Über Amelie

 

1.Aus Amelies Leben

2.Amelies Geschwister                  

3.Krankentagebuch / Lebererkrankungen beim Kromi
    (für das Krankentagebuch bitte bis zur "Rose" scrollen)                            

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1.Aus Amelies Leben:

Also gut, dann will ich hier mal etwas über mich berichten:

Geboren wurde ich am 24. Juli 2004 in Gummersbach bei der Familie Lindenberg. Meine Mutter trägt den edlen Namen Ambrosia vom Ragazaga, wird der Einfachheit halber aber Paula gerufen. Mein Vater ist der Bruno vom Buchbach.

                              
                              (Papa Bruno wartet auf Besuch)                                            (Mama Paula)

Ich habe noch 5 Schwestern (Agilea "Lea", Antonia "Nelly", Amichella, Amorina "Ralli" und Amarena "Isi") und einen Bruder (Arthas) (siehe bitte unten).

Damit meine Mama nicht die ganze Welpen-Erziehungsarbeit alleine leisten musste, habe ich sogar noch einen "Ziehvater" und das ist der aus Finnland stammende Pelmondo. Er war damals ein sehr bekannter Kromi, denn sein Herrchen hatte ihm eine tolle Homepage gebastelt, auf der fast alle Kromi-Stammbäume mit den dazugehörenden Bildern zu finden waren. Leider wurde die Seite vom Netz genommen - genauso wie die tolle Stammbaum-Datei von Herrn Baier (Zwinger vom Andromedanebel).
                          
                                 
                                    (Pelmondo mit Schnuller)

In Gummersbach verbrachte ich wohl behütet und bestens geprägt die ersten 9 Wochen meines Lebens, bis ich dann Ende September 2004 von meiner neuen Familie (bestehend aus 2 erwachsenen Zweibeinern und 2 lebhaften Kindern - Fabian und Dominik) abgeholt wurde. Bei meiner neuen Familie bekam ich dann auch einen neuen Rufnamen, weil in Fabians Kindergartengruppe ebenfalls eine Ailin war, die sich immer ziemlich zickig benahm. Außerdem lässt sich Amelie irgendwie einfacher rufen (finden meine Menschen).

Zum Glück habe ich mich sehr schnell bei ihnen eingewöhnt, zumal mein neuer Wohnort Schmitzhöhe das reinste Hundeparadies ist. Hier gibt es sehr viele andere Hunde (allein in unserer Straße mit ca. 60 Häusern wohnen 20 Hunde) und rundum ist Wald und Wiese, wo man überall ohne Leine laufen darf.

Während der Anfangszeit hat mein neues Rudel darauf geachtet, dass ich sehr viele Dinge kennen gelernt habe und mich überall mit hingenommen (sogar auf den Martinsumzug, zum Flughafen, zum Kölner Hauptbahnhof und in verschiedene Fußgängerzonen). Außerdem durfte ich ganz viele Hunde und Menschen kennen lernen sowie komisch aussehende und interessant riechende andere Vierbeiner (Katzen, Schafe, Pferde, Kühe.....).

Mittlerweile habe ich mich zu einer erwachsenen, ausgeglichenen Kromidame entwickelt, die zwar manchmal gegenüber unbekannten Dingen oder Hunden, die bei Spaziergängen am Horizont auftauchen,  etwas aufbrausend werden kann;  ansonsten aber sehr unkompliziert, aufgeschlossen und verträglich ist. Wenn die bedrohlichen Punkte am Horizont näher kommen, rege ich mich auch (meistens) wieder ab.

Auf meiner Homepage möchte ich auch gerne davon berichten, wie ich mich als Familienhund eigne und was man beachten sollte, damit es gut mit Kind und Kromi klappt, denn wir Kromis lassen uns eben nicht alles gefallen und sind nicht ganz so nervenstark wie beispielsweise ein Labrador oder Golden Retriver. Wenn man einige Dinge beachtet und uns gut sozialisiert, sind wir jedoch tolle Familienhunde.

Eure Amelie                                                                  

              

 

       
Das ist die "Hochzeit" von Bruno (links) und Paula (rechts)....                 ...und dabei herausgekommen ist: Der A-Wurf von Villa Mondi

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2.Amelies Geschwister
                                      

                
    Amichella                                                               Agilea "Lea"                                                   Amarena "Isi"   
 
               
       Amorina "Ralli" ( + 19.03.2013 )                                            Arthas                                                        Antonia "Nelly"

 

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3.Krankentagebuch / Lebererkrankungen beim Kromi     
(für das Krankentagebuch bitte bis zur "Rose" scrollen) 

Allgemeine Ausführungen:

Im Juni 2012 erkrankte unsere Amelie schwer. Ihre Leber begann sich aufzulösen und es wurde der Verdacht geäußert, dass es sich um eine autoimmune Hepatitis handeln könnte, zumal auch 2 ihrer Geschwister im mittleren Lebensalter eine Autoimmunerkrankung bekamen ( Rallli bekam eine Myositis, an der sie 2013 im Alter von 8 Jahren verstarb, und Isi litt ab dem Alter von ca. 4 Jahren an SLO - einer AI, bei der die Krallen ausfallen). Mit Hilfe von Medikamenten (hochdosiertes Cortison in Langzeitvergabe, Magenschutz, Mariendistel und Vitaminen) konnten wir ihr Leben retten. Seit 3 Jahren ist Amelie medikamentenfrei und sogar schon 13 Jahre alt. Wir freuen uns sehr, dass wir nach all den Sorgen eine für ihr Alter muntere und fitte Amelie haben. Einzelheiten über die Lebererkrankungen haben wir in Amelies Krankentagebuch festgehalten, das interessierte Leser nachstehend finden können.

                        
                                                       (Amelie im Oktober 2017)

Hilfreiche Links bei Lebererkrankungen:

Kurzinfo Leberwerte
AST (=GOT), ALT (=GPT) - Übersicht
Alkalische Phosphatase (AP) - Übersicht
Gamma-GT (GGT, Gamma-Glutamyl-Transferase) - Übersicht
GLDH (Glutamatdehydrogenase) - Übersicht

Amelies Krankentagebuch:                             

Nachdem Amelie seit November die Minimaldosis Cortison gut vertragen hatte und alle Krankheitssymptome verschwunden waren, habe wir das Cortison Weihnachten 2013 komplett abgesetzt :-) Amelie ging es blendend, sie war sehr aktiv, spielfreudig und hatte wieder ein richtig schönes Fell bekommen.  Auch das Gewicht ging wieder auf ein Normalmaß (12 kg) herunter. Im Frühjahr wurde Amelie wie gewohnt läufig und im Juni bekam sie leider wieder einen erneuten Krankheitsschub :-( Nachfolgend daher die neuesten Entwicklungen seit Juni:

Juni 2014:  Amelie hat seit dem 14.06. einen Rückfall / Krankheitsschub bekommen, im Rahmen dessen sie sich immer wieder erbrach und ihr anzusehen war, dass es ihr nicht gut ging. Außerdem wurde ihr Urin wieder zusehends gelber.

