundes“. Da mein Herrchen und meine zweibeinigen Spielkameraden Fabian und Dominik gemeinsam zu einem Fussballspiel gefahren sind, hatten mein Frauchen und ich genügend Zeit, uns in Ruhe dem Tag des Hundes zu widmen. Dieser fand auf einem Reiterhof statt, wo von einer Lindlarer Hundeschule viele Sachen (Obedience, Dogdancing, Apportieren, Hüten u.v.m.) vorgeführt wurden. Außerdem gab es einige Ausstellungen und Informationsstände.
Da das Ganze gut besucht war, tummelten sich in der Zeit, in der wir dort waren schätzungsweise 80-100 Hunde (vom kleinen Terrier bis zur Dt. Dogge) auf dem Gelände.
Nicht einen Hund habe ich angebellt! Das einzige, was mein Frauchen nicht ganz so gut fand, war dass ich es mit Bellen aufgefordert hatte, mir noch mehr Leckerlies zu geben, als ich so brav neben ihr saß. Zwar kam dann direkt das Kommando „Still“, aber irgendwie war es doch zuuuu verführerisch, die Leckerlies einzufordern. Na ja, als mein Frauchen dann ein energisches Nein verlauten ließ und noch dazu mit dem Fuß aufstampfte, habe ich das Bellen doch lieber bleiben lassen.
Zum Glück konnte ich mir später noch ein paar Leckerlies verdienen. Auf dem Gelände war eine Holzrampe aufgebaut, bei der man zunächst eine Treppe hochgehen musste, dann kam ein Vorhang aus Blechdosen und später aus Flatterbändern, bevor es auf der anderen Seite auf einer Schräge wieder herunter ging.
Puh, die Dosen und Bänder waren anfangs schon ein wenig gruselig. Aber die Leckerlies waren dann doch verlockender und nach zweimaligem Üben bin ich die Rampe ohne Probleme in einem Rutsch hoch, durch die Dosen + Flatterbänder, und wieder runter gelaufen.
 
Na, was sagt ihr zu diesem Wochenende? Ich finde, ich habe das Ganze bravourös gemeistert und mein Frauchen ist derselben Meinung.
Ich bin mir natürlich sicher, dass es auch unter euch Lesern viele gibt, die sich genauso verhalten hätten.....aber selbstverständlich ist das noch lange nicht....

 

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 5. Geschichte Nr.3: Unheimliche Begegnung mit einem „Der-tut-nichts-Hund“:

 
Kennen Sie einen „Der-tut-nichts-Hund“? Mancherorts sind diese vierbeinigen Gesellen auch unter dem Namen „Das-hat-er-ja-noch-nie-getan“, „Dabei-ist-noch-nie-etwas-passiert“ oder „Der-will-doch-nur-spielen“ bekannt.
 
Eines kann ich Ihnen sagen: Seien Sie froh, wenn Sie solch einem Hund noch nicht begegnet sind! Ich hatte neulich nämlich dieses mehr als zweifelhafte Vergnügen. -Aber nun möchte ich die Geschichte lieber von Anfang an erzählen:
 
Neulich war ich mit meinem Rudel mal wieder in Warendorf. Und wie so oft in Warendorf, gingen wir den schönen Spazierweg an der Ems entlang. Da diese Strecke auch bei anderen Hunden und Menschen sehr beliebt ist, trifft man dort auch immer ganz viele Artgenossen. Bislang hatte ich auch noch keine schlechten Erfahrungen mit den Warendorfer Hunden machen müssen, außer dass viele Leute ihre Hunde einfach ungebremst auf jeden anderen Hund oder Menschen zustürmen lassen, was ich als Kromi ja nun gar nicht mag. -Aber das ist ein anderes unleidliches Thema, das vielerorts ein Problem für andere Hunde oder Spaziergänger darstellt.
 
Nun ja, wie gesagt gingen wir mal wieder an der Ems entlang. Da ich sehr folgsam und verträglich bin, darf ich auch immer ohne Leine laufen. Kommt uns ein angeleinter Hund entgegen, werde ich allerdings auch angeleint, denn man weiß ja nie, aus welchem Grund (Unverträglichkeit, Läufigkeit, Jagdtrieb) der andere Hund an der Leine ist. Außerdem meint mein Frauchen, dass es auch eine Frage der Rücksichtnahme gegenüber den anderen Hundehaltern ist.
 
Wenn uns ein unangeleinter Hund entgegenkommt, muss ich –ebenfalls unangeleint- bei Fuss gehen, bzw. in unmittelbarer Nähe meines Frauchens bleiben, damit mein Frauchen die Lage sondieren und die Situation unter Kontrolle behalten kann. Schließlich weiß man ja nie, wie der andere Hund drauf ist - vor allem auch dann, wenn ich es mir nicht verkneifen konnte, den entgegenkommenden fremden Vierbeiner aus der Ferne schon einmal kurz anzubellen....Oh je, ich schweife ab ;-) also zurück zur eigentlichen Geschichte....
 
Während unseres Emsspaziergangs begegneten wir wieder vielen anderen Menschen mit ihren Hunden und zunächst gab es keine besonderen Vorkommnisse. Irgendwann kam uns aber eine Frau mit 2 unangeleinten Hunden (einem dackelgroßen Mischlingshund und einem Airdale Terrier) entgegen.
 
Während der kleine Mischling brav neben seinem Frauchen hertrottete, kam uns der Airdale Terrier in geduckter Haltung und mit fixierendem (!) Blick entgegen. Der Terrier befand sich ungefähr 10 Meter vor seinem Frauchen, das keine Anstalten machte, den Hund zu sich zu rufen oder das Fixieren zu unterbinden.
 
