Autoimmunerkrankungen beim Kromfohrländer

 

1. Allgemeine Ausführungen

2.Kromfohrländer-Autoimmun-FAQ  

3. Was bedeutet die Rassedisposition für Autoimmunhämolytische Anämie (AIHA) und andere Autoimmunerkrankungen für die Kromfohrländer-Zucht?

4.Merkblatt zur Autoimmunhämolytischen Anämie (AIHA) bei Kromfohrländern

5. Berichte von betroffenen Hunden

6.Kromi-Krankentagebücher                       
 

Auf dieser Seite sind viele Informationen und Bilder zu diversen Autoimmunerkrankungen beim Kromfohrländer zusammengestellt. Da es sich hier um ergänzende Informationen handelt empfehlen wir zusätzlich auch die Ausführungen auf der Unterseite "Rund um die Gesundheit" zu lesen. Dort gibt es einen sehr ausführlichen Bereich zu Autoimmunerkrankungen beim Kromfohrländer und Hintergrundinformationen. Zu finden an dieser Stelle: Kromi-AI-Informationen                                                                                                                

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  1. Allgemeine Ausführungen als Ergänzung zu der Unterseite "Rund um die Gesundheit" 

Da es viele Kromfohrländerbesitzer gibt, die an ihren Hunden spezifische Krankheitsanzeichen für Autoimmunerkrankungen feststellen (z.B. kahle Schwanzspitzen, ausfallende Krallen, verkrustete Ohrränder, entzündete Lefzen und Rachen, wechselnde Lahmheiten etc.) und auf der Suche nach Hilfe sind, ist diese Unterseite speziell den Autoimmunerkrankungen (AI) beim Kromfohrländer gewidmet.

                             
                      (Alio -Happy- vom Rosenbach, Fellverlust im Gesicht, Depigmentierungen an Nase und Lefzen)

Viele der betroffenen Kromibesitzer, zu denen ich in den letzten Jahren Kontakt hatte, hatten schon etliche Tierarztbesuche hinter sich und lange Zeit versucht, herauszufinden unter was für einer Krankheit ihr geliebter Vierbeiner leidet, zumal es auch viele Neuzüchter gibt, die sich mit den Autoimmunerkrankungen nicht auskennen, der RZV eine Rassdispostion für AI negiert und manch alter Züchter dieses Thema gerne bagatellisiert.

                           
                       (Alio -Happy- vom Rosenbach, Hautprobleme, ausfallende Krallen, Nagelbettentzündungen)

Die nachfolgenden Ausführungen sollen auf meinen  allgemeinen Informationen zu Autoimmunerkrankungen (zu finden hier:Autoimmunerkrankungen / Hautveränderungen ) aufbauen und zusätzliche Informationen liefern. Auch soll diese Seite durch Erfahrungsberichte betroffener Kromibesitzer ergänzt werden.

Des Weiteren möchte ich an dieser Stelle auf unser Forum für die Besitzer autoimmunkranker Kromfohrländer hinweisen. Das "AI-Forum" dient dem Erfahrungsaustausch über Behandlungsmethoden und Ernährungstipps sowie der gegenseitigen moralischen Unterstützung. Das AI-Forum ist unter dem folgenden Link erreichbar http://www.carookee.de/forum/autoimmun

Auch in unserem Kromfohrländer-Forum http://www.kromfohrlaender-forum.de bekommen Sie Hilfe und Kontakt zu anderen Kromi-Besitzern.

                         
                        (Elektra vom Isarflimmern, kahle Schwanzspitze, ausfallende Krallen, Lahmheiten)

 

Betroffene Kromfohrländer-Besitzer können mir auch gerne eine Mail an die folgende E-Mail-Adresse schicken:    familienkromi@web.de . Ohnehin bin ich immer sehr dankbar dafür, wenn mir erkrankte Kromfohrländer gemeldet werden, denn dies hilft mir, auch anderen betroffenen Kromi-Besitzern zu helfen.

 

Ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, dass gerade kahle Schwanzspitzen beim Kromfohrländer ein ernstzunehmender Hinweis auf Autoimmunerkrankungen sind. Oftmals wird in dem Zusammenhang auch eine Vaskulitis (autoimmune Gefäßerkrankung) oder Schilddrüsenunterfunktion (SDU) diagnostiziert, wobei auch die  SDU in der Regel auf eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen ist, im Rahmen derer sich das Schilddrüsengewebe abbaut. So erschreckend es klingen mag, aber bislang hat jeder mir bekannte Kromfohrländer mit einer kahlen Schwanzspitze früher oder später auch weitere Symptome einer Autoimmunerkrankung entwickelt (eine Auflistung der Symptome findet man hier: Autoimmunerkrankungen / Hautveränderungen  ).

So sehen die kahlen Schwanzspitzen im Anfangsstadium aus:

     

Im Anfangsstadium müssen die Haare am Schwanzende zunächst noch zurückgezogen werden, um die kahle Schwanzspitze zu entdecken. Später weitet sich die kahle Stelle aus und ist oftmals mit wiederkehrenden Entzündungen und Blutungen verbunden.

Viele Kromfohrländer leiden auch unter Polyarthritis, die sich oftmals im Alter ab ca. 3-5 Jahren mit Lahmheiten und Gelenkproblemen äußert und mit Arthrose einhergehen kann. Nach meinem persönlichen Eindruck sind hiervon die Glatthaar-Kromfohrländer stärker betroffen als die Rauhaar Kromfohrländer. Der Arthrose und Polyarthritis ist an dieser Stelle ein Bereich auf meiner Hompage gewidmet.

                       (Aysha von der Heidehummel mit geschwollenen Carpalgelenken und deformieten Beinen)

Leider wissen viele Tierärzte nicht, dass bei den Kromfohrländern eine genetische Disposition für Autoimmunerkrankungen besteht, so dass sie gar nicht erst darauf kommen, dass eine AI vorliegen könnte und vermuten, dass es sich um eine Allergie, Bakterien oder Pilzbefall handelt. Bei Junghunden wird oftmals zunächst eine juvenile Zellulitis angenommen, die jedoch auf ein Lebensalter von 1-4 Monate begrenzt ist. So bekam z.B. eine mir bekannte Kromfohrländerbesitzerin erst nach einer Odyssee durch verschiedene Tierartzspraxen beim 6. Tierarzt die Diagnose auf AI.

                           
            (Brody van Machanned als Junghund mit gesunder Rute -oben- und mit kupierter Rute -unten-)

Leider wird die AI-Problematik durch einige Züchter und Deckrüdenbesitzer "klein geredet". Ob aus Unwissenheit (da Kromfohrländerzucht Hobbyzucht ist und sich nicht jeder Züchter mit Verwandtschaftslinien und Krankheiten auskennt) oder aus Absicht (z.B. um die eigene Linie "sauber zu halten" und die Welpenkäufer zu beruhigen) sei dahin gestellt. Teilweise wird in diesem Kontext auch versucht, Personen, die offen über Krankheiten reden und Aufklärungsarbeit leisten, als unglaubwürdig darzustellen und kurzum zur "Persona non grata" zu erklären. Der Vorwurf lautet, dass man durch das Berichten über die gesundheitlichen Probleme die ganze Rasse krank reden würde. Ich finde es den Kromis, ihren Besitzern und auch den Interessenten gegenüber fairer und hilfreicher, wenn man auch über Krankheiten offen redet.

                  
(Basta-Franklin vom Kreuzviertel, * 11.04.2011, erkrankte 5-jährig an AI mit Lahmheiten, Röcheln und Museklschwund)

In diesem Zusammenhang mit dem Runterspielen von Gesundheitsproblemen hat mich besonders das Schicksal eines Junghundes berührt, der im Alter von knapp 4 Monaten eingeschläfert werden musste, da einfach alles an ihm entzündet war und er nachts vor Schmerzen geschrieen hat. Wie krank der Hund war, kann man den nachfolgenden Fotos entnehmen .Bei den rosa farbenen Stellen an Nase und Lefzen, die im gesunden Zustand schwarz sind, handelt es sich um Pigmentverluste und Entzündungen. Auch Augen, Krallenbetten, Penis und After dieses kleinen Rüden waren entzündet. Teilweise vereitert. Den Besitzern gegenüber wurde aus Züchterkreisen gesagt, dass es sich um "einen bedauerlichen Einzelfall" handeln würde. Im Nachhinein wurde des Weiteren aus denselben Züchterkreisen behauptet, dass der arme Kerl "von den Besitzern zu Tode geimpft worden" sei. Solche Aussagen aus Züchterkreisen sind schon sehr bezeichnend und wirklich schlimm und erschreckend! Die Schwester von Caldis Mutter starb 3,5-jährig an AIHA und die Schwester des Vaters (Arella Castillo Monte Bensi) erkrankte ebenfalls ab dem Alter von 3 Jahren an AI und verstarb daran knapp 10-jährig.  Ein weiterer Halbbruder "Brody van Machanned" ist ebenfalls an AI erkrankt. Die verwandtschaftlichen Zusammenhänge sind also durchaus nachvollziehbar.


(Caldi van Machanned)
 
     
 
   

Allerdings möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es auch Züchter mit viel Hintergrundwissen gibt, welche die AI-Problematik nicht bagatellisieren.  Diese Züchter stehen ihren Welpenkäufern in der Regel ein ganzes Hundeleben lang bei auftauchenden Problemen zur Seite.

                          
             (Entzündeter Daumenballen mit Nekrosen im September 2017 bei dem 9-jährigen Brody van Machanned)

Sollten Sie die besagten Symptome bei Ihrem Kromfohrländer feststellen, so sollten Sie sich mit einem Züchter ihres Vertrauens in Verbindung setzen. Wer zu seinem Züchter keinen Kontakt mehr hat oder ihm in dieser Hinsicht nicht vertraut, kann sich auch gerne an die mit mir befreundete Züchterin Dorothee Klein (Zwinger vom Cronewaldstollen) oder an mich wenden.

Sollten Sie diese Unterseite mit einem Erfahrungsbericht bereichern wollen oder Hilfe benötigen, so können Sie mir diesen Bericht gerne per E-Mail unter
familienkromi@web.de

zukommen lassen. Des Weiteren ist es für mich immer sehr hilfreich, wenn mir betroffene Kromi-Besitzer Informationen zu ihrem erkrankten Kromfohrländer zukommen lassen, damit ich auch anderen Kromi-Besitzern, die ggfs. einen Hund haben, der mit dem erkrankten Hund verwandt ist, weiterhelfen kann.


    
(Caldi van Machanned *11.06.2010, gestorben im Alter von 4 Monaten an AI, die Schwester seines Vaters Amado -Arella von Castillo Monte Bensi- verstarb 2017 10-jährig an AI. Bei Arella von Castillo Monte Bensi war die AI im Alter von 4 Jahren ausgebrochen. Die Schwester von Caldis Mutter Britt -Beau van Machenned- verstarb im Alter von 3,8 Jahren an AIHA)

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2. Kromfohrländer-Autoimmun-FAQ 

Die nachfolgenden Aufzählungen sollen lediglich einen Kurzüberblick über Autoimmunerkrankungen bei Kromfohrländern geben. Für eine umfassende Information empfehlen wir die Lektüre der ausführlichen Artikel auf der Unterseite „Rund um die Gesundheit

                           
                               (Haarausfall rund um die Augen bei einem betroffenen Kromfohrländer-Rüden)

  1. Gibt es Zuchtlinien bei den Kromfohrländern, die komplett frei sind von Autoimmunerkrankungen?
    Nein! Bei allen Kromfohrländern finden sich mal näher und mal weiter entfernt verwandte Hunde, bei denen Autoimmunerkrankungen vorgekommen sind. Genau aus diesem Grunde ist eine sorgfältige Paarungszusammenstellung und Analyse der in der Verwandtschaft vorgekommenen Krankheiten sehr wichtig.