Nachdem ein Magen-Darm-Infekt ausgeschlossen wurde, haben wir am 20.06.2014 morgens (auf nüchternen Magen) Blut abgegeben. Am Mittag des 21.06. haben wir die Info bekommen, dass die Leberwerte erneut sehr schlecht sind und Amelie wieder kurz vor dem Ikterus (Gelbsucht) steht. Wir sind daher schnellstens in die Tierklinik in Potsdam ( http://www.tierklinik-potsdam.de/) gefahren, wo wir mehrere Stunden verbrachten und Amelie Infusionen ( Deltajonin ) bekam. Außerdem hat sie Vitamin B12, Prednisolon und Vitamin K gespritzt bekommen.

Bereits am nächsten Tag ging es ihr deutlich besser und man merkte ihr bis auf den sehr gelben Urin nichts an. Damit die Leber sich weiter stabilisieren konnte, wurden aber auch am 22.06. noch einmal eine Infusion und die gleichen Medikamente wie am Vortag verabreicht.

Seit dem 23.06. bekommt Amelie die folgenden Medikamte:

  • direkt nach dem Aufstehen das Medikament Omeprazol, das den Magen und alle anderen Schleimhäute des Verdauungstrakts gegen die Nebenwirkungen des Cortisons schützt
  • Eine halbe Stunde später Prednisolon (Cortison) in den folgenden Dosierungen:
    23.06. - 25.06 (3 Tage) 16,6 mg Cortison
    26.06. - 30.06. (5 Tage) 12,5 mg Cortison
    Ab dem 01.07. sollte Amelie nur noch alle 2 Tage die 12,5 mg bekommen.Allerdings hatte uns keiner gesagt, dass man das Omeprazol dann trotzdem weiter täglich geben muss, so dass Amelie Magen-Darm-Probleme mit Durchfall und Erbrechen bekam als wir ihr das Omeprazol ebenfalls nur alle 2 Tage gaben, weil wir dachten, dass dies an das Cortison gekoppelt sei. Wir erfuhren dann jedoch dank guter Tipps aus dem AI-Forum, dass das Omeprazol jeweils eine Weile braucht, bis es seinen Schutz aufbaut und daher täglich verabreicht werden muss. Nachdem Amelie also wieder Erbrechen und Durchfall hatte, wurde das Cortison auf 10 mg pro Tag gesetzt und auch das Omeprazol täglich verabreicht, so dass sich die weiteren Tage wie folgt darstellten:
    01.07. - 05.07. alle 2 Tage 12,5 mg Cortison
    06.07.- 08.08. täglich 10 mg Cortison
  • Täglich wieder als Leberschutzmittel das Mariendistelpräparat Legalon
  • Und vom 06.07. - 08.08. das Gallenpräparat Ursoschol, das leberunterstützend helfen sollte.
     
  • Die Tierklinik empfahl uns zusem, dass Amelie 1 Tablette des Immunsuppressivums Azathioprin pro Tag bekommen sollte, wovon wir jedoch zunächst und auch bis heute Abstand genommen haben.

August 2014

Amelie hat am 08.08. neue Leberwerte bekommen, die deutlich besser geworden sind :-))) Von unserer Haus-Tierärztin wurde daher jetzt die folgende Therapie vorgeschlagen:

  • weiterhin tägliche Vergabe von Omeprazol
  • stufenweise Reduktion der Cortisontherapie bis zur Feststellung der Erhaltungsdosis. Derzeit bekommt Amelie seit dem 08.08. 7,5 mg Prednisolon pro Tag
  • Täglich Legalon ( Mariendistel)
  • Auf Ursoschol kann derzeit verzichtet werden.

Bei alledem muss Amelie engmaschig überwacht und regelmäßig die Blutwerte überprüft werden.

Als Nebenwirkungen des Cortisons hatten wir diesmal:

  • Gewichtszunahme von 12 kg auf 13 kg
  • Heißhunger
  • Fellveränderungen ( dünneres und weniger Fell )
  • Hängebauch bei gleichzeitig durchhängendem Rücken
  • Trägheit auf den Spaziergängen, wobei die Spielfreudigkeit glücklicherweise erhalten blieb

Nachfolgend die bisherigen Blutwerte seit ihrem neuen Krankheitsschub:

Wert        Soll         Ist, 20.06.14          Ist, 07.07.14          Ist, 08.08.14

ALT         <55                 594,8                    872,0                     120

GLDH      <6                    889                        220                     24,5

AP           <108                988                       1284                     325

g-GT        <5                     26,4                       230,6                    89,0

Billirubin    <3,4                  23,2                          5,2                     0,9

Eiweiß    54-75                  68                           66,6                   60,5

Albumin 25-44                   ----                         42,2                   40,5

AST         <25                 100                            97,8                    9,8

Nachfolgend noch ein Bild, als Amelie am Tropf in der Tierklinik war und wie immer sooooo lieb und tapfer war:
 

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Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Update. Damit es übersichtlich bleibt und der Artikel nicht noch länger als ohnehin schon wird, versuche ich das Ganze in tabellarischer Form aufzulisten:

  • 03.07.13: Die Analdrüsen nässen immer noch, scheinen jedoch nicht mehr so entzündet zu sein. Der Gestank ist eindeutig moderater geworden, allerdings scheinen die Doloproct-Zäpfchen von unserer Stamm-TÄin letztes Mal besser geholfen zu haben, als die Jelly Proct Salbe.In den vergangenen Tagen bekamen wir auch noch eine Zuschrift von einem Kromi (Filous Bruder), bei dem SLE diagnostiziert wurde.  Benny hat im Rahmen des SLE auch Analdrüsenentzündungen. Nachfolgend noch ein Bild von Amelies rechtem Ohr, an dem sie sich rund um die Pustel aufgrund des Juckreizes das ganze Fell weggekrazt hat.


     
  • 19.07.2013: Nach Abschluss der Antibiotikatherapie ist nunmehr zwar die Analdrüsenentzündung offenbar ausgeheilt; jedoch sind die Pusteln und Hautprobleme im Kopfbereich nach wie vor vorhanden, so dass wir am 15.07. mit der Cortisontherapie begonnen haben. Wir versuchen es mit einer Low-Dose-Therapie, bei der Amelie bei einem Körpergewicht von 12,3 kg täglich eine Cortisondosis (Prednisolon) von 5 mg (= 1 Tablette) bekommt. Wir verabreichen das Cortison morgens, da dies verträglicher und wirksamer sein soll.

    Folgende Feststellungen können nach 4 Tagen getroffen werden:

    1. Amelie hat sich noch kein einziges Mal übergeben und scheint das Cortison gut zu vertragen. Der Appetit ist eindeutig größer geworden. Eine vemehrte Flüssigkeitsaufnahme habe ich noch nicht beobachtet.

    2. Die Stuhlabsatzprobleme (Schmerzen?), die seit Jahren schon bestanden, sind deutlich besser geworden.

    3.Die Analdrüsen sondern kein Sekret mehr ab, der Gestank ist verschwunden.

    4. Die Pusteln an den Ohren scheinen endlich abzuheilen. So gut wie heute haben sie seit der ganzen Zeit noch nicht ausgesehen. Außerdem ist Amelie einfach super drauf, das Cortison schein ihr einfach gut zu tun.
  • 10.08.2013: Leider innerhalb von nur 1,5 Wochen 2 heftige Entzündungsvorgänge

    Donnerstag, 02.08.: Schon wieder eine blutige Analdrüsenentzündung => Stinkende Analdrüsen, heraustrofendes Sekret, starke Durchsetzung des Sekrets mit Blut. Therapie: Ausdrücken, Spülen, Füllen der Analdrüsen mit lokalem Antibiotikum.