Bei meinen Menschen gingen angesichts des fixierenden Hundes die Alarmlämpchen im Kopf an und der Airdale Terrier und sein Frauchen wurden von meinem Rudel sehr genau beobachtet, während ich „bei Fuss“ auf der von dem Terrier abgewandten Seite neben meinem Frauchen herging. Da das Frauchen von dem Airdale Terrier (noch immer ca. 10 Meter hinter dem Hund) weiterhin keine Anstalten machte, ihren Hund zu sich zu rufen oder uns zu warnen und zudem einen gelassenen Eindruck machte, waren meine Menschen zwar in „Hab Acht Stellung“, aber eben nicht darauf gefasst, was kurze Zeit später passieren sollte.
 
Genau in dem Moment als mein Rudel den unangeleinten Airdale Terrier passierte, stürzte dieser sich böse knurrend und zähnefletschend auf mich, und das, obwohl sich meine Menschen dazwischen befanden. In meinem ersten Schreck rannte ich erst einmal davon. Leider verfolgte mich der andere Hund. Ich hörte dann, wie mein Rudel mich zurückrief und die andere Frau aufforderte ihren wild gewordenen Airdale Terrier ebenfalls zu sich zu rufen.
 
Die andere Frau reagierte aber immer noch nicht, während ich –den tobenden Terrier im Schlepptau- zu meinen Menschen zurückrannte. Bei meinen Menschen angekommen, hielt ich an und der Terrier stürzte sich schnappend und knurrend auf mich. Ich schrie wie am Spieß vor lauter Angst.
 
Zum Glück war mein Rudel direkt bei mir und während mein Herrchen den Airdale Terrier am Halsband von mir runterzog (sein Frauchen stand übrigens immer noch tatenlos und stumm daneben), zog mein Frauchen mich gleichzeitig unter dem Terrier hervor. Das war zwar nicht ganz ungefährlich für meine Menschen, aber sie wollten mir unbedingt helfen.
 
Meine Leute haben den Terrier dann seinem Frauchen übergeben und mich erst einmal untersucht. Ich war von dem Zwicken des Terriers zwar ganz feucht, aber zum Glück hatte der nicht Durchgebissen, so dass ich nicht blutete.
 
Ich kann euch sagen: So sauer habe ich meine Menschen selten erlebt!!!  Sie machten dem Terrier-Frauchen ganz schöne Vorwürfe, weil sie es zugelassen hatte, dass der Terrier mich zunächst fixierte um sich dann unvermittelt auf mich zu stürzen. Das Schlimmste daran fanden meine Leute, dass das Airdale Frauchen, während der ganzen Zeit nichts, aber auch gar nichts, getan hatte, um die Situation zu verhindern, bzw. um den Hund von mir wegzubekommen.
 
Die Krönung war dann noch, dass das Airdale Frauchen sagte: „Mein Hund ist ja soooo dominant. Mal stürzt er sich auf andere Hunde und ein anders Mal eben nicht. Aber eigentlich macht er das ja nur, wenn der andere Hund sich nicht wehrt.“ Und dann weiter: „Dabei ist aber noch niiieeee etwas passiert. Eigentlich tut mein Hund gar nichts.“
Da blieb meinen Leuten fasst die Spucke weg und sie fragten, was denn noch alles passieren müsse, damit die „Dame“ einsehen würde, dass ihr Hund ein aggressives Verhalten zeige. Daraufhin folgte ein Achselzucken. Schließlich habe sie ja schon einmal einen Hundetrainer gefragt, aber mittlerweile sei das Verhalten ihres Hundes eben so und sie wisse auch nicht so richtig, wie sie das ändern sollte.
 
Meine Leute waren wie vor den Kopf geschlagen und gingen wütend und erschüttert zugleich weiter. Später trafen sie dann den Nachbarn der Eltern meines Frauchens, der ebenfalls einen Hund besitzt. Dieser erzählte meinen Leuten dann, dass der Airdale Terrier ein ortsbekannter Raufer sei. Auch die Reaktion von seinem Frauchen sei typisch gewesen.
Für mein Frauchen war dieses Gespräch der letzte Anlass dafür, den Vorgang dem Warendorfer Ordnungsamt zu melden, in der Hoffnung dass dieses das Frauchen von dem Terrier zur Vernunft bringen oder eine Leinenpflicht für diesen Hund verhängen würde, damit andere Hunde zukünftig vor solchen Erlebnissen geschützt werden können.
 
Warum ich diese Geschichte hier erzählt habe???
 
Erstens, weil ich verdeutlichen möchte, wie wichtig es ist, dass Hundehalter sich mit Hundeverhalten und –sprache auskennen. - Womöglich hat das Terrier-Frauchen noch nicht einmal gewusst, was Fixieren ist?!
 
Zweitens, weil ich verdeutlichen möchte, wie rücksichtslos und egoistisch das Verhalten von dem Terrier-Frauchen war.
 
Drittens, weil ich andere Hundehalter, die solche Erlebnisse hatten, ermutigen möchte, das zuständige Ordnungsamt einzuschalten, damit andere Hunde geschützt werden. Denn nur wenn solche Hunde von verschiedenen Vorfällen her amtsbekannt werden, können die entsprechenden Ordnungsämter etwas unternehmen.
 
Und viertens weil ich andere dazu bewegen möchte, ihren Hund nicht unkontrolliert auf entgegenkommende Menschen und ihre Hunde zulaufen zu lassen. Vor allem dann nicht, wenn es sich um unbekannte Menschen und Hunde handelt. Denn das gehört sich einfach nicht!!!
 
In diesem Sinne
Wuff Wuff
Eure Amelie
 

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