     

  2. Was sind die Symptome einer Autoimmunerkrankung?
    Die Symptome sind vielschichtig. Häufiger kommen bei Kromfohrländern kahle Schwanzspitzen und Ohrränder, ausfallende Krallen und Nagelbettentzündungen, wechselnde Lahmheiten, Muskelschwund, Megaösophagus, Pigmentverluste, Entzündungen von Maul, Rachen und Schleimhäuten, Pusteln auf der Haut sowie autoimmune Schilddrüsenunterfunktionen und autoimmune Bluterkrankungen mit Zerstörung der roten Blutkörperchen bzw. Nasenbluten / Einblutungen unter der Haut (autoimmunhämolytische Anämie & Thrombozytopenie) vor.


                      
                     (Entzündungen im Maul und auf der Zunge sowie heftige Zahnsteinbildung)

  3. Welche Diagnosemöglichkeiten stehen zur Verfügung?
    -ANA-Test
    -Coombs-Test
    -Bestimmung der Rheumafaktoren

    -
    Acetylcholin-Rezeptoren-AK Test
    -Biopsien
    -Gelenkpunktionen
    -diagnostische Ausschlusstherapie mittels Cortison

           
    (deformierte Vorderläufe bei Polyarthritis)               (Krallenentzündungen bei SLO)

  4. Was ist vor den Tests zu beachten?
    Die Tests sollten während eines akuten Krankheitsschubs durchgeführt werden und der Hund sollte noch kein Cortison bekommen haben.

     

  5. Besagt ein negatives Testergebnis, dass mein Kromi keine AI hat?
    Leider nein! Die Tests schlagen oftmals nicht an. Ist das Testergebnis hingegen positiv kann man bei vorliegenden AI-Symptomen in der Regel auch davon ausgehen, dass tatsächlich eine Autoimmunerkrankung vorliegt. Falsch positive Tests sind mir bei den Kromfohrländern bislang in keinem einzigen Fall bekannt, währenddessen falsch negative Tests regelmäßig zu verzeichnen sind. Daher bitte nicht die Augen vor einem erhöhten ANA-Titer bzw. AI-Symptomen verschließen! Je früher der Hund richtig behandelt wird, desto besser.


    (Arella von Castillo Monte Bensi, erkrankte im Alter von 3 Jahren an AI - Vaskulitis - SLE - Megaösophagus, gestorben 2017  mit 10 Jahren. Das nebenstehende Bild zeigt Arellas Schwanzspitze kurz vor der Amputation)

  6. Welche sonstigen Diagnosen werden bei Autoimmunerkrankungen gestellt?
    Bevor eine AI erkannt wird, werden oftmals zunächst Allergien und Sekundärinfektionen wie Milbenbefall (z.B. Demodex, Sarcoptes) oder Pilzerkrankungen diagnostiziert. Des Weiteren schlagen oftmals Anaplasmose- und Borreliosetests positiv an.

              
              (Ohrrandnekrosen und Wunden im Ohr eines betroffenen Kromfohrländers)

  7. In welchem Alter bricht eine AI bei Kromfohrländern aus?
    Die AI kann in JEDEM Alter ausbrechen. Besonders häufig scheinen Autoimmunerkrankungen bei Kromfohrländern im mittleren Lebensalter zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr auszubrechen. Bricht eine AI bereits im Welpenalter aus, so ist der Krankheitsverlauf oftmals leider besonders heftig.
     

  8. Mein Kromi hat eine AI-Diagnose bekommen - und nun?
    Zunächst einmal: Keine Panik! Sofern es sich nicht gerade um eine besonders aggressive Form der AI handelt ist, kann eine Autoimmunerkrankung gut behandelt werden. Liegt jedoch eine autoimmunhämolytischen Anämie, Thrombozytopenie oder autoimmune Hepatitis vor, besteht akute Lebensgefahr und es ist sehr schnelles Handeln erforderlich. Der Hund sollte unbedingt in einer versierten Tierklinik behandelt werden und Infusionen bekommen.


                       
    (Solche Schaumstoffkragen sind für die meisten Kromis angenehmer zu tragen als die herkömlichen Plastikkragen)

  9. Wie werden Autoimmunerkrankungen behandelt?
    Die Mittel der Wahl sind i.d.R. Cortison und Immunsuppresiva wie Azathrioprin oder Cyclosporin. Gerade bei heftigen Krankheitsverläufen und starken Beeinträchtigungen der Lebensqualität sollte man sich vor der Vergabe dieser Mittel auch nicht scheuen. Es gibt viele Kromis, denen diese Medikamente das Leben gerettet haben. Bei schwächeren Krankheitsverläufen kann auch gut naturheilkundlich bzw. mit diversen Hausmittelchen geholfen werden. Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates kann zudem mit Physiotherapie gut geholfen werden.


                      
                        (Charly -Deibel- von der Heidehummel bei der Physiotherapie)

  10. Was ist bei der Cortisonvergabe zu beachten?
    Autoimmunerkrankungen werden i.d.R. mit einer Dosis von mindestens
    2-3mg/kg Körpergewicht behandelt. Die individuelle Dosis richtet sich nach der Art und Schwere der Autoimmunerkrankung und danach wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Bei Polyarthritis steht die Dosis in Abhängigkeit zum ermittelten Rheumafaktor. Eine zu niedrige Dosis schlägt bei Autoimmunerkrankungen vielfach nicht an.
    Das Cortison sollte morgens verabreicht werden und erst dann ausgeschlichen werden, wenn sich der Gesundheitszustand des Hundes wieder stabilisiert hat. Bei einem zu frühen Absetzen sowie einer zu geringen Dosis, bekommen viele Kromfohrländer wieder einen Krankheitsschub. Sobald der Hund weitestgehend symptomlos ist, kann das Cortison langsam ausgeschlichen werden. Bei manchen Hunden ist jedoch eine lebenslange Erhaltungsdosis erforderlich.
    Damit es zu keinen Magenblutungen und sonstigen Beeinträchtigungen des Verdauungstraktes kommt, wird zusätzlich ein Magenschutzpräparat (z.B. Omeprazol) empfohlen.

  11. Welche Nebenwirkungen treten bei Cortison auf?
    Die bei den Kromis am meisten beobachteten Nebenwirkungen sind vermehrter Hunger und vermehrtes Trinken, Fellverlust, Trägheit, Lethargie und Inkontinenz. Nach dem Absetzen des Cortisons verschwinden die Nebenwirkungen relativ schnell wieder.

                     
       (Wunde offene Schwanzspitzen können mit Kanülen von umgedrehten Spritzen geschützt werden)

  12. Welche Lebenserwartung haben an AI erkrankte Kromfohrländer?
    Die Lebenserwartung hängt von der Art und Schwere der Autoimmunerkrankung ab und auch davon wie schnell die Autoimmunerkrankung als solches erkannt und richtig behandelt wird. Je früher man eine vorliegende Autoimmunerkrankung erkennt, desto besser. Auch das Alter, in dem die AI ausbricht, spielt eine große Rolle. Bricht die AI bereits in den ersten Lebensmonaten aus, versterben die betroffenen Kromfohrländer leider oftmals recht jung. Bei einem Ausbruch im mittleren oder späteren Lebensabschnitt können die betroffenen Hunde bei der richtigen Behandlung auch ein hohes Lebensalter erreichen. Mir sind AI-kranke Kromfohrländer bekannt, die durchaus auch 15 Jahre alt geworden sind.

                 
          ( Pelmondo erkrankte nach einer Kastration 8-jährig an AI und wurde 15,5 Jahre alt )

  13. Was kann ich persönlich tun, um mitzuhelfen zukünftigen Kromfohrländer-Generationen dieses Schicksal zu ersparen?
    Ganz wichtig ist, dass die Krankheit dem Züchter und auch dem jeweiligen Zuchtverband bekannt wird. Melden Sie daher die vorliegende Erkrankung bitte umgehend an ihren Züchter und zusätzlich an Ihren zuchtbuchführenden Verein. Nur so kann die vorliegende Disposition für AI bei zukünftigen Verpaarungen berücksichtigt werden. Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn Sie mir unter der E-Mail-Adresse familienkromi@web.de ebenfalls eine Information zu der vorliegenden Erkrankung Ihres Hundes zukommen lassen würden, damit ich auch anderen betroffenen Kromfohrländer-Besitzern weiterhelfen und Kromfohrländer Züchtern beratend zur Seite stehen kann. Für den Austausch mit anderen Betroffenen Kromi-Besitzern steht zudem das nicht öffentliche AI-Forum unter dem Link http://www.carookee.de/forum/autoimmun zur Verfügung. Auch in unserem ProKromi-Forum können sich Interessierte über Krankheiten beim Kromfohrländer austauschen: http://www.carookee.de/forum/prokromi
     

                             
           (Bei diesem Kromi-Welpen begann die AI schon sehr früh mit Depigmentierungen an Lefzen und Nase)

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3.Was bedeutet die Rassedisposition für Autoimmunhämolytische Anämie (AIHA) und andere Autoimmunerkrankungen für die Kromfohrländer-Zucht? 

Langjährige kritische Züchter, Einkreuzbefürworter und Kenner der „Kromi-Szene“ weisen schon seit vielen Jahren besorgt darauf hin, dass der Kromfohrländer ein inzuchtbedingtes Autoimmun-Problem hat, jedoch wird dieses Problem nicht zuletzt aus Sorge vor zurückgehenden Welpen-Verkaufszahlen durch den Rassezuchtverein der Kromfohrländer -RZV- und einige seiner Züchter gerne klein geredet und von „bedauerlichen Einzelfällen“ gesprochen.

   
(Colja -Pauli- von der Aragorner Höhle - verstarb 9-jährig im Oktober 2016 innerhalb 48 Stunden an AIHA und Thrombozytopenie)

Unter dem Datum vom 10.08.2016 wurde eine Dissertation zur primären und sekundären hämolytischen Anämie bei Hunden veröffentlicht, bei der mittels aus den Jahren 2006 – 2012 vorliegender Patientendaten der Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität aus Gießen auch Kromfohrländer mit einbezogen wurden. In der Dissertation wird eine Rassedisposition des Kromfohrländers für diese Erkrankung erwähnt. Es wird angeführt, dass die Kromfohrländer (sowie der Berger de Picardie und der Entlebucher Sennenhund) statistisch gesehen "signifikant häufiger" an AIHA erkranken würden als andere Hunderassen. Allerdings ist diese Aussage in der Dissertation dahingehend zu relativieren, dass keine flächendeckenden Daten vorlagen. Auch wurden nur wenige Kromfohrländer in die Studie einbezogen, so dass diese Studie nicht repräsentativ ist und von dem RZV zum Anlass genommen wird, im Umkehrschluss eine Rassedisposition sowohl für AIHA, als auch für jegliche anderen Autoimmunerkrankungen grundsätzlich zu negieren, da der "Doktorvater" der Dissertation auf Nachfrage des RZV angibt, dass eine Rassedisposition anhand der Dissertation statistisch nicht bestätigt werden kann. Allerdings kann eine Rassedisposition durch die Dissertation unseres Erachtens nach auch nicht widerlegt werden. Denn wenn man die Dissertation alleine für eine Negierung zugrunde legt, lässt man völlig außer Betracht, dass es eine Vielzahl von an AI erkrankten Kromfohrländern gibt, die in die Dissertation nicht einbezogen wurden.