    Mittwoch, 08.08., nachts: Etwas Futter erbrochen, starkes Hecheln, Gassigang um 3.20h nachts nach draußen. Dort dann ständiges Hinhocken, Pinkeln.
    Donnerstag 09.08.: Vormittags sehr ruhig, fast lethargisch. Nachmittags beim Gassigang dann ständiges hinhocken, pinkeln, zum Schluss fast  reines Blut tropfenweise uriniert. => Tierarztbesuch: Allgemeinuntersuchung, Urinprobe + -Untersuchung. Anscheinend Schmezen im Bauchraum / Blasennähe.Verdacht auf Blasenentzündung, Injektion eines Schmerzmittels + eines Antibiotikums.
    Freitag 10.08.: Wieder Abgabe + Untersuchung Urinprobe, Ultraschall, Punktion der Blase, Blutentnahme, Bestätigung starke Blasenentzündung. Leberwerte etc. kommen am Montag. Amelie bekommt jetzt zu ihrer Cortisontherapie wieder ein Antibiotikum. Kostenfaktor von den 2 Tagen: 230 Euro.
     
  • 12.08.13: Trotz aller momentanen gesundheitlichen Problem ein Lichtblick: Unter dem Cortison und der fortdauernden Gabe von Legalon hat Amelie die besten Leberwerte seit einem Jahr :-) Sie sind zwar immer noch erhöht, aber deutlich (!) zurückgegangen. Die tägliche Cortisondosis wird nunmehr auf 7,5 mg pro Tag erhöht, um auch die anderen Entzündungsvorgänge in den Griff zu bekommen.
     
  • 28.09.13: Alle Entzündungsvorgänge sind unter der Cortisongabe abgeheilt :-) Lediglich eine einzige "Pustel", die als solche nicht mehr erkennbar ist und nur ab und an noch einmal nässt, ist übrig geblieben. Die Analdrüsenentzündung und auch die Blasenentzündung sind anscheinend auskuriert. Wir fangen nunmehr an das Cortison zu reduzieren, da das Cortison auch neben den positiven Effekten auch unerwünschte Begleiterscheinungen hatte:
    -Gewichtszunahme von 12,3 auf 14,9 kg
    -Heißhunger
    -Vermehrtes Trinken
    -Verlust von Unterfell
    -Trägheit
     
  • 12.11.13: Nachdem wir eine ganze Weile 5mg Prednisolon täglich gegeben hatten, sind wir zunächst auf 2,5 mg gegangen, dann auf 1,25 mg. Nunmehr sind wir bei 1,25 mg alle 2 Tage runter gegangen. Seit 2 Tagen bemerken wir, dass der extreme Hunger nachlässt und Amelie wieder etwas mäkeliger beim Fressen wird. Wir belassen es jetzt erst einmal bei dieser Dosis und warten ab, wie sich der Gesundheitszustand entwickelt, da wir Angst haben, dass die Entzündungsvorgänge und Leberzellenzerstörungen zurückkehren können. Wir werden weiter berichten...
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Wir hatten heute einen Termin bei der tierärztlichen Dermatologin:

Frau Dr. Thelen hat sich zunächst Amelies ganze Krankheitsgeschichte von uns angehört. Und die hat gedauert....

Danach hat sie sich die Analdrüsen angesehen und festgestellt, dass diese schon wieder blutig und vereitert sind. Allein bei der Untersuchung tropfte das eitrige Sekret regelrecht aus Amelie heraus auf den Untersuchungstisch. Frau Dr. Thelen sagte, dass dafür auf jeden Fall ein Antibiotikum gegeben werden müsste und dass die Analdrüsen gespült werden müssten. Da sie jedoch Dermatologin ist und in ihrem Behandlungszimmer nichts für eine Spülung hatte, hat Frau Dr. Thelen uns geraten  zusätzlich unsere Haustierärztin aufzusuchen. Amelie hat für die Entzündung Amoxiclav 200 / 50 mg (Kostenpunkt 44 EUR) verschrieben bekommen. Ein oral zu verabreichendes Antibiotikum, das 2x/Tag gegeben werden muss. Ohne Antibiotikum geht es bei so einer schlimmen Vereiterung nicht mehr.

Dann hat Frau Dr. Thelen sich die Verkrustungen an den Ohren und an der Schnauze angesehen und vermutete zunächst, dass diese eher nicht nach einer Autoimmunerkrankung (AI) aussehen würden, weil es auch "nur" 3 Stellen sind. Auch ein Hautkrebs oder eine Infektion kämen in Frage. Sie hat dann jedoch Zellentests auf einen Glasträger vom Mikroskop gestrichen. Auch von der Haut an Krallen hat sie Proben auf einen Glasträger gestrichen, weil Amelie ja auch dort immer wieder Probleme hat.

Das Ganze hat Frau Dr. Thelen dann mikroskopiert und ca. 10 Minuten später bekamen wir als Ergebnis mitgeteilt, dass die Hautzellen von den Verkrustungen her doch sehr nach Pemphigus (eine Autoimmunerkrankung) aussehen würden. Dies vor allem deshalb, weil dort so viele akantholytische Zellen zu finden sind, die äußerst typisch für Pemphigus sind. 100%ige Gewissheit könnten wir jedoch nur durch eine Biopsie bekommen, die man nur unter einer (leichten) Narkose machen kann. Wir haben uns jedoch dagegen ausgesprochen, weil wir Angst vor einem schlimmen AI-Schub haben, der durch die Narkose ausgelöst werden könnte. Auch Amelies Leberprobleme müssen wir im Auge behalten. Frau Dr. Thelen konnte das sehr gut verstehen und sagte selber, dass das in der Tat nicht ganz unkritisch sei.

Mit Cortison und Immunsuppressiva wollte Frau Dr. Thelen momentan noch nicht dran gehen, weil es ja "nur" 3 Verkrustungen sind und die anderen ganzen Symptome damit nicht in Zusammenhang stehen müssten.

An den Krallen befand sich lt. Mitkroskopie ein leichter Pilzbefall,  bei dem es sich um eine Sekundärinfektion handeln soll, weil die Krallen von so schlechter, brüchiger Struktur sind.

Wir sollen jetzt erst einmal das Antibiotikum geben und auf die Analdrüsen Jelly-Proct-Salbe (Kostenpunkt 17 EUR) schmieren. Die Krallenprobleme sollen wir zunächst mit Super-Marine Fischöl-Kapseln als Zusatzfutter behandeln, die besonders reichhaltig an Omega3 Fettsäuren sein sollen.

Auf  unsere Nachfrage nach der Mielosan-Créme für die Ohren, mit der viele Betroffene im AI-Forum gute Erfahrungen gemacht haben, hat sie gesagt, dass sie diese kennt und wir es ruhig unterstützend versuchen sollten.

In 2 Wochen soll Amelie dort wieder vorstellig werden, um dann zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt hat und ob wir ggfs. mit Cortison etc. ansetzen.

Eine nette Überraschung hatten wir übrigens vor unserem Termin, wo wir ein Mitglied aus unserem AI-Forum zufällig im Flur der TA-Praxis getroffen haben. Wir haben uns zunächst nur an den Hunden erkannt. Das war irgendwie lustig und wir haben uns gefreut, Besitzerin und Hund in natura kennenzulernen

Die Untersuchungen haben 109 EUR gekostet. Die Medikamente kommen noch hinzu (s.o.).

Nach dem Termn bei der Dermatologin sind wir dann zu unserer Haustierärztin Frau Dr. Berghaus in Refrath gefahren, die die Analdrüsen mit Baytril (auch einem Antibiotikum) gespült hat. Unsere TÄin ist angesichts der Gesamtheit der Symptome mittlerweile ziemlich davon überzeugt, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Immerhin liegen bei vielen Symptomen (Leberprobleme, Analdrüsenentzündung, Verkrustungen an der Haut, Entzündungen an den Krallen etc.) teilweise massive Zellzerstörungen vor. Aber auch sie würde Amelie auf gar keinen Fall in Narkose legen und meint, dass wir jetzt über kurz oder lang mit Cortison einsteigen sollten. Frau Dr. Berghaus hat uns zusätzlich noch die Fuciderm Salbe empfohlen. Allerdings wollten wir jetzt auch nicht in die Therapie von Frau Dr. Thelen "reinpfuschen", weil Frau Dr. Thelen auch sagte, dass es dann schwierig mit der Diagnose werden könnte, weil man dann nicht mehr weiß, welches Medikament jetzt wirklich angeschlagen und geholfen hat.

Noch einmal zur Erinnerung: Auch 2 von Amelies Schwestern (Isi und Ralli) sind an AI erkrankt, wobei Ralli dieses Jahr leider im Alter von 8 Jahren verstorben ist. Isi hat als Diagnose SLO (AI der Krallen) bekommen, Ralli Kaumuskelmyositis (autoimmunbedingter Muskelschwund am Kopf).

Am Freitag haben wir wieder einen Termin zum Analdrüsenspülen bei unserer Haus-TÄin.

Wir sind froh, dass es Amelie trotz alledem doch noch recht gut geht und sie einen gesunden Appetit hat (derzeitiges Gewicht: 12,3 kg). Unser Geldbeutel leidet allerdings zusehends...

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Leider werden alle Haut- und Analdrüsensymptome immer schlimmer und wir sind froh, dass wir für morgen einen Termin bei der Dermatologin in Köln-Dellbrück bekommen haben.

Amelies Ohrrand sieht gar nicht gut aus und die Analdrüsen laufen regelrecht aus, obwohl sie beim TA in Lindlar vor gerade einmal 6 Tagen noch geleert worden sind. Überall finden wir schmierige Flecken mit Analdrüsensekret. Auch die Afterregion ist verschmiert damit. Der ganze Hund stinkt wie die Pest und den Wohnzimmerteppich können wir wegschmeißen.

Auch scheint das Ohr zu jucken und die Analdrüsenprobleme scheinen Amelie ebenfalls  unangenehm zu sein.

Überraschenderweise ist ihr sonstiges Allgemeinbefinden kaum beeinträchtigt. Sie ist munter, frisst gut und spielt gerne.

Anbei noch 2 Bilder vom Ohr und vom After.

Afterregion:

Ohrrand vom rechten Ohr (außen):

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Am Samstag haben wir nun eine dritte Verkrustung entdeckt, die auf der Innenhaut des anderen (linken) Ohres ist :-/ Außerdem stinkt Amelie wieder von den Analdrüsen her und wir haben heute auf der Treppe übelriechendes Analdrüsensekret vorgefunden.

Die Krusten scheinen wie aus dem Nichts aufzutauchen. Auf einmal sind sie da. Ohne dass wir  vorher eine Wunde o.ä. entdeckt hätten. Knibbelt man die Kruste ab, so scheint die Stelle darunter weder sonderlich wund, noch nässend zu sein. Der Geruch ist metallisch.

Das Schorfige am rechten Ohr ließ sich am Donnerstag komplett "abbröseln". Dabei löste sich auch das flaumige Ohrfell etwas mit ab. Es bileb sozusagen an den "Bröseln" hängen. Darunter kam neue rosane Haut zum Vorschein. Am Samstag war an derselben Stelle dann jedoch wieder eine Kruste

Es scheint sich an allen 3 Stellen nichts großartig zu verbessern....aber auch nicht zu verschlimmern. Außerdem sind die Stellen berührungsempfindlich.

Unsere Tierärztin Dr. Berghaus ist momentan leider im Urlaub.

Die Prednisolon-Tabletten, die ich bei meinem letzten TA-Besuch für den Fall der Verschlimmerung mitbekommen, haben wir bislang nicht ausprobiert. Die liegen noch für den Notfall zuhause.

Wir haben heute unseren Ersatz-TA in Lindlar aufgesucht. Dieser hat die Analdrüsen ausgedrückt und meinte, dass dort aber nichts entzündet sei. Hmmm....

Wir tauschen uns regelmäßig im AI-Forum mit anderen Betroffenen aus. Amelies Krusten weisen Besorgnis erregende Parallelen zu andern Hunden mit AI auf. Im AI-Forum wurde uns als tierärztliche Dermatologin Frau Dr. Thelen in Köln empfohlen., wo auch andere Betroffene in Behandlung sind. Da unsere eigene TÄin -wie oben schon erwähnt- im Urlaub ist, werden wir wohl dort einmal einen Termin ausmachen.

Wir werden auch schauen, ob wir irgendwo Mielosan-Salbe bekommen, mit der andere Betroffene aus unserem AI-Forum schon gute Erfahrungen gemacht haben.

Nachfolgend noch ein paar Bilder von den Verkrustungen von heute:

 
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Die Scheinträchtigkeit ist vorbei. Allerdings hat mein Sohn am vergangenen Wochenende bei Amelie jetzt auch noch eine Verkrustung außen  am rechten Ohrrand entdeckt :-( Ebenso wie die Kruste am Maul, ist diese etwas erhaben und rundlich. Die Kruste am Maul unter dem Bart ist unverändert. Sie will und will nicht weggehen. Das Suorolan schlägt auch nicht an. Aber immerhin machen die Analdrüsen  momentan keine weiteren Probleme. Wir warten also ab und schmieren weiterhin Surolan auf die betroffenen Stellen.

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Wir waren gestern zur Nachkontrolle bei unserer Tieräztin. Nachdem Amelie nunmehr 10 Tage jeweils abends ihr Doloproct Zäpfchen bekommen hat, war die  Tierärztin sehr zufrieden mit Amelies Analdrüsen. Das herausgeholte Sekret war unauffällig und hat auch nicht mehr so gestunken. Offensichtlich hat das  in dem Doloproct enthaltene Corticoid geeinsam mit den vorherigen Spülungen gut angeschlagen. Wir hoffen, dass es das jetzt gewesen ist.

Ist ja schon irgendwie skuril: Morgens bekommt der Hund von vorne eine Kapsel mit dem Präparat für die Lebererkrankung in den Schlund geschoben und abends von hinten ein Zäpfchen gegen die Analdrüsenentzündung. Für Nichthundebesitzer bestimmt ziemlich gewöhnungsbedürftig ;-) Gut, dass Amelie sich so brav immer alles gefallen lässt....

Was allerdings nach wie vor noch nicht gut aussieht ist Amelies Pustel am Maul, die immer noch verkrustet und unten drunter wund ist. Die Verkrustung wurde gelöst und wir sollen die Wunde nunmehr 1 Woche lang mit Surolan (einer ebenfalls leicht Cortisonhaltigen Emulsion) behandeln. Auch für die weiterhin bestehenden Krallenprobleme können wir das Surolan verwenden. Für den Fall, dass das nicht helfen sollte oder weitere (andere) Probleme auftreten, haben wir Prednisolon-Tabletten (= Cortison ) mitbekommen. Diese werden oftmals auch bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Vorher müssten wir dann noch einmal mit unserer Tierärztin telefonieren um uns abzusprechen. Wir hoffen natürlich, dass wir das nicht brauchen werden.