Der genaue Wortlaut der Studie kann den nachfolgenden Screenshots entnommen werden:


   

 

Die Komplettfassung der Dissertation ist unter dem folgenden Link zu finden: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12216/pdf/ReithEva_2016_06_13.pdf

Es ist in der Tat so, dass es eine erkleckliche Anzahl an Kromfohrländern gibt, die an den Blut-Autoimmunerkrankungen (autoimmunhämolytische Anämie, Thrombozytopenie und Evans-Syndrom) sowie anderen Autoimmunerkrankungen erkranken, so dass es ein heißes Eisen sein dürfte, wenn ein Zuchtverein eine Rassedisposition verneint. Wir haben die österreichische Populationsgenetikerin Prof. Sommerfeld-Stur befragt, in welchen Fällen man von dem Vorliegen einer Rassedispotition für Erkrankungen sprechen kann und die folgende Auskunft erhalten, die wir hier mit ihrem Einverständnis veröffentlichen dürfen:

ZITAT Prof. Sommerfeld-Stur "<...>  Wenn man von einer Rassedisposition spricht, dann ist gemeint, dass eine bestimmte Erkrankung in einer Rasse immer wieder mal auftritt. Um von einer Disposition zusprechen braucht man keine große Statistik, da genügt es, wenn in einer Rasse Fälle auftreten.

Von einer Rasseprädisposition spricht man dann, wenn eine bestimmte Krankheit in einer Rasse signifikant häufiger auftritt als in anderen Rassen. Um Rasseprädispositionen festzustellen, braucht man daher repräsentative Stichproben der betroffenen Rasse und ebenso von anderen Rassen.

Für die Praxis macht es im Grund keinen Unterschied. Denn wenn eine Erkrankung in einer Rasse nicht nur vereinzelt auftritt und wenn noch
dazu bei den erkrankten Tieren <....> verwandtschaftliche Beziehungen vorliegen, dann hat die Rasse ein Problem, das züchterisch berücksichtigt werden sollte.
" ZITAT Ende

Verwandtschaftliche Zusammenhänge

(Aimée-Ginger vom Kreuzviertel *28.03.2009, bekam ab 2013 -ebenso wie ihr Vater Ayko vom glatten Kiesel- Arthrose, erkrankte Anfang 2016 an AIHA und Anfang 2017 erblindete Ginger als Nebenwirkung der Medikamente. Gingers Schwester Antu litt seit einigen Jahren an der AI Morbus Addison und verstarb im Februar 2017 an AIHA. Eine weitere Schwester -Amira vom Kreuzviertel- hat die Autoimmunerkrankung Pemphigus - leider keine Einzelfälle.) Ginger hat auch eine eigene Homepage: https://www.kromis-von-der-deichkrone.de/


In der Dissertation wird auch ausgeführt, dass Hunde (egal welcher Rasse) meistens im mittleren Alter an AIHA erkranken. Interessant sind weiterhin die Ausführungen, dass Krebserkrankungen, Borrelliose und Anaplasmose oftmals im Zusammenhang mit der AIHA festgestellt werden, wobei man wissen muss, dass eine große Anzahl an Hunden ohnehin einen positiven Anaplasmose-Titer hat, ohne jemals daran zu erkranken. Eine Gegebenheit, die wir in den letzten Jahren auch schon im AI-Forum heraus gearbeitet haben.


(Amali von der Erbacher Brücke, *16.05.2009, erkrankte 7,5-jährig im Januar 2017 an AIHA, es geht ihr dank einer guten Einstellung auf Cyclosporin und Cortison momentan sehr gut)

Leider hat die Praxis im AI-Forum gezeigt, dass viele Kromfohrländer oftmals nur auf Borrelliose und Anaplasmose behandelt wurden und frühzeitig verstarben, weil sie statt mit dem bei Autoimmunerkrankungen erforderlichen hochdosierten Cortison ausschließlich mit Antibiotika behandelt wurden. Der Grund liegt u.a. darin, dass viele Tierärzte und Kromibesitzer die Rassedisposition der Kromfohrländer für Autoimmunerkrankungen nicht kennen und sich viele Züchter und Hundebesitzer zudem an den Strohhalm klammern, dass es doch keine AI ist. Leider kommt dadurch die Hilfe für manch einen Kromfohrländer zu spät....


(Archibald bi de Uihlenstraat, erkrankte 4-jährig an Myositis und bekam später auch noch AIHA, verstarb 8-jährig im Jahr 2014 an der AIHA)

Viele „Anaplasmose-Fälle“ ziehen sich wie ein roter Faden durch bestimmte Kromfohrländer-Linien, in denen Großeltern, Elternteile oder Geschwister betroffener Tiere nach kurzer, schwerer Erkrankung plötzlich verstarben. Betrachtet man diese Linien genauer, so sind im näheren verwandtschaftlichen Umfeld diverse Autoimmunerkrankungen zu finden. Leider wurden in der Vergangenheit auch Zuchttiere mit vorangegangenen Anaplasmose-Diagnosen eingesetzt, nachdem der Anaplasmose-Titer wieder im Normbereich ist. Kurioserweise erkranken Nachkommen dieser Hunde dann ebenfalls an Anaplasmose. Ein Schelm, wer böses dabei denkt oder zynisch von „erblicher Kromfohrländer-Anaplasmose“ spricht.

In der o.g. Studie wurde zudem bei 35% der AIHA-Fälle ein Systemischer Lupus (SLE) festgestellt. Auch lag gleichzeitig zur Anämie oft eine Thrombozytopenie bzw. das Evans Syndrom vor. Alles Diagnosen, die wir auch von den Kromfohrländern kennen.

Der Grund für die genetische Disposition für eine AIHA wird in der genetischen Verarmung / Inzucht sowie in zu scharfer Selektion bei bestimmten Hunderassen gesehen, wie man dem nachfolgenden Screenshot entnehmen kann.

Dies sind Aussagen, die zum Einkreuzen ermutigen sollten, denn nur so bekommt man wieder eine größere genetische Vielfalt in die Kromfohrländer.

Da die Studie auch diverse andere Rassen aufführt, bei denen ebenfalls eine genetische Disposition für hämolytische Anämien vorliegt, sollte dies zu großer Achtsamkeit bei Einkreuzprojekten ermahnen, denn neben der genetischen Verarmung des Kromfohrländers sind auch verwandtschaftliche Häufungen in dem familiären Umfeld der Paarungspartner zu berücksichtigen, so dass den Züchtern auf jeden Fall bekannt sein sollte, welche Krankheiten bei Eltern, Großeltern, Geschwistern und andere Verwandten der Zuchttiere aufgetreten sind.

Des Weiteren ist es sehr wichtig bei der Rasseauswahl für Einkreuzprojekte darauf zu achten, dass nicht bei beiden Rassen, genetische Dispositionen für dieselben Krankheiten (Epilepsie, Cystinurie, Autoimmunerkrankungen etc.) gehäuft auftreten, denn sonst ist nichts gewonnen.

Auch bei den reinrassigen Verpaarungen muss genauestens hingeschaut werden. Es nützt nichts, Verpaarungen nur nach den Epi-Werten und dem Verwandtschaftsgrad zusammenzustellen, denn auch die anderen Parameter müssen zwingend berücksichtigt werden – vor allem auch im Hinblick auf Autoimmunerkrankungen. Sofern in der Zuchtlinie der Hündin in näherer Verwandtschaft (insbesondere bei Großeltern, Eltern und / oder Vollgeschwistern) AI vorkommt, sollte sie mit einem Partner zu verpaart werden, bei dem das Umfeld besser aussieht. Und so muss man sich bei der Zuchtplanung von Rüde zu Rüde durcharbeiten bis man eine reinrassige Verpaarung gefunden hat, mit der man einigermaßen gut leben kann. Gänzlich ausschließen kann man die Risiken leider nie, da es keine einzige komplett AI-freie Kromfohrländer-Linie gibt. Aber man kann zumindest versuchen, „Häufungen“ zu vermeiden. Und da sitzen freilich alle Züchter, die reinrassige Kromfohrländer züchten, unabhängig von ihrer Vereinsangehörigkeit in demselben Boot.

                               
                          (Elice vom Cronewaldstollen, * 25.07.2013, erkrankte im April 2016 an AIHA)

Was bei der Zuchtplanung jedoch auch noch sehr wichtig erscheint, ist, dass nicht 2 sehr junge Kromis, die vielleicht gerade einmal ihren ersten Wurf bekommen und möglicherweise auch noch AI in der näheren Verwandtschaft haben, miteinander verpaart werden. Solche Wurfplanungen erscheinen mir doch recht riskant zu sein. Besser ist es grundsätzlich auf eine junge Hündin einen älteren Rüden zu setzen.

Auch für Einkreuzprojekte ist klar, dass ab der F2-Generation mit dem zunehmenden Kromi-Anteil auch wieder die Kromi-spezifischen Schadgene vermehrt aufeinander treffen. Es kann eben nicht in kurzer Zeit alles das wieder gerade gebogen werden, was sich in Jahrzehnten massiver Inzucht manifestiert hat. Da jedoch dringend etwas getan werden muss und wir dies für den einzig gangbaren Weg halten, sind wir aus Überzeugung Mitglied in dem Zuchtverein ProKromfohrländer e.V., in dem neben der Reinzucht ein Einkreuzprojekt mit dem Dansk-Svensk-Gardhund durchgeführt wird, der auf eine große genetische Varianz zurückblicken kann
.

Als Abschluss sei für alle, die sich bis zum Ende durch diesen langen Text gekämpft haben, aber auch angemerkt, dass es hier mitnichten darum geht die Kromfohrländer krank zu reden, wie uns gerne unterstellt wird. Es gibt auch etliche Kromfohrländer, die bis ins hohe Alter gesund, verspielt und fit sind. Auch sind die Kromis eine äußerst tolle und liebenswerte Rasse, denn sonst gäbe es nicht so viele Kromi-Fans und auch nicht meine Familienkromi-Homepage. Nichtsdestotrotz muss man den Tatsachen auch im Hinblick auf AI ins Auge schauen, Interessenten ehrlich und behutsam aufklären und die Probleme nicht weiter von sich weg schieben. In diesem Sinne wünsche ich allen, dass sie unbeschwert ein langes, gesundes Kromi-Leben mit ihrem vierbeinigen Gefährten verbringen dürfen :-)

Gerne dürft Ihr Euch auch in unserem Kromi-Forum weiter mit uns über das Thema austauschen oder uns Anmerkungen in unser Gästebuch  schreiben. Sehr dankbar sind wir insbesondere, wenn uns erkrankte Kromfohrländer per E-Mail an familienkromi@web.de  gemeldet werden, damit wir erkrankten Hunden helfen und uns in unserem Zuchtverein weiterhin für die Zucht gesunder Kromfohrländer einsetzen können. Die Meldungen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

                                                            
                                                          (Unsere Amelie auf der Tierarztwaage)   

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4. Merkblatt zur Autoimmunhämolytischen Anämie (AIHA) bei Kromfohrländern

Das nachfolgende Merklatt  haben wir im April 2017 erstellt, nachdem sich seit Mitte 2016 die Meldungen von an AIHA erkrankten Kromfohrländern bei uns häuften. Insgesamt erfuhren wir in dem Zeitraum von 7 neu an AIHA erkrankten bzw. verstorbenen Kromfohrländern. Eine weitere 8. Kromi-Hündin erkrankte bereits im Januar 2016. Bei zwei Kromis lag gleichzeitig eine Thrombozytopenie vor bzw es wurde das Evans-Syndrom diagnostiziert. Fast alle Kromfohrländer-Besitzer wussten nichts davon, dass die Kromfohrländer eine Rassedisposition für AI haben, weil sie von ihren Züchtern nicht aufgeklärt worden waren. Gute Aufklärung kann jedoch definitiv Kromi-Leben retten und den Besitzern viel Leid ersparen.