Unabhängig von den bestehenden Gesundheitsproblemen ist Amelie derzeit noch dazu scheinträchtig. Sie schleppt alles mögliche in ihren Korb: Stofftiere, die sie in den Kinderzimmern klaut, Handtücher, Spielzeug, das Cappy meines Sohnes und zu Guter letzt auch noch einen zusammengeschobenen Regenschirm! Milch hat sie ebenfalls reichlich. Die Spitze der Scheinträchtigkeit scheint allerdings überwunden zu sein und das Ganze klingt wieder ab. An Pulsatilla-Globuli, die dabei helfen, haben wir dieses Mal zu spät gedacht und von der Gabe von Gala-Stop oder anderen Präparaten haben wir bislang stets abgesehen. Wir sind ganz zuversichtlich, dass sich dieses natürliche Phänomen bei Amelie bald wieder von selber gibt.

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Nachdem Amelies Gestank nach der 1. Analdrüsenspülung am Dienstag noch bis einschließlich Mittwoch angehalten hatte, hat der Geruch ab Donnerstag glücklicherweise eindeutig nachgelassen. Bis zu unserem gestrigen Tierarzt-Besuch habe ich versucht, den Heilungsprozess mit Waschungen mit Kamille sowie eincrémen mit Bepanthen-Salbe äußerlich etwas zu unterstützen. Am Mittwoch Abend habe ich zudem noch etwas Eiter herausgedrückt :-/

Gestern waren wir dann bei unserer Tierärztin, welche noch einmal eine größere Portion Analdrüsensekret und Eiter herausgeholt hat. -Ja, ich weiß, das hört sich alles ziemlich eklig an....ist es auch ;-) aber vielleicht können unsere Berichte anderen Betroffenen helfen.- Amelie bekam danach auch wieder eine Analdrüsenspülung und ich muss sagen, dass sie sowohl bei der Entleerung der entzündeten Beutel als auch bei der anschließenden Spülung einen sehr entspannten -ja, fast erleichterten- Eindruck machte. Offensichtlich spürt sie, dass die ganze Prozedur ihr hilft.

Für zuhause haben wir jetzt Doloproct-Zäpfchen (ein Medikament aus der Humanmedizin) mit bekommen. Heute Abend werde ich das erste Mal versuchen, Amelie ein solches Zäpfchen zu verabreichen.

Ansonsten wirkt Amelie fit und munter. Sowohl die Kehlkopfreizung als auch die Krallenentzündung sind kaum mehr vorhanden. Lediglich die Verkrustung an der Schnauze will nicht weggehen.

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Nachdem Amelies Analdrüsen uns immer noch Sorgen bereiteten und Amelie gestunken hat "wie die Pest", haben wir heute wieder die Tierärztin aufgesucht. Dabei wurde festgestellt, dass zumindest eine Analdrüse total vereitert war. Der Eiter wurde herausgeholt und die Analdrüse wurde anschließend mit "Tarantula" (homöopathisch) gespült. Am Freitag müssen wir wieder zum Spülen hin. Auf ein Antibiotikum wurde u.a. wegen der nach wie vor vorhandenen Lebererkrankung verzichtet. Auch kann nach wie vor eine Autoimmunerkrankung nicht ausgeschlossen werden, zumal Amelie derzeit auch extrem viele gesundheitliche Probleme hat.

Außer der Analdrüsenentzündung mussten heute auch noch eine Probleme bereitende Kralle, eine Kehlkopfreizung und eine Verkrustung am Maul behandelt werden.

Zur Unterstützung ihres Immunsystems wurde ihr ein Immun-Enhancer gespritzt.

Amelie hat alles sehr brav über sich ergehen lassen.

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Wir waren heute beim TA.

Die Verkrustung am Maul wurde gelöst und die TÄin pulte darunter etwas heraus, was wie ein Zeckenkopf aussah, so dass vermutet wird, dass die Verkrustung auf einen Zeckenbiss zurückzuführen ist.

Die Analdrüsen waren rappelvoll und hatten sich daher entzündet. Dabei waren sie bei unserem TA-Termin am 08.04. noch ausgedrückt worden. Wären wir nicht so schnell zum TA gegangen, hätte sich ein Abzess bilden können. Die TÄin hat mir gezeigt, wie man die Analdrüsen fühlt und wie man sie zukünftig selber ausdrücken kann.
Zusätzlich habe ich heute Knochenmehl besorgt um es unter das Futter zu mischen, damit der Stuhl härter wird.

Die Krallen haben wir auch noch einmal kürzen lassen. Normalerweise machen wir das zwar seit Jahren selber, weil Amelie wegen ihrer Digitalen Hyperkeratose so ein enormes Krallenwachstum hat, aber wenn Entzündungen an den Krallen sind, tut ihr das Kürzen zu weh, so dass wir es heute bei der TÄin haben machen lassen.

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Das Laufen klappt heute wieder besser. Auch erbrochen hat Amelie sich heute nicht. Dafür riecht sie trotz der Waschungen extrem nach Analdrüsensekret. Es sieht weiterhin so aus, als würde Sekret abgesondert, da es rund um den Schließmuskel feucht ausschaut. Die Verkrustung an der Schnauze ist unverändert. Sie ist trocken, ca. 7 mm groß, fest und erhaben. Morgen werden wir den Tierarzt aufsuchen.

Den TA werden wir auch darauf ansprechen, ob Amelies jahrelange Probleme beim Stuhlabsatz, für die nie eine Ursache gefunden wurde, nicht auch auf die Analdrüsen zurückzuführen sein können.

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Bis zum vergangenen Samstag ging es Amelie richtig gut. Allerdings fiel uns schon seit Mitte letzter Woche auf, dass Amelies Analdrüsen anscheinend mehr Sekret absondern, da sie "hinten rum" unangenehm gerochen hat und es feucht war. Seit Sonntag zeigt Amelie noch dazu wieder Lahmheiten vorne rechts, die augenscheinlich mal wieder auf eine entzündete Kralle (nicht das Krallenbett) zurückzuführen sind. Solche Lahmheiten wegen Krallenproblemen haben wir bislang immer ihrer Digitalen Hyperkeratose zugeschrieben, da die Autoimmunerkrankungen SLO und SLE eher mit Nagelbettentzündungen und Krallenverlusten einhergehen.

Seit gestern habe ich den Eindruck, dass Amelies Analdrüse vielleicht entzündet sein könnte. Ich habe ihr den Bereich feucht abgewaschen und mit Bepanthen Wund- und Heilsalbe eingecrémt, mit der wir schon bei der wunden Vulva gute Erfahrungen gemacht hatten.( Bei unserem TA-Besuch im April waren die sehr vollen Analdrüsen noch ausgedrückt worden. )

Außerdem hat Amelie seit Montag wieder ein paar Mal gekötzelt und ich habe gestern eine Verkrustung unter den Barthaaren am Maul entdeckt, die ich mir nicht ekrlären kann (vielleicht eine Wunde, die eine nicht entdeckte Zecke nach ihrem Abfallen hinterlassen hat).