                              
                           (Elice vom Cronewaldstollen, * 25.07.2013, erkrankte im April 2016 an AIHA)
 

Wir wünschen uns daher, dass dieses Merkblatt, das wir auch als Download zur Verfügung stellen, vereinsübergreifend auf möglichst vielen Kromfohrländer-Homepages veröffentlicht wird. Gerne darf es auch ausgedruckt und zu Welpenmappen hinzugefügt oder auf Spaziergängen verteilt werden. Das Merkblatt wurde von mir auch dem RZV zur freien Verfügung zugesandt; eine Veröffentlichung wurde seitens des RZV jedoch nicht gewünscht, da dieser eine Rassedisposition für Autoimmunerkrankungen beim Kromfohrländer in Abrede stellt. Des Weiteren gab es großen Ärger mit einigen Züchtern, die befürchteten, dass die Rasse dadurch schlecht geredet wird oder Welpenkäufer abgeschreckt werden könnten. Wir finden das sehr schade, denn dies ist nicht die Zielsetzung unseres Merkblattes. Vielmehr soll das Merkblatt Kromi-Besitzer für diese Krankheit sensibilisieren und schnelle Hilfe bieten. Das Merkblatt haben wir inhaltlich von der Populationsgenetikerin Frau Sommerfeld-Stur überprüfen lassen.

                                            
(Jule vom Strithorst, * 08.05.2012, 4-jährig gestorben am 23.02.2017 an AIHA und der in dem Zusammenhang aufgetretenen Lungenembolie)

Betroffene Kromibesitzer können uns gerne unter familienkromi@web.de kontaktieren.

Die Datei steht unter dem folgenden Link auch als Download (PDF-Datei) zur Verfügung:  PDF_Merkblatt Augoimmunhämolytische Anämie (AIHA) bei Kromfohrländern 

  Download   Download

    Antu vom Kreuzviertel, * 28.03.2009 erkrankte mit ca. 3 Jahren an Morbus Addison. Im Februar 2017 verstarb sie 7-jährig an AIHA.

Merkblatt zur Autoiummunhämolytischen Anämie (AIHA)

bei Kromfohrländern

 

(Erstellt im April 2017)

Vorwort:

 

Dieses Merkblatt soll weder Panik verbreiten, noch die Rasse insgesamt krank reden, denn es gibt auch viele Kromfohrländer, die gesund alt werden. Dennoch ist eine Sensibilisierung von Kromfohrländer-Besitzern und Züchtern absolut notwendig, da sich gerade in der letzten Zeit die Meldungen von Kromfohrländern, die im Alter zwischen 5-9 Jahren an autoimmunhämolyischer Anämie (AIHA) erkrankten und im schlimmsten Fall innerhalb von nur 48 Stunden bis 7 Tagen daran verstarben, häuften. Leider werden viele Kromi-Besitzer von dieser Krankheit eiskalt erwischt und regelrecht überrollt, da sie mangels Aufklärung nicht wissen, dass bei den Kromfohrländern eine Rassedisposition für diese Erkankung besteht und es auch keine Zuchtlinie gibt, die gänzlich frei von diversen Autoimmunerkrankungen ist.

 

Schnelle Hilfe und das Wissen um die Krankheit können bei einer AIHA jedoch definitiv das Leben der betroffenen Hunde retten, denn eine AIHA kündigt sich mitunter Tage oder Wochen vorher schleichend an. Auch gibt es Fälle, in denen bei betroffenen Kromis bereits eine andere AI (z.B. SLE, Myositis, Morbus addison) diagnostiziert worden war und eine AIHA im Laufe der nachfolgenden Jahre oder Monate hinzukommt. Es ist folglich sehr wichtig, genau zu wissen wie sich eine AIHA bei unseren Kromfohrländern äußert und worauf man seinen Tierarzt bei entsprechenden Symptomen hinweisen sollte. Viele Haustierärzte können die Anzeichen -vor allem dann wenn sie noch nicht sehr ausgeprägt und diffus sind- nicht immer richtig deuten, da die Kromfohrländer eine recht seltene Rasse sind und vielen Tierärzten deren Rassedisposition für Autoimmunerkrankungen nicht bekannt ist. Dies verwundert jedoch nicht, denn die meisten Züchterseiten beinhalten keinerlei Hinweise auf Krankheiten in der Rasse. Mehrere betroffene Kromi-Besitzer haben jedoch bestätigt, dass genau dieses Wissen und ihre Hinweise auf die AIHA in der Rasse ihren Hunden letzten Endes das Leben gerettet hat, weil die Kromis sehr schnell entsprechend behaldelt wurden.

 

Mögliche erste Anzeichen:

 

Die autoimmunhämolytische Anämie kommt oft „wie angeflogen“ und nimmt sehr schnell einen äußerst dramatischen Verlauf. Manchmal macht sich eine AIHA jedoch auch-wie mehrere Kromi-Besitzer übereinstimmend berichteten- bereits einige Wochen oder wenige Tage vorher mit Erbrechen, Durchfällen, Mattigkeit, ausbleibender Läufigkeit oder auch mit unerklärlichen Fellverlusten (außerhalb von saisonalen oder läufigkeitsbedingten Fellwechseln) bemerkbar. Ebenfalls auffällig war bei einigen betroffenen Kromis, dass sie im Vorfeld kalkhaltige Wände annagten bzw. exzessiv an kalkhaltigen Böden leckten und besonders viel Erde fraßen. Erwähnenswert ist auch, dass die ersten Symptome nach körperlichem bzw. psychischem Stress bei den jeweiligen Kromis auftraten. So berichteten 2 Besitzer darüber, dass sie ihren Hund zu einer Urlaubsbetreuung gegeben hatten. Eine weitere Familie befand sich gemeinsam mit ihrem Hund im Urlaub im sonnigen Süden, als die Krankheit ausbrach. Und bei wieder einem anderen Kromi brach die Erkrankung kurz nach einem Skiurlaub im Februar aus, wo sich trotz der Kälte massiver Fellverlust einstellte, bevor die Krankheit kurze Zeit danach Zuhause massiv ausbrach. Auch berichteten einige Kromi-Besitzer davon, dass sich ihre Hündinnen nach einem Wurf nicht mehr richtig erholten und wenige Wochen nach der Trächtigkeit an einer AIHA erkrankten.

Die vorgenannten Beobachtungen stimmen mit Erkenntnissen überein, wonach eine in dem Hund schlummernde Veranlagung zur AI durch Stress (positivem wie auch negativem) ausgelöst werden kann. Außer den vorgenannten Faktoren können dies auch Impfungen, Narkosen, Kastrationen oder sonstige chemische Belastungen durch Wurmkuren und Spot-on-Lotionen sein. Also quasi alles, wogegen sich ein (erb)gesunder Organismus in aller Regel wehren kann. Je älter der Hund wird, desto öfter wird er solchen Faktoren ausgesetzt und die AI entsprechend „getriggert“ -sprich angestoßen bzw. ausgelöst.

 

Wichtig: Die vorgenannten möglichen ersten Anzeichen sind nicht klassisch für AIHA und können auch einen ganz harmlosen Grund haben. Erde-Fressen steht z.B. häufig im Zusammenhang mit einer Magenübersäuerung und kommt bei Hunden oft vor. Genauso wie Erbrechen und Durchfall in den meisten Fällen noch kein Grund zur großen Beunruhigung sind. Jedoch sollten diese Anzeichen, vor allem wenn auch bereits Geschwister- oder Elterntiere erkrankt sind, nicht ignoriert werden und im Zweifelsfall gibt ein großes Blutbild Auskunft darüber, ob ein größeres Problem vorliegt. Das Blutbild gibt vor allem auch Aufschluss darüber, ob der „Hämatokrit-Wert“ des Hundes, der zwischen 44 und 52 liegen sollte, in Ordnung ist. Also lieber ein Blutbild zu viel als eines zu wenig machen, denn ein Blutbild gibt auch über viele andere mögliche Erkrankungen und Mangelzustände Auskunft.

 

Klassische Anzeichen einer AIHA beim Hund:


 

Die klassischen Symptome einer autoimmunhämolyischen Anämie sind die folgenden:

  • blasse, fast porzellanweiße Schleimhäute

  • Mattigkeit

  • Apathie

  • Fressunlust

  • Durchfall / Erbrechen

  • Zerstörung der roten Blutkörperchen (nachweisbar durch Blutuntersuchung) ==> sehr niedriger Hämatokrit-Wert!!! (s.o.)

  • ggfs. auch Untertemperatur


 

Spätestens bei diesen Anzeichen sollten Sie mit ihrem Hund schnellstens in eine Tierklinik fahren!!!! Bitte sprechen Sie die Tierärzte dort auf jeden Fall auf die Rassedisposition zur AIHA an, denn die Tierärzte werden auch das Vorliegen von Infektionskrankheiten (z.B. Anaplasmose, Mittelmeerkrankheiten) oder Vergiftungen mit abklären. Je frühzeitiger in die richtige Richtung behandelt wird, desto besser. Die schnelle Gabe von hochdosiertem Cortison und auch Bluttransufsionen können bei AIHA -gerade in den Fällen wo der Hämatokrit-Wert bereits stark abgesunken ist- lebensrettend sein. Besonders lebensbedrohlich sind Hämatokrit-Werte unter 15. Der niedrigste mir bekannte Hämatokrit-Wert, bei denen Kromis gerettet werden konnten liegt bei 9. Allerdings ist auch dieser Wert schon sehr, sehr kritisch. Eine Hündin, die kürzlich einen Hämatokrit-Wert von nur noch 8 hatte als sie in die Klinik eingeliefert wurde, ist leider nach nur 6 Tagen intensivmedizinischer Behandlung und mehreren Bluttransfusionen gestorben. Besonders dramatisch an diesem Fall war, dass bereits seit mehreren Monaten ein Bruder und auch Halbgeschwister dieser Hündin an (anderen) Autoimmunerkrankungen erkrankt waren. Den Besitzern war jedoch weder die Rassedisposition bekannt, noch hatten sie bis dahin von den erkrankten Geschwistertieren und dem zwischenzeitlich erkrankten Muttertier erfahren, so dass zu Beginn der Erkrankung wertvolle Zeit verloren wurde.