Wir werden schauen, wie sich das Ganze bis zum Freitag entwickelt und dann werden wir wohl mal wieder zum Tierarzt fahren müssen. Die Gesundheitsprobleme reißen nicht ab :-(

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Heute waren wir in der Praxis von Dr. Wüstenberg in Köln, wo eine Ultraschalluntersuchung an einem Spezialultraschallgerät durchgeführt wurde.

Anhand der Ultraschalluntersuchung waren wiederum keinerlei Hinweise auf ein tumoröses Geschehen erkennbar :-) Wenn ein Lebertumor die Ursache gewesen wäre, wäre dieser auch seit dem ersten Auftreten der Leberprobleme im letzten Juli weiter gewachsen, so dass er spätestens jetzt erkennbar gewesen wäre.

Auch ansonsten sah die Leber einigermaßen akzeptabel aus. Zwar war die Struktur etwas grober als bei einer gesunden Leber, aber diese kann sich auch wieder regenerieren und war auch nicht extrem besorgniserregend.

Da es Amelie momentan recht gut geht, sie fit ist, frisst und keinerlei Erbrechen mehr zeigt, besteht derzeit kein Grund zu großer Sorge.

Die weitere Therapie wird so aussehen, dass Amelie weiterhin ihr Mariendistelpräparat bekommt und ein Drittel des Futters durch Kohlehydrate (Reis, Kartoffeln, Nudeln) ersetzt werden soll. Auf ein spezielles Leberdiätfutter brauchen wir nicht umzusteigen, zumal Amelie dies auch dann nicht fressen würde, wenn sie keinerlei anderes Futter bekommt (haben wir schon ausprobiert).

Eien bakterielle oder virale Ursache für die Lebererkrankung konnte auch Dr. Wüstenberg nicht erkennen. Weder die Blutwerte noch der Ultraschall weisen darauf hin. Somit haben wir nun eine dritte ärztliche Meinung, die dies als Ursache verneint.

Ebenso wie unsere Tierärztin Frau Dr. Berghaus aus Refrath zieht Dr. Wüstenberg eine familiäre Neigung für erhöhte Leberwerte in Betracht. Leider liegen uns nicht genügend Vergleichsleberwerte anderer Kromis aus derselben Linie vor, um dies zu bestätigen oder auszuschließen.

Eine weitere Ursache könnte nach wie vor in einer Autoimmunerkrankung gesehen werden. Hier muss man weiter abwarten, wie sich Amelies Gesundheit und Leberwerte weiter entwickeln.   Ein bereits durchgeführter ANA-Test brachte diesbezüglich keine Ergebnisse, was allerdings nichts heißen mag, da dieser relativ unzuverlässig ist (siehe Unterseiten "Autoimmunerkrankungen" und "Rund um die Gesundheit"). Wir werden jedenfalls weiter berichten.

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Hier entsteht ein Blog über Amelies Lebererkrankung, in dem nach und nach alle Ereignisse seit der Diagnose von Amelies Lebererkrankung im Juli 2012 eingetragen werden. Heute haben wir wieder neue Werte bekommen, die sich leider wieder verschlechtert haben, nachdem es Amelie vom Befinden her eigentlich wieder recht gut ging. Mehr dazu werde ich für die Zeit zwischen Oktober und April, in der sich einges getan hat, noch nachtragen.

Nachfolgend jedoch erst einmal die neuen Laborwerte von heute:

  • ALT  1.060     
    Dezember = 458     August = 104   
    Referenzwert je <55   
     
  • AP   1.047    
    Dezember = 667     August = 191  
    Referenzwert je <108
     
  • y-GT   17  
    Dezember = 16,2    August  = 50,1 
    Referenzwert je <5   
     
  • AST    157
    Dezember = 74,5    August  = 15,4  
    Referenzwert je <25 
     
  • GLDH    100
    Dezember = 55,9    August =  8,2  
    Referenzwert je <6  
     
  • Billirubin i.O.
    Nierenwerte i.O.
    Eiweiß i.O.
    Leukozyten mit 5,7 etwas zu niedrig
    Bauchspeicheldrüsenwerte "Tip Top"

    (Labor: Laboklin)  

Vom 06.03.2013 an war Amelie ca. 3 Wochen läufig. Ob es vielleicht einen Zusammenhang gibt? Die extrem hohen Leberwerte von Juli 2012 wurden auch 1 Monat nach der Läufigkeit festgestellt.

Wir werden morgen nunmehr nach Anraten unserer Tierärztin Dr. Berghaus in Refrath ( http://www.tierarztpraxis-berghaus.de/ ) einen Termin bei einem Spezialisten mit einem besonders guten Ultraschallgerät ( Dr. Wüstenberg, Köln,  http://www.tieraerztekoeln.de/ ) ausmachen. Dort könnten dann etwaige Tumore, Gallensteine, Gallengries etc. entdeckt werden: Ich hoffe, dass ich noch für diese Woche einen Termin bekommen kann.

Fressen mag Amelie momentan mehr oder weniger nur das rohe DiBo Lammfleisch (Mix aus verschiedenen Teilen des Lamms inkl. grünem Pansen) - pur. Anderes Futter verweigert sie. Diese Lust auf Rohfleisch kenne ich aber auch von den anderen Läufigkeiten und vertraue da auf ihren Instinkt. Ihr Gewicht liegt derzeit bei 12,1 kg bei 43 cm Körpergröße und somit im grünen Bereich (am Besten sieht sie aus, wenn sie ca. 12,5 kg wiegt).

Im Wald ist sie topfit und fordert mich zum Spielen auf. Zuhause ist sie sehr ruhig und schläfrig, was nach der Läufigkeit  bei ihr aber normal ist.

Alle weiteren Infos werden noch nachgetragen. Kromfohrländer-Besitzer, die bei ihren Hunden ebenfalls Leberprobleme haben, können sich gerne bei mir zwecks Erfahrungsaustausches melden.

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Heute war der Tierarztbesuch.

Amelies Schleimhäute sehen (wie wir selber ja auch schon gesehen hatten ) völlig normal aus: Keine gelben Augen oder Mundschleimhäute, wie im Sommer bei ihrer akuten Lebererkrankung und auch keine blassen Schleimhäute, wie sonst, wenn ihr mal übel war).

Auch Fieber hat sie keines.

Dafür hat sie aber ziemlich entzündete Mandeln. Von einer Antibiotikagabe oder sonstigen Medikation wird jedoch erst einmal abgesehen.

Von dem Thorax wurde dann eine Röntgenaufnahme gemacht. Allerdings ohne Kontrastmittel, weil man dafür fast den ganzen Tag hätte einplanen müssen.

Das was man ohne Kontrastmittel von der Speiseröhre überhaupt erkennen konnte war unauffällig. Dafür ist aber ein sogenanntes Kugelherz festgestellt worden, das Amelie irgendwann einmal Probleme machen könnte. Das Kugelherz ist die Bezeichnung für eine veränderte Herzform, das ansonsten spitz nach unten verläuft. Das Ganze hat etwas mit der quergestreiften Muskulatur zu tun und kann angeboren sein.

Da momentan viele Hunde hier in der Gegend mit Magen-Darm-Infekten zu tun haben, könnten Amelies Problem auch auf einen Infekt zurückzuführen sein.

Sie hat gegen das Erbrechen erst einmal Cerenia gespritzt bekommen, das sehr schnell anschlagen soll. Falls das Ganze sich nicht geben sollte, werden wir noch einmal eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel machen müssen, um einen Megaösophagus sicher auszuschließen.

Blut werden wir auch erst dann abnehmen lassen, da wir lt. TÄin damit noch Zeit bis Mitte November haben.

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Wir haben Amelie heute morgen Kartoffeln und Möhren gekocht, püriert und ein kleines bisschen Sahne und Gemüsebrühe dran getan. Wir haben das Ganze dann mit etwas Wasser noch etwas verflüssigt in ihren Napf getan.

Sie hat es mit Wonne gefressen. Mit so viel Lust hat sie seit Tagen nicht mehr ihren Napf geleert.

Es waren aber nicht mehr als ein paar Löffel, weil wir erst mal schauen wollten, ob es drin bleibt. Amelie sah uns dann etwas enttäuscht an, aber besser ein bisschen, was drin bleibt, als viel, was dann wieder raus kommt.

Rohes Fleisch werden wir erst einmal weg lassen. Eine Leberdiät haben wir die ganze Zeit nicht gegeben, da wir froh waren, wenn Amelie überhaupt etwas zu sich nahm.

Am Abend kam dann aber erneut ein Rückschlag, da Amelie wieder eine halbe Stunde nach der Futteraufnahme alles hervorgewürgt hat. Dabei hatte sie so einen Hunger. Sie hat auch schon ein gutes Kilo abgenommen Vielleicht haben wir es heute Abend aber auch zu gut mit ihr gemeint, nachdem wir den Rest des Kartoffel-Möhren-Gemischs mit Dosenfutter und Wasser zu einem Brei gerührt und ihr fast eine normal große Portion gegeben habe.

Nach dem Frühstück, das sie drin behalten hatte, hat sie auch noch ein paar Brocken Trockenfutter (Markusmühle) gefressen, das sie drin behalten hat. Da haben wir gedacht, dass wir ihr am Abend wieder etwas mehr geben könnten, wo sie doch anscheinend so hungrig ist.

Kurz vor dem Hervorwürgen fing Amelie an zu hecheln (wahrscheinlich hatte sie Stress, weil sie merkte, dass das Futter wieder "raus wollte"). Jetzt liegt sie wieder ganz entspannt da und schläft. Leider ohne Futter im Bauch

Wir werden beim TA morgen vorsichtshalber eine Speiseröhrenerweiterung (Megaösophagus) abklären lassen, da auch so etwas bei Autoimmunerkrankungen vorkommen kann. Allerdings ist ja immr noch unklar, worauf Amelies Lebererkrankung zurückzuführen ist.

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20
Oct
Regurtieren

Amelie hat jetzt an 2 aufeinanderfolgenden Nächten ihr Futter unverdaut wieder hervorgewürgt. Es war eindeutig kein Erbrechen sondern ein Regurtieren.

Wir hatten es darauf geschoben, dass es 2x dasselbe Rohfutter war und Amelie seit längerer Zeit kein Rohfutter (außer Pansen und Hühnerherzen) mehr bekommen hatte.

Nun hat sie aber heute auch ihre Morgenmahlzeit (Luderland Dosenfutter Kehlkopf.....und danach noch eine Salamischeibe) ca. 1/2 Std. nach dem Fressen wieder hervorgewürgt.

Ohnehin frisst sie momentan wieder nicht mehr ganz so gut und scheint auch wieder an Substanz verloren zu haben. Der Kopf wirkt sehr schmal und die Flanken sehen eingefallen aus.

Am Montag wollten wir sowieso einen Termin für eine erneute Blutabnahme ausmachen und werden diesbezüglich auch die Tierärztin befragen.

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Gute Nachrichten. Die Leberwerte haben sich deutlich verbessert:

  • ALT            104    Referenzwert <55    = ca.  1,9-fach erhöht
       (vorher 1.339  Referenzwert <122)  = fast 11-fach erhöht
      
  • AP             191   Referenzwert <108    = ca. 1,8-fach erhöht
       (vorher 2.389  Referenzwert <147)  = ca. 15-fach erhöht
     
  • y-GT         50,1  Referenzwert <5    = ca. 10-fach erhöht
       (vorher  114  Referenzwert <13)  = ca. 10-fach erhöht
     
  • AST           15,4   Referenzwert <25 = Im Normbereich
       (vorher   237  Referenzwert <59)  = ca. 4-fach erhöht
     
  • GLDH    8,2   Referenzwert <6          = ca. 1,4-fach erhöht
       (vorher   134  Referenzwert <18)  = ca. 7,5-fach erhöht

Eine eindeutige Tendenz also. Wir sind sehr erleichtert :-)))

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Heute geht es Amelie recht gut. Sie hat wieder auf dem Spaziergang gespielt und relativ gut gefressen.

Gestern Abend haben wir bei Amelie gesehen, dass sie Milch hat. Sie ist also scheinträchtig. Insofern könnte ihr verändertes Verhalten auch davon kommen.

Heute waren wir auch zur Kontrolle und zum Blutabnehmen beim TA. Die TÄin war vom Gesamteindruck her sehr zufrieden mit Amelie. Genaueres werden wir morgen nach der Blutanalyse bei Laboklin wissen. Zunächst werden jedoch nur die Leberwerte untersucht. Allerdings haben wir vorsorglich etwas mehr Blut abnehmen lassen, falls weitere Untersuchungen erforderlich sein sollten.

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In der Nacht zum Samstag hat Amelie 2 Mal erbrochen und wollte dann auch zunächst nicht frühstücken. Dies hat sie später jedoch glücklicherweise nachgeholt und auch abends gut gefressen (wir haben uns mittlerwele sogar wieder an die heißgeliebten rohen Hühnerherzen getraut). Seit gestern frisst Amelie allerdings wieder relativ schlecht.

Der Vormittagsspaziergang gestern war noch sehr gut. Am Nachmittag wollte sie dann nicht mit ihrer Frisbee spielen, was wir sonst nur von ihr nur kennen, wenn sie Probleme mit dem Gangwerk hatte.

Außerdem fällt auf, dass Amelie manchmal lauter (schwerer?) atmet und sie schneller hechelt als früher. Vielleicht schon wieder ein Grund zur Sorge?

Heute früh wollte Amelie wieder nicht mit der Frisbee (Apportieren) spielen. Dafür war aber der Nachmittagsspaziergang recht gut und sie hat auch wieder Tannenzapfen apportiert. Allerdings hat sie uns nicht von sich aus zum Spielen aufgefordert. Sie wirkt also insgesamt noch recht träge und ist immer noch nicht wieder so fit, wie sie es vor der Erkrankung war.

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In den letzten Tagen hat sich nicht viel getan. Amelie bekommt täglich ihre Medikamente, die sie in Leberwurst versteckt mit Appetit verspeist. Auch Fressen tut Amelie gut. Offensichtlich hat sie Nachholbedarf. Zudem achten wir bei dem Futter auch darauf, dass kein glutenhaltiges Getreide enthalten ist, da dieses sowohl bei Krebserkrankungen als auch bei Autoimmunerkrankungen kontraindiziert ist und Entzündungen nährt.

Am 24.07. ist Amelie 8 Jahre alt geworden.