Verdachtsdiagnosen:


 

Anämien treten auch im Zusammenhang mit Vergiftungen, inneren Blutungen und Infektionskrankheiten auf. Vielfach wird auch in diese Richtung untersucht. Leider kann man dadurch jedoch auch wichtige Zeit verlieren, so dass es wichtig ist, die Tierärzte auf die Rassedisposition für AIHA und auch für Thrombozytopenie, die in einigen Fällen gleichzeitig vorliegt (Evans-Syndrom), hinzuweisen. Gerade kürzlich ist ein 9-jähriger kastrierter Kromfohrländer-Rüde gestorben, bei dem gleichzeitig eine Thrombozytopenie und eine AIHA vorlagen. Er war bis zu diesem Zeitpunkt immer gesund bis er dann im Oktober 2016 aus dem Maul blutete und Einblutungen / Blutergüsse unter der Haut am Bauch sichtbar waren. Bei der anschließenden tierärztlichen Untersuchung waren keine Thrombozyten mehr nachweisbar; der Hämatokrit lag bei nur noch 16. In der Tierklinik wurden die Verdachtsdiagnosen Vergiftung und Milztumor gestellt. Beide Verdachtsdiagnosen bestätigten sich jedoch nicht und es wurde die AI diagnostiziert. Der Rüde bekam eine Bluttransufsion. Leider kamen weitere Blutungen im Bauchraum hinzu, so dass er letzten Endes eingeschläfert werden musste. Er verstarb innerhalb von nur 48 Stunden.


Tests auf AIHA:


Bei Verdacht auf AIHA werden i.d.R. der Coombs-Test und / oder der ANA-Test durchgeführt. Fallen diese Tests positiv aus, kann ein autoimmuner Grund für die Anämie nachgewiesen werden. Die Diagnose lautet dann Autoimmunhämolytische Anämie. Der Nachweis einer autoimmunhämolytischen Anämie über den Coombs- oder ANA-Test gelingt allerdings nicht immer. Wird jedoch keine andere Ursache für die Anämie gefunden, sollte man das Vorliegen einer autoimmunhämolytischen Anämie nicht zuletzt auch wegen der Rassedisposition in Betracht ziehen.

Die autoimmunhämolytische Anämie kommt oft „wie angeflogen“ und nimmt sehr schnell einen dramatischen Verlauf. Kurz zuvor scheinbar gesunde Hunde bauen innerhalb weniger Stunden sichtbar ab, bis sie sich kaum noch auf den Beinen halten können. Hier ist schnelle Hilfe dringend erforderlich. Eine schnelle richtige Diagnose und entsprechende Behandlung können daher, wie oben ausgeführt, lebensrettend sein.


Die Therapie bei einer AIHA:


Die richtige Therapie muss unbedingt durch versierte Tierärze bzw. eine Tierklinik erstellt werden, so dass ich diesbezüglich keine Ratschläge geben kann und möchte.

I.d.R. bekommen die Hunde hochdosiertes Cortison. Teilweise werden auch noch Immunsuppressiva wie Azathriopin / Cyclosporin gegeben. Allerdings braucht das Cyclosporin ca. 1 Woche bevor es richtig anschlägt, während das Cortison etwas schneller wirkt. Sehr schnell soll auch Mycophenolat wirken. Allerdings hat dies bei der vorgenannten Kromi-Hündin, die mit einem Hämatokrit von nur 8 in die Tierklinik kam, nicht angeschlagen.


Da Cortison vielfach zu Problemen im Verdauungstrakt (Magenblutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen etc.) führen kann, ist es ratsam, dass ein Magenschutz gegeben wird. Von den Kromfohrländern wird in der Regel das Magenschutzmedikament Omeprazol sehr gut vertragen. Auch dies sollte man mit seinem Tierarzt besprechen.


Wichtig ist, dass der eigene Körper des Hundes im Rückenmark Blutkörperchen zu bilden beginnt, ohne dass diese direkt wieder durch die Autoimmunerkrankung zerstört werden.


Bitte informieren Sie bei einer Erkrankung Ihres Kromfohrländers unbedingt auch Ihren Zuchtverein und Ihren Züchter bzw. die Besitzer von Geschwistertieren zu denen Sie noch Kontakt haben.

Unter der E-Mail-Adresse familienkromi@web.de helfen auch wir gerne weiter und sind dankbar für Informationen zu erkrankten Kromfohrländern.


 

Zum Weiterlesen:


 

Gute wissenschaftliche Informationen zur AIHA bekommt man auf dieser Homepage:

https://www.thieme.de/de/tiermedizin/immunbedingte-haemolytische-anaemie-70718.htm


 

Ein informatives Krankentagebuch des Kromfohrländers Andro (Andor von den Lahberger Weegen) ist an dieser Stelle zu finden:

http://www.kromfohrlaender-andro.de/resources/Krankentagebuch+von+Andro+aktuell_bis+120902.pdf

 

Auch auf unserer Familienkromi-Homepage sind sehr viele Informationen zum Thema Autoimmunerkrankungen auf den Unterseiten „Rund um die Gesundheit“ und „Autoimmunerkrankungen“ zu finden.

 

Für den Austausch mit anderen Besitzern AI-kranker Hunde steht unter dem Link http://www.carookee.de/forum/autoimmun unser nicht öffentliches AI-Forum zur Verfügung. Speziell für Kromi-Besitzer gibt es dann auch noch unser Kromfohrländer-Forum.


 

Unser Wunsch:

  • Ein offener und ehrlicher Umgang mit dem Thema AI. Dazu gehört auch Welpenkäufer zu informieren, wenn ein Geschwister- oder Elterntier irgendwann an AI erkranken sollte oder bereits erkrankt ist

  • Ein behutsames Aufklären von Interessenten, Kromi-Besitzern und angehenden Züchtern in Bezug auf AIHA ohne Panik zu schüren

  • Ein vereinsübergreifendes Veröffentlichen dieses Merkblattes auf möglichst vielen Kromi-Homepages ist ausdrücklich erlaubt und wünschenswert


 

Fragen und Anregungen beantworten wir gerne unter ==> familienkromi@web.de

© http://www.familienkromi-kromfohrlaender.de

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   5. Berichte von betroffenen Hunden 

Nachstehend folgen nun Berichte über betroffene Hunde. Nicht alle haben die Diagnose auf AI bekommen. Der Krankheitsverlauf ist aber i.d.R. typisch und oftmals findet man in der Verwandtschaft betroffener Tiere Hunde, die gleichartige Symptome zeigen. Weitere Berichte nehme ich gerne unter
familienkromi@web.de  entgegen

 

1 .Aron von Sicudi 
(Symptomatik: kahle Schwanzspitze, Krallenverluste, diverse Hautprobleme, Entzündungen etc.)

2. Crazy Jumpers Linos
(Symptomatik: wechselnde Lahmheiten, Schmerzen des Bewegungsapparates - Diagnose: SLE)

3.Benny Bois de Monsieur
(Symptomatik: ausfallende Krallen, schlecht heilende Wunden, Infektionen, Entzündungen - Diagnose: SLO, Arthritis)

4.Juniper von der Napoleonsnase
(Symptomatik: kahle Schwanzspitze, ausfallende Krallen, aggressive Exzeme, Entzündungen, Geschwüre, Ödeme, extrme Zahnsteinbildung, empfindliche Augen, Infektionen u.v.m. - Diagnose: Lupus Pemphicus)

5. Alice -Tinka- vom Burg Rauheneck (mit AI und Epi)  

6.Echnaton -Ecco- von der Gänsheide, Abraxa und Abraxas vom Murxelstein
(Symptomatik: kahle Schwanzspitze, ausfallende Krallen, Entzündungen)

7. Etta vom Wiehenhorst (mit autoimmunhämolytischer Anämie -AIHA- bzw. iMHA)

8. Basta-Franklin vom Kreuzviertel (mit Myastenia gravis)

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 1. Aron von Sicudi:

 

Nachfolgend wird der bisherige Krankheitsverlauf (bis zum 30.11.2010) bei Aron dargestellt. Bislang liegt trotz vielfacher Tierarztbesuche keine eindeutige Diagnose bei Aron vor. Der Text und die Bilder wurden mir von Arons Frauchen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt:

- geb. 09.09.2008

- Einzug bei uns in Nov. 2008

- kahle entzündete Schwanzspitze Anfang Februar 2009, es folgten 3 Tierarztwechsel, 1 Besuch in einer Tierklinik
  sowie viele Meinungen und Ratschläge, so dass wir im März/April 2009 einfach nur noch verunsichert waren.
  Da die Schwanzspitze auch wieder heilte und sogar neue Haare wuchsen, sind wir dann davon ausgegangen, dass Aron nicht an einer Autoimmunerkrankung leidet.

 

 

- es folgten immer wiederkehrende Entzündungen an der Schwanzspitze und Aron hat darunter sehr gelitten, so dass wir
  uns im November 2009 zu einer Amputation entschlossen haben.

 

     


-Anfang 2010- Daumenkralle gebrochen incl. Nagelbettentzündung, Daumenkralle wurde gezogen, langwierige Verbände
  und Antibiotikagaben. Im weiteren Verlauf des Jahres wurden noch einige Krallen gezogen, diese waren vorher einfach
  abgebrochen und hatten zum Teil schon das Nagelbett in Mitleidenschaft gezogen, d.h. jedes Mal Antibiotikagaben.
  Dazu kamen diverse Bindehautentzündungen an den Augen -> Gentamicinpräparat.

                       

- Im Sommer stellten wir fest, dass die Krallen sehr schnell wuchsen, so dass wir die Krallen auch schon des öfteren  
  kürzen lassen mussten. Desweiteren sind die Krallen z.T. hell und da wo eigentlich "Leben"drin sein sollte, ist bei Aron
  nur eine poröse, cremefarbige Masse, desweiteren sind die Krallen so spröde, dass sie selbst beim Schneiden brechen.


- Ende September/ Anfang Oktober dann schuppige, krustige Hautstellen, welche sehr gejuckt haben, so dass Aron sich
  alle Stellen aufgekratzt hat.
  Folge: nässende, entzündete Hautstellen an den , am Hinterteil, an den Augen, den Ohren, den Läufen, am Oberkörper....

- Antibiotika, Antiallergika, Salben...

  Spätestens hier wurde uns klar, dass Aron nicht einfach mal Zufallserkrankungen hat, sondern er sehr wohl von dieser
  Autoimmunerkrankung betroffen ist.
  Es folgten 1 Blutuntersuchung, wobei  erkannt wurde, dass Aron auf verschiedene Milbenarten und  Pilze allergisch
  reagiert. Unser TA verschließt sich seitdem auch nicht mehr vor dieser Erkrankung, es folgten Futterumstellung auf
  Pferdefleisch und Kartoffeln. Die Hautstellen sind zum Großteil abgeheilt.

- Anfang November leckte Aron immer mal wieder an seinem Penis, in einer unbeobachteten Stunde, hat sich Aron seinen
   Penis incl. Schwellkörper aus der Vorhaut  herausgezogen! Nach 1,25h hatte der TA alles wieder zurückverlegt,
   allerdings nur unter Betäubung.

Seitdem erhält Aron alle 2 Tage 1 Tbl. Volon 4 mg (Triamcinolon).

Bis auf ein 1,5 Tage anhaltendes Erbrechen mit Appetitlosigkeit geht es Aron momentan recht gut.
Auffallend ist die Gewichtabnahme, nur "mästen" geht nicht, er frisst zwar alles, bringt es dann aber postwendend wieder heraus.


Schöne Momente trotz Krankheit

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   2. Crazy Jumpers Linos

Der nachfolgende Bericht und die Bilder wurden mir von Linos Frauchen zur Verfügung gestellt:

           
                                                                                                             Linos im Alter von im Alter von 12 Jahren

Crazy Jumpers Linos, Geburtsdatum: 9. Juli 1998 

 
Linos zeigte Ende 2005, im Alter von 7.5 Jahren, erste Anzeichen. War er bisher immer beim Joggen voraus gelaufen, blieb er nun zurück und setzte sich sogar manchmal hin. Wir dachten, so langsam kämen die ersten Alterserscheinungen. Im März 2006 schlich er plötzlich auf einem Spaziergang immer hinterher, auf einmal fiel mir auch ein leichtes Hinken hinten rechts auf. Ich konsultierte den Tierarzt, der meinte, es sei wohl eine Entzündung, Metacam verschrieb und Schonung empfahl. Es besserte sich auch.
 
Im Juni 2006 jedoch fing es wieder an mit dem Hinken hinten rechts und mir fiel auf, dass das rechte Hinterbein schräg nach innen aufgesetzt wurde. Das Hinken wurde unspezifischer, mal war es das linke Vorderbein, dann wieder das rechte Hinterbein. Also ging ich erneut zum TA. Er konnte mittels Tastuntersuchung nichts feststellen (Linos ist sehr wehleidig und zeigte trotzdem keinerlei Schmerzen bei der Untersuchung). Daraufhin wurde eine grosse Blutuntersuchung gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass bei Linos offenbar Systemischer Lupus erythematodes ausgebrochen war, jedenfalls deuteten die Blutwerte darauf hin. Der TA meinte, 100% könne das nicht festgestellt werden. Er verordnete Cortison (Prednison), 5mg/Tag, anzupassen je nach Notwendigkeit. Das Medikament schlug zunächst gut an, Linos zeigte keine Laufschwierigkeiten mehr.
 
Ab Januar 2007 machten sich aber vermehrt Nebenwirkungen bei Linos bemerkbar. Neben den üblichen Auswirkungen wie Hungergefühl und vermehrter Durst, die er von Beginn an gezeigt hatte, kam es nun noch zu Verhaltensänderungen. Linos wurde apathisch, er interessierte sich für nichts mehr ausser seinem Fressnapf. Ausserhalb der Fütterungszeiten lag er in der Ecke, bellte nicht mehr, beobachtete kaum mehr, von Spielen mit anderen Hunden ganz zu schweigen. Als eine Freundin, die ihn monatelang nicht mehr gesehen hatte, mit ihrer Hündin zu Besuch kam, die seine grosse Liebe war, fiel es extrem auf. Er war nicht mehr der gleiche Hund. Im Mai 2007 stellte der TA fest, dass nun auch noch eine Arthrose dazugekommen sei, man hörte das Knirschen der Gelenke sehr deutlich, auch beim Spaziergang. Der TA meinte, jetzt würde es schwierig werden, man könne nur einfach so weiterverfahren und hoffen, dass das Cortison noch möglichst lange wirken würden, zusätzlich verordnete er Rimadyl als Schmerzmittel. Nach diesem Gespräch fuhr ich heulend nach Hause, weil ich dachte, lange hätte ich Linos nicht mehr. Die nächsten Monate gab es weiter Cortison und Schmerzmittel, der Zustand blieb mehr oder weniger gleich.
 
Ende Oktober 2007 musste ich ihn von seinem Spaziergang heimtragen, weil er einfach nicht mehr konnte. Das gab für mich den Ausschlag, es endlich anders zu probieren. Ich hatte eine Ausbildung zur Tierhomöopathin begonnen, war zwar noch nicht fertig damit aber beschloss, es einfach zu wagen. Über mehrere Wochen setzte ich ganz langsam die Medikamente ab, begleitete das mit „seinem“ homöopathischen Mittel und beobachtete Linos natürlich dabei gründlich, er sollte ja auf keinen Fall Schmerzen haben. Es war erstaunlich, wie schnell sich vor allem sein Verhalten änderte, nachdem das Cortison ganz abgesetzt war. Schon ab Anfang Dezember 2007 nahm er wieder teil, interessierte sich wieder für andere Hunde, versuchte sogar ganz kurz zu spielen. Dass mich einige Leute, die nicht wussten, dass ich ihn auf Homöopathie umgestellt hatte, ansprachen und meinten, was denn mit Linos los sei, das sei ja wieder ganz der Alte, bestätigte mich natürlich enorm.
Im Sommer 2010 wurde es mit dem Laufen wieder etwas schlechter. Ich denke, nun spielte zusätzlich zu seiner Krankheit auch das Alter eine Rolle. Aber es geht ihm mental gut, er ist fröhlich, freut sich auf den Spaziergang, je nach Tagesform spielt er, bellt und rennt hinterher, wenn eine fremde Katze durch den Garten läuft. Nur kann er keine langen Spaziergänge mehr machen, aber daran kann man sich ja anpassen. Seit August 2010 haben wir einen Hundebuggy, so können wir seine Hundekumpels, die alle jünger sind, noch auf dem Spaziergang begleiten. Linos läuft so viel wie er mag, dann kommt er für ein Weilchen in den Buggy. Das Buggyfahren hat vom ersten Versuch an geklappt, mittlerweile zeigt er deutlich, wann er in seinen Buggy möchte. Da liegt er ganz entspannt drin und lässt sich fahren. Wenn er unruhig wird, setzte ich ihn raus und er läuft wieder. Die Kommunikation klappt hervorragend.
 
          
 
Noch etwas zum Schlafplatz nachts: Er hat seit einigen Jahren ein recht grosses Körbchen, in dem er ausgestreckt auf der Seite liegen kann. Als Unterlage habe ich ein passendes Kissen, ca. 15- 20 cm dick, gefült mit Dinkelspreu, genäht. Nicht zu fest gestopft, aber doch so, dass er sich gut reinlegen kann, ohne auf den Boden durchzusacken. Auf diesem Kissen ist noch ein altes Babylammfell von unserer Tochter. Ich habe das Gefühl, dass ihm dieser Schlafplatz sehr guttut, weil er dort immer völlig entspannt liegt und sehr fest schläft.
 
Seit Dezember 2007, also seit genau 3 Jahren, bekommt er ausser seinem homöopathischen Mittel keinerlei Medikamente mehr. Sein homöopathisches Mittel bekommt er nicht regelmässig, sondern nur dann, wenn es mir nötig scheint, und das ist etwa 2-3 Mal/Jahr der Fall, nämlich immer nur dann, wenn eine deutliche Verschlechterung über 2-3 Tage anhält. Meist kommt so etwas vor, wenn er sich im Übereifer beim Toben mit anderen Hunden übernommen hat. Nachdem er dann seine homöopathischen Globuli bekommen hat, war es bisher jedes Mal am nächsten Tag wieder in Ordnung. Ob Zufall oder nicht sei dahingestellt, Hauptsache, es ist so.
Natürlich wird er dennoch mindestens einmal pro Jahr dem TA vorgestellt, der jedes Mal hochzufrieden ist und meint, ich solle so weitermachen. Er weiss, dass Linos homöopathisch behandelt wird und ist damit einverstanden. Er meint, Hauptsache, es ginge dem Tier besser, und dass es das tut sehe man ja.
 
Im Moment (Dezember 2010), im Alter von 12.5 Jahren, geht es ihm sehr gut, wenn man seine Krankheit und sein Alter bedenkt.
 

NACHTRAG: Kurz nach Veröffentlichung dieses Berichtes erreichten mich schon die ersten Reaktionen. So z.B. die Info, dass auch Linos Bruder Luzzy Symptome einer Autoimmunerkrankung zeigte (kahle Stellen am Schwanz + Rückenprobleme). Einen Bericht über Luzzy und Bilder von seinem Schwanz fand man früher auf der Holderheide-HP. Ebenso einen Bericht über die Mutter dieser Hunde (Chiva vom Stockenerberg), die ebenfalls an AI erkrankt war:

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  3. Benny Bois de Monsieur

Auch von Bennys Frauchen bekam ich einen Bericht über seinen bisherigen Krankheitsverlauf:

                       

Bennys Lebensgeschichte

Kurz vor Weihnachten 2005 durften wir unsern Benny, er war damals 8 Wochen alt, nach Hause holen.

Im März 2006 mussten wir zum ersten Mal mit ihm zum TA. Er konnte u.a. kaum atmen,  so dass wir Angst hatten, er würde ersticken, dazu hatte er Fieber. Natürlich war Wochenende, also ab zum Notfalltierarzt. Er stellte sich heraus, dass er eine Angina mit einer Bindehautentzundung hatte. Das schwere Atmen wurde als rückwärtsniesen diagnostiziert. Mit der Zeit  wurde es etwas besser, er hat es allerdings heute noch ab und zu.

Der Nasenspiegel von Benny war und ist immer extrem trocken und schuppig.  Der TA sandte uns zu einem Spezialisten für Augenkrankheiten, da seine Augen einen etwas „nebligen“ Eindruck machten. Augenkrankheit war es  glücklicherweise keine, allerdings bestätigte sich der Verdacht auf Herpesviren im Zusammenhang mit der Angina. Leider hat er infolge fehlender Pigmente helle Augen. Wäre es nur ein ästhetisches Problem, würden sie weder ihn noch uns stören. Sie sind jedoch so lichtempfindlich, dass er sie bei normalem Tageslicht nicht offen halten kann. Bei starker Sonneneinstrahlung  und  vor allem bei Schnee braucht Benny  eine Brille. 

 

Erkältungen, geschwollene Drüsen gehörten zum Alltag. Hinzu kam schon im ersten Jahr eine Pollenallergie. Wunden heilten schlecht, wie die folgenden zwei Beispiele zeigen. Bei einem Treffen mit seinen Wurfgeschwistern war er nach dem Spielen mit einem seiner Brüder am Bauch total zerkratzt. Die Kratzer, statt zu heilen, eiterten. Ein anderes Mal trat er in eine Marronischale. Auch das eiterte. Trotz intensiver, langer Behandlung inkl. Operation musste schlussendlich die betroffene Zehe amputiert werden, weil das Eiter sonst den Knochen angegriffen hätte

 

Ein weiteres Problem  zeigte sich bei seinen   Krallen. Sie brachen ab,  splitterten, fielen aus , immer wieder hatte er geschwollene Nagelbetten sowie Nagelbettentzündungen. Er hatte Schmerzen und  musste sich öfters  unters Messer legen, um Krallen zu entfernen..  Ein Arzt überwies  uns nach Anhören seiner Krankheitsgeschichte schlussendlich in die Dermatologie des Tierspitals. Nun bekam seine Krankheit einen Namen: Arteriitis und eine lupoide Onychodistrophie.

Es wurde uns eine medikamentöse Behandlung vorgeschlagen. Wir wurden darauf vorbereitet, dass wir erst in einem Jahr sehen würden, ob sie Erfolg habe oder nicht . Er erhielt zweimal täglich je ¾ Supracyclin, 1/1/4 Nicotinsäureamid 200mg sowie  ½ Pentoxa Mepha 400.Leider schlug diese Behandlung  bei Benny nicht an. Also musste im Sommer 2009 eine neue Medikamententherapie eingeleitet werden und zwar mit anfänglichen Gaben von täglich:  1 ¼ Prednisolon 20 mg., .1 , Imurek  25 mg jeden 2. Tag sowie  2x ½ Pentoxy Mepha 400. . Nach ein paar Monaten wurde die Medikamentendosis nach und nach reduziert. Nach ungefähr einem Jahr  sah es so aus, dass er noch  noch täglich 2x ½ Pentoxy Mepha 400, jeden 2. Tag 1 Imurek 25 mg und jeden 4. Tag ¼ Prednisolon 20 mg schlucken musste.

Im vergangenen Frühjahr hatte er eine massive Zahnfleischentzündung, die wir mit Mundspülungen beheben konnten. Die Krallen hatten wir zwar mit Medikamenten, Baden  in Bedatinelösung,  Pyodermshampoo  oder Eichenrindensud sowie Kurzschneiden  im Griff.