Worauf die Lebererkrankung zurückzuführen ist, wissen wir immer noch nicht. Allerdings hat ein Blick in die uns vorliegenden "Gesundheitslisten" der Kromfohrländer gezeigt, dass Amelie kein Einzelfall ist und es auch schon Kromis gab, die sehr früh an Lebererkrankungen bzw. Leberkrebs verstorben sind.

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Gestern ist die Braunüle rausgekommen und Amelie schien sichtlich erleichtert. Sie hat dann noch ein Kombipräparat (Hexadeson 2 mg) mit Cortison und Antibiotikum sowie Vitamin B 12 gespritzt bekommen.

Für zuhause haben wir dann für 4 Tage das Antibiotikum Ceaval Xeden 15 mg und das pflanzliche Leberpräparat Rascave hepar mit Mariendistel, Artischocke, Kurkuma etc. mit bekommen.

Der TA war gestern guter Dinge und meinte, wir müssten erst in 4 Wochen zur Blutabnahme für die Leberwerte wiederkommen, falls es vorher nicht wieder schlechter wird. Die Schleimhäute sahen auch wieder normal aus. Er hat uns auch noch gesagt, dass bei dem Urintest am Anfang der Erkrankung die Billiribinwerte sehr hoch gewesen seien und dass der Urin deshalb so komisch und gelb und schleimig ausgesehen hätte.

Einen ANA-Test werden wir zunächst nicht machen lassen, da dieser wegen der ganzen Medikamentengaben jetzt verfälscht wäre. Es ist ohnehin so eine Sache mit dem ANA-Test, da er recht unzuverlässig ist. Diese Erfahrungen mussten auch schon viele Mitglieder unseres AI-Forum machen. Zudem wirkt er am ehesten bei den Kollagenosen. Falls Amelie jedoch -was wir nicht hoffen- wieder irgendwelche Krankheitssymptome bekommen sollte, werden wir-sofern sie keine Medikamente mehr im Blut hat- einen ANA-Test machen lassen.

Die bisherigen Tierarztkosten belaufen sich auf rund 700 EUR (2x Ultraschall, 1 Blutuntersuchung, 1 Urinuntersuchung, mehrere Infusionen, Injektionen, Allgemeinuntersuchungen und Meikamente).

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Heute geht es Amelie nach wie vor einigermaßen gut. Nur das Fressen ist nach wie vor ein Problem.  Amelie nahm nur die ungesunden Schmackostreifen, Leberwurst und Leckerlie-Röllchen. Das Dosenfutter hat sie heute ebenfalls nicht gemocht. Rezepte für leberkranke Hunde, die wir von Kromi-Freunden bekommen hatten, haben wir ebenfalls ausprobiert, aber weder das Gehackte mit Reis, noch Hühnerherzen mit Reis fanden ihren Gefallen. Auch Hüttenkäse und Honig wollte sie nicht. Irgendwie mag Amelie momentan nur Dosenfutter (und zwar jedes Mal eine andere Sorte) sowie die ungesunden Snacks.

Der TA meinte, das sei im Moment völlig egal. Sie soll einfach das bekommen, was sie möchte. Hauptsache sie frisst wieder.

Heute ist der 1. Tag ohne Infusion. Die Braunüle ist aber noch nicht raus gezogen und soll noch bis morgen drin bleiben, falls sie doch noch einmal eine Infusion braucht.

Die Blutwerte werden erst in 4 Wochen wieder kontrolliert, außer wenn es ihr wieder schlechter gehen sollte. Erst dann kann man richtig zuverlässig eine Verbesserung erkennen, weil die Leber  auch ihre Zeit braucht, um sich zu regenierieren.

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Heute war die 4. und vorerst letzte Infusion. Amelie hat noch einmal einen Leberschutz, Cortison und Vitamin B gespritzt bekommen.

Das Fressen klappt immer noch nicht so gut. Amelie ist sehr wählerisch und hat heute sogar gekochte Hühnerherzen die sie sonst so liebt nicht genommen und sich stattdessen für Dosenfutter entschieden.

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Heute morgen von 8.15 - 9.45 hatte Amelie ihre 3. Infusion. Da heute Sonntag ist, bekam sie die Infusionen diesmal in einem Behandlungszimmer im Wohnhaus des TAs.

Es geht ihr seit gestern deutlich besser. Sie wirkt aktiver, aufmerksamer, frisst wieder etwas und hat gestern Abend sogar von sich aus wieder mit den typischen Knurrgeräuschen mit ihrer Socke gespielt :-)))

Morgen muss früh muss sie wieder zur Infusion. Dann werden wir auch noch einmal fragen, wie es jetzt behandlungs- und diagnosemäßig weiter geht (ist uns irgendwie noch nicht ganz klar geworden).

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Amelie hat heute wiederum Infusionen bekommen und es scheint ihr etwas besser zu gehen  Gefressen hat sie auch schon, aber sie nimmt nur ungesunde Sachen mit Lockstoffen und Zucker wie Schmackostreifen oder Pedigree Dosenfutter zu sich.  Na ja, lt. TA soll sie fressen, was sie möchte und wir freuen uns, dass sie überhaupt mal wieder etwas frisst.

Auf Leptospirose haben wir den TA auch angsprochen; er meinte jedoch, dass die Blutwerte nicht darauf hindeuten würden. Außerdem sei der Urintest unzuverlässig und man wisse nicht, ob ein erhöhter Titer nicht auch auf die Impfung zurückzuführen ist. Zuverlässiger sei auch hier eine Gewebeprobe aus der Leber, von der er aber nach wie vor wegen der Verblutungsgefahr (!) abraten würde. Auch wir selber sind nicht begeistert von einer Biopsie der Leber.

Eine weitere zu Rate gezogene TÄin hatte noch die Idee auf Morbus Cushing zu untersuchen, zumal auch eine von Amelies Schwestern seit diesem Frühjahr an Morbus Cushing erkrankt ist. Allerdings hatte diese andere Symptome wie extremes Fressen (sie konnte teilweise "nur noch ans Fressen denken"), extremen Durst ( ca. 2 Liter ! pro Tag), extreme Trägheit (das hat Amelie allerdings auch), Fellprobleme und ausbleibende Läufigkeit.

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Nachdem Amelies Bauch großflächig rasiert wurde, hat der Tierarzt eine Ultraschalluntersuchung von der Leber, der Galle und anderen Organen vorgenommen. Einen Tumor konnte der TA nicht erkennen. Dieser kann somit fast sicher ausgeschlossen werden. Allerdings könnten stecknadelkopfgroße Mikrometastasen vorhaden sein, welche man weder auf einem Ultraschall noch einem Röntgenbild erkennen könnte.

Fakt ist eine massive Zerstörung von Leberzellen! Eine diesbezügliche AI ist derzeit nicht ausgeschlossen.

Zur Diagnosefindung könnte eine Biopsie von der Leber gemacht werden, was jedoch sehr riskant wäre und ein Verblutungsrisiko mit sich bringen würde, so dass der TA davon abgeraten hat.

Amelie muss den restlichen Tag in der Tierarztpraxis bleiben und bekommt Infusionen, weil der Zustand sehr bedrohlich ist. Als Mensch würde sie jetzt auf der Intensivstation liegen, sagte uns der TA.

Morgen und am Sonntag muss sie dann nochmal Infusionen bekommen. Wir sind sehr traurig.

Ob ein ANA-Test oder Coombs-Test zwecks AI-Diagnose gemacht wird, wollte sich der TA noch offen lassen. Da Amelie bereits Cortison