Sehr erfreulich war, dass Benny nach Erhalt der geringen Prednisolondosis ein ganz anderer Hund wurde: er hatte wieder Lust zum, Spielen, spazierte nicht mehr nur wie eine Schlaftablette hinter mir her sondern schnüffelte, wie jeder andere Hund, links und rechts und rannte oft  sogar mit Pepsi voraus. So schön!

Obwohl wir eine gewisse Stabilität erreichen konnten, wechseln sich doch  längere gute Zeiten mit kürzeren Rückschlägen ab. So muss er seit  anfangs November gegen eine sekundäre Pyodemodikose behandelt  werden.  Wir starteten  auf Anraten der Dermatologin  den Versuch, das Prednisolon ganz wegzulassen. Doch nach bereits 3 Wochen meldeten sich seine Krallen wieder.Die Cortisondosis wurde wieder aufgenommen, und zwar 3 Tage lang eine halbe Tablette täglich, danach 7x eine halbe Tablette jeden 2. Tag, anschliessend erfolgt eine Behandlung nach Absprache mit der TA. Doch soweit sind wir noch nicht. Mit der Dosis, die Benny vor dem Cortisonstop hatte, fährt er wohl am besten. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ihn die Drosselung des Immunsystems durch das Cortison anfällig für anderes (wie z.Bsp. Milben) macht. Wenn wir alles gegeneinander abwägen, entscheiden wir uns wahrscheinlich dennoch für eine niedere Cortisongabe.

Wir tun alles, um unserem Benny  zu einer so guten Lebensqualität als möglich zu verhelfen.

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  4. Juniper von der Napoleonsnase

Junipers Bericht habe ich schon im März 2008 bekommen; hatte mich bisher jedoch immer davor gescheut auch Schicksale ohne (vorläufiges) Happy End zu veröffentlichen. Da Autoimmunerkrankungen jedoch auch zu dem vorzeitigen Ableben eines Hundes führen können und auch diese Kromis nicht unerwähnt bleiben sollen, habe ich mich zwischenzeitlich dazu entschlossen, auch solche Schicksale hier zu veröffentlichen. Mein Dank und Mitgefühl gilt Junipers Besitzern!


June, die zur Schonung ihrer lichtempfindlichen Haut auch Kleidung tragen musste

Juniper von der Napoleonsnase

 

hier in Kurzform der versprochene Bericht über unsere im Oktober 07 ver-
storbene Kromihündin Juniper von der Napoleonsnase(geb.01.03.05).

Diagnose:
Lupus pemphicus(AI-Erkrankung)
Ausbruch im Alter von 12 Wochen nach der Impfung

Symptome:


Aggressive Ekzeme in den Innenohren,den Innenseiten der Schenkel sowie
an Brust und Bauch.
Stark gerötete hoch lichtempfindliche Augen, Entzündungen an
Mundschleimhaut, Lippen, Zunge und Nasenspiegel.
Offene Rutenspitze. Nach erfolgloser Behandlung mit Antibiotica musste

der Schwanz im Alter von 4 Monaten zur Hälfte amputiert werden.
Im späteren Verlauf der Krankheit Ödeme und Blutergüsse an Brust und
Bauch, ebenso eitrige Geschwüre.
Immer wieder Nagelbettentzündungen und Krallenverlust.
Anschwellen der Schleimhäute der Atemwege. Häufig stark fiebrige
entzündliche Infekte.
Sehr dünnes schütteres Haar und dünne leicht verletzliche Haut, extreme
Zahnsteinbildung.
Sehr kleine, zierliche Statur.
Manche der genannten Symptome überschneiden sich wohl mit Nebenwirkungen
der Cortisonbehandlung.

Behandlung:


Dauermedikation mit tgl. nur! 2,5 mg Prednisolon, bei Bedarf
Antibiotica.
Optimmune Augensalbe(Essex Tierarznei)
Atopica, tgl. 1 Tablette(Novartis)
Ganz wichtig und sehr wirksam die "alternative" Behandlung:
Schüßlersalze, zugeschnitten auf die jeweiligen Beschwerden und Symptome
(gerne Rückfragen)
Regelmäßige Besuche bei der Heilpraktikerin (Konstitutionsmittel)und
Akupunktur
Aufgrund ihrer Hautprobleme und Lichtempfindlichkeit musste June im
Freien immer Kleider und eine Sonnenmütze tragen.

Futter:


Glutenfreie Ernährung, Barfen. Leckerlis ohne jegliche Zusatzstoffe
(Ökoversand)!

Verhalten:


Überfreundliches, zugängliches Wesen. Sehr fröhlich und lebensbejahend!
Hin und wieder kurze, aber heftige Aggressionsschübe, besonders unserer
Kromihündin Hopi gegenüber, die diese zum Glück ignoriert hat.


Umgang mit Juniper und ihrer Krankheit:
Nicht "dramatisieren"! Liebevoll bestimmter, sicherer Umgang. Möglichst
normale Einbindung ins alltägliche Leben: Hundeschule, Spaziergänge,
Urlaube, Besuchsdienst im Altenheim, sogar BH-Prüfung!
Selbstverständlich ohne Überforderung. Bei Spaziergängen z.B. haben wir
sie oft streckenweise getragen. Aber sie war dabei.

Todesursache:


Leistenbruch. Das innere Bindegewebe hielt wohl der Krankheit nicht mehr
stand. Trotz direkter Not-OP schlief sie nach dem Aufwachen aus der
Narkose nachts ein.

Lassen Sie sich bitte nicht durch die sachlich-emotionslose Schilderung
irritieren! Etwas anderes ist zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht
möglich.
Wir haben sie über alles geliebt, unsere kleine Maus!


Mit lieben Grüßen

Familie Lauff

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5. Alice -Tinka- von Burg Rauheneck (auf der Familienkromi-HP veröffentlicht im September 2017)

Der Bericht zu Tinka wurde uns vor einigen Jahren in schriftlicher Form als Brief zugesandt. Mehrausfertigungen des Briefes sandte Tinkas Herrchen an den Rassezuchtverein der Kromfohrländer (RZV) sowie an Kromfohrländerbesitzer und Züchter, in der Hoffnung damit etwas bewegen zu können. Die Informationen aus diesem Brief bat der Verfasser, auch an andere Kromi-Besitzer weiterzugeben. 
 







 
Alice -Tinka- von Burg Rauheneck mit AI + Epi               Die Mutter von Alice - Elektra vom Isarflimmern, ebenfalls AI

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6. Echnaton -Ecco- von der Gänsheide, Abraxa und Abraxas vom Murxelstein (auf der Familienkromi-HP veröffentlicht im September 2017)

Hallo,
wie versprochen hier mein Bericht über unsere erkrankten Hunde. Ich halte mich im wesentlichen an die von Britta im Sommer 2008 im Forum gemachten Angaben. Ich habe diesen Bericht auf Umwegen bekommen.
Am besten gehe ich chronologisch vor.
Im Dezember 2002 bekamen wir unseren Echnaton ( Ecco ) von der Gänsheide. Im darauffolgenden Februar bemerkten wir bei ihm eine blutende Schwanzspitze, deren Herkunft wir uns nicht erklären konnten. Am nächsten Tag sahen wir, wie unsere Bella ihn beim Jagen über die Felder in den Schwanz zwickte. Trotz aller Desinfektion und Kamillebädern entzündete sich die Schwanzspitze weiter und Ecco bekam Antibiotika. Die Wunde verheilte, aber die Haare fielen auf einer Länge von ca. 12 cm aus. Im April bekam Ecco entzündete Ohrränder, die Haare wirkten verfilzt- auch um die Augen- und stellenweise fielen unter Pigmentverlust im Gesichtsbereich die Haare aus. Wir stellten Ecco einem Tierhomöopathen vor und durch seine  Behandlung heilten die Ohren ab, alle Kahlstellen und die pigmentfreien Stellen im Gesicht verschwanden, auch der Schwanz behaarte sich bis auf die letzten 4 cm wieder. Da sich Ecco bei der Begrüßung regelmäßig die Schwanzspitze blutig schlug und wir wir Erfrierengen bzw. Sonnenbrand befürchteten, ließen wir im darauffolgenden Jahr Ecco`Schwanzspitze kupieren. Diese wurde bei Laboklin in 5 Teile zerschnitten und auf AI untersucht, der Befund
war  negativ. Von daher rührte unsere Ansicht, unser Hund sei gesund. In der Zwischenzeit sind wir aber andere Meinung, denn Ecco wurde beiderseits des Brustkorbs, wo die Tierärzte gewöhnlich die Impfung setzen kahl, auch verlor er eine Kralle. Wir denken, Ecco hat vermutlich eine leichtere Verlaufsform von AI, die zusätzlich durch die homöopathische Behandlung  abgemildert wurde. Er ist ein gesunder, ausdauernder und vitaler Rüde.
Im Sommer behielten wir aus dem A-Wurf vom Murxelstein, der bei uns aufwuchs, die Abraxa. Im Jahr 2006 stellten wir für sie den Zuchtantrag und bekamen ihn ohne jegliche Auflagen genehmigt. Da die Offiziellen des RZV nicht müde werden, von Zuchtberatung zu sprechen, waren wir beruhigt und fuhren im Dezember zu Ulix vom rauhen Stein. Noch vor dem Deckakt befragte wir den Besitzer wiederholt über den Gesundheitszustand von Ulix und erhielten die Antwort: " Schauen Sie sich den Hund an, der ist doch gesund und jede Woche auf dem Hundeplatz beim Training!" Nach dem Deckakt fuhren wir hoffnungsvoll nach Hause und freuten uns schon auf den Nachwuchs von Abraxa. Doch zwei Tage danach rief eine Züchterin aus Oberbayern ( Mitglied in diesem Forum ) bei einer Kromibesitzerin an. Sie wusste über unseren Deckrüden und den Deckzeitpunkt bestens Bescheid, woher können wir nur vermuten, nur wenige wussten davon. Auf alle Fälle erklärte sie im Gespräch, "nun haben die F... auch ihr Immunproblem." Aufgeschreckt begannen wir nachzuforschen. Frau W...  informierte uns auf unsere Nachfragen freimütig über die Ulixtochter Juniper und über den Unicnachwuchs ( Hobbit, B´von Bois de Monsieur). Wir beschwerten uns darauf im Januar 2007 bei  Herrn ..... über die mangelnden Informationen und wiesen ihm nach, dass der RZV sehr wohl von den Züchtern bzw. Besitzern über die Krankheiten ihrer Hunde informiert worden war und dass auch der Besitzer von Ulix  über den Gesundheitszustand von Juniper informiert war. Da Herr ...... bis zur Mitgliederversammlung nicht geantwortet hatte, brachte Herr H.... dort die Angelegenheit zur Sprache. Und so gelangte alles in die Öffentlichkeit und wurde Gegenstand des allgemeinen Interesses.
Herr .... antwortete trotz Versprechens auch nicht nach der Mitgliederversammlung. Erst als wir den Körungstermin in Erding in Frage stellten, bekamen wir Einsicht in die Krankenakten der betroffenen Hunde, aber keine Stellungnahme zu unserem Vorwurf der mangelhaften Beratung. In der Zwischenzeit hatte Abraxa ihre Welpen geboren. Ihr Sohn Abraxas ( Kimba) bekam nach der zweiten Impfung eine Vorhautentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde. Gleichzeitig stellten seine Besitzer eine rauhe, rissige Zunge und entzündete Lefzen fest. Eine Biopsie der Zunge ergabe keine Hinweise auf die Erkrankung und die Tierärtzin tippte " am ehesten auf ein Lupus". Wir veranlassten dann auf unsere Kosten einen Coombs -Test, der ebenfalls ohne Befund blieb.
Kimba wurde nun wechselweise hömöopathisch und konventioenell behandelt und erhielt schließlich 1o mg Prednisolon. Er speichelte sehr stark und hatte heftigen Mundgeruch. Er war nicht mehr "gesellschaftsfähig", d.h. er konnte nicht mehr mit Frauchen in Büro und niemand aus der Nachbarschaft wollte ihn bei Abwesenheit seiner Famile betreuen. Im Januar 2008 verständigte uns seine Familie Kimba gehe es sehr schlecht, er sei nur mehr ein Häufchen Elend und werde bald eingeschläfert. Wir nahmen darauf Kimba zurück. Der Familie waren bisher keine Behandlungskosten entstanden, da wir diese durch einen sehr großzügigen Betrag abgegolten hatten. Als sein Herrchen den Kofferraum öffnete, sprang ein quicklebendiger, aufmerksamer Hund heraus, der sich sofort bestens in unsere Meute integrierte. Unter homöopathischer Behandlung besserte sich sein Gesundheitszustand erheblich. Im Verlauf des Sommers verlor er allerdings einige Krallen, die anderen wuchsen unnatürlich schnell, waren teilweise verkrüppelt und wirkten vertrocknet. Im Herbst letzten Jahres stellten wir dann fest, dass Kimba etwas von seiner Vitälität eingebüßt hatte. Er bekam  wieder leichten Mundgeruch und begann wieder zu speicheln. Ausserdem röchelte und nieste er sehr stark nach dem Trinken. Vor einem Monat entdeckten wir auf seinem Rücken eine Unmenge von Hautschuppen, die befallenen Stellen weisen nun nur mehr schütteren Haarwuchs auf. Kimba ist aber trotz allem ein sehr aufmerksamer Hund, der sich seines Lebens freut.
Unsere Abraxa verlor am Anfang des Jahres 2007 beginnend an den Vorderpfoten ( symmetriche Onychodystrophie ) und an dann an der linken Hinterpfote Krallen, die nicht mehr nachwuchsen. Im April hatte sie an der Stirn einen Pilzbefall, der über mehrere Wochen behandelt wurde und abheilte. Die Behaarung war allerdings sehr schütter. Zwei Wochen nach der Läufigkeit im Sommer bekam sie dann wieder heftige Blutungen und musste wegen einer akuten Hämometra kastriert werden. Als wir sie nach drei Tagen aus der Klinik zurückbekamen hatte sie auf der Stirn, zwischen den Augen und auf dem Nasenrücken die Haare verloren, die Ränder der Kahlstellen waren blutig verkrustet. Abraxa erholte sich schnell wieder, verlor aber in der Folgezeit Haare im Nacken und auf der linken Schulter ( Kahlstellen mit einem Durchmesser von ca. 4 cm ).Abraxa leidet  seit dem letzten  Jahr unter einer heftigen Verstopfung, die wir zwischenzeitlich mit Laktulose  in den Griff bekommen haben. Von Zeit zu Zeit hilft aber auch diese nicht und wir müssen mit einem Klistier nachhelfen. Abraxa´s Behaarung auf dem Rücken wird zusehends dünner, so dass sie sehr leicht friert. Ansonsten aber ist sie vital und bekommt nur homöopathische Medikamente.
Zu der im Bericht von Britta erwähnten Castra Reginas Chica können wir folgendes sagen : Wir haben Chica als Junghündin mehrfach auf den Münchner Kromiwanderungen mit ihrer kahlen Schwanzspitze gesehen, und wurden
sogar von ihren Besitzern wegen der Ähnlichkeit mit Ecco`s Schwanzspitze angesprochen. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand wurde Chica`s Schwanzspitze kupiert. Genaueres könnte ihre Züchterin berichten, die in diesem Forum Mitglied ist.
Schlussbemerkung: Wir machen und machten aus den Krankeiten unserer Hunde nie ein Geheimnis. Jeder, der etwas wissen will, bekommt Auskunft. Wir sind ausserdem einverstanden, dass die Mitglieder dieses Forums ihr Wissen auch an Aussenstehende weitergeben. Wir lieben unsere Hunde, auch wenn sie krank sind, und wollen ihnen ein angenehmes Leben bieten.

MfG  Hans

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7. Etta vom Wiehenhorst

Etta vom Wiehenhorst (*29.03.2000) ist für mich der Hoffnungsträger für alle an autoimmunhämolytischer Anämie erkrankten Kromfohrländer, denn Etta erkrankte im Alter von 5 Jahren an der AIHA (auch IMHA genannt) und starb im Alter von 15 Jahren am 15.05.2015. Mit Hilfe einer guten Einstellung auf das Medikament "Imurek", das den Wirkstoff Azathioprin enthält, lebte Etta 10 Jahre lang mit ihrer Erkrankung. Imurek ist ein sogenanntes Immunsuppressiva, das ebenso wie Ciclosporin oftmals bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird und bei den mir bekannten Kromfohrländern zu guten Behandlungserfolgen geführt hat. Etta hat das Imurek bis zu ihrem Lebensende erhalten und hat es in den 10 Jahren lt. Auskunft ihrer Besitzerin gut vertragen. Ich finde es wichtig auch solche Hoffnung gebenden Krankheitsgeschichten, wie die von Etta zu veröffentlichen, so dass ich mich im September 2017 entschlossen habe, den Krankheitsbericht ihres Frauchens aus dem AI-Forum auf meiner HP zu veröffentlichen. Mein Dank geht an Frau Marmerow, die mit ihrem Einverständnis diese Veröffentlichung ermöglichte :-)

Nachfolgend der Original-Bericht vom 20.01.2008:

Etta ist am 29.03.2000 geboren. Die Mutter ist Aila vom Kuhlenmoor,sie ist 15 1/2 Jahre alt und ist bis jetzt gesund, bis auf eine Altersschwerhörigkeit. Etta hatte eine Mandelentzündung mit fünf Jahren. Mehrere Antibiotikakuren halfen nicht und deshalb wurden die Mandeln entfernt. Eine Woche später kam sie nicht mehr aus ihrem Körbchen heraus, um mich zu begrüßen und wirkte matt und krank. Sofort fuhr ich mit ihr zur Tierklinik von Dr. Flaig in Bielefeld, der sie auch operiert hatte. Das Zahnfleisch und die Schleimhäute von Etta waren ganz weiß. Es wurde sofort ein Blutbild gemacht und es waren kaum noch rote Blutkörperchen vorhanden. Dr. Flaig stellte die Verdachtsdiagnose Autoimmunhaemolytische Anämie. Etta bekam sofort eine Bluttransfusion, hohe Dosis Prednison ( Cortison ) und Imurek ( Immundämpfendes Mittel ). Sie erholte sich etwas und fing wieder an zu fressen. Aber zwei Tage später brach sie wieder zusammen. Daraufhin bekam sie noch zwei Bluttransfusionen und weiter hohe Dosen Prednison und Imurek. Die weitere Blutuntersuchung bestätigte die Diagnose durch Nachweis von spezifischen Autoantikörpern ( ANA-Test ). Die Prednisondosis wurde ganz langsam erniedrigt, sodaß nach einem halben Jahr es ausgeschlichen war. Etta bekommt jetzt jeden Tag 6,25 mg Imurek und soll es auch immer weiter bekommen. Sie ist putzmunter und lebhaft, man merkt nichts von der Erkrankung. Da das Immunsystem sehr herruntergefahren ist, darf sie nicht mehr geimpft werden und auch bei kleinen Verletzungen bekommt sie Antibiotika, da die Schrammen sonst schlecht heilen. Etta hat einen Wurf von 7 Welpen am 29.12.2002. Sie sind bis jetzt gesund so weit ich es weiß. Aber natürlich habe ich nicht mit ihr weitergezüchtet.

Viele Grüße

Ingrid Mamerow

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Basta Franklin vom Kreuzviertel

Frankie (*11.04.2011) erkrankte 2016 im Alter von 4 Jahren und 9 Monaten an AI. Im Oktober 2017 wurde die Diagnose Myastenia gravis gestellt. Frankies Symptome können dem nachfolgenden Bericht entnommen werden, der uns -ebenso wie die Röntgenbilder- von seinem Frauchen freundlicherweise zu Verfügung gestellt wurde. Frankies Krankheitsverlauf kann man schon als recht typisch für Myastenia gravis beim Kromi ansehen, denn auch andere betroffene Kromifohrländer Besitzer schilderten diese Symptomatik.

                       

Frankie fing zuerst mit schnarchen an, das war im Januar 2016, da war er nicht ganz fünf Jahre alt. Zunächst hatten wir manchmal den Eindruck, er hätte sich vertreten. Heute wissen wir es besser. Hinzu kam im März, dass er sich nicht mehr setzen wollte und wenn er gelegen hat, kam er mit den Hinterläufen nicht mehr hoch. Wenn er oben war, war es gut. Es ging ihm dabei gut. Unser Tierarzt diagnostizierte sofort AI, da sie den Kromi und seine Tücken kennt. Allerdings wussten wir nicht welche Form. ANA Test war negativ, Blutwerte okay. Also Kortisonbehandlung höher dosiert begonnen und bis 7,5 mg runter dosiert. Leider haben wir nochmal versucht, weiter runter zu gehen und es dann mit 2,5 mg alle zwei Tage versucht. Dadurch wurde der letzte Schub ausgelöst. Er hat Flüssigkeit ausgespuckt, nicht erbrochen. Da wir nicht lange gezögert haben, sondern direkt höher dosiert haben, haben wir es direkt in den Griff bekommen. Die Röntgenaufnahme zeigt eine Erweiterung der Speiseröhre im Anfangsstadium. Er bekommt sein Futter aus der Hand von oben und das Wasser steht auf einem Hocker, klappt super. Nun versuchen wir wieder auf die 7,5 mg zu kommen und werden es soweit es geht dabei belassen. Die Blutwerte sind bei Frankie super und der Körper verarbeitet das Kortison gut. Solange es so ist, werden wir keine andere Medikationen hinzu nehmen, da Frankie ausgeglichen und gut drauf ist.

                                
(Megaösophagus -Speiseröhrenerweiterung- im Anfangsstadium bei Basta-Franklin vom Kreuzviertel. Er hat als Diagnose Myastenia gravis bekommen. Bei ihm treten zudem wechselnde Lahmheiten und Muskelschwund auf. Frankie ist derzeit gut auf Cortison eingestellt.

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Kromi-Krankentagebücher

Nachfolgend sind einige Links zu den Tagebüchern erkrankter Kromfohrländer (nicht ausschließlich auf AI bezogen! ) aufgeführt, die von deren Besitzern zur Information und Hilfestellung für andere betroffene Hundehalter erstellt wurden.

Krankentagebuch von Andro mit Autoimmunhämolytischer Anämie (AIHA)

Krankentagebuch von Bonny mit Verdacht auf Autoimmune Polyarthritis und Thrombozytopenie

Krankentagebuch von Ginger mit AIHA und Arthrose

Krankentagebuch von Charly mit Blasenkrebs, Arthrose, Bandscheibenvorfall, Uratkristallen etc.

Krankentagebuch von Bones mit neurologischen Ausfällen, halbseitiger Erblindung, Verdacht auf AI

 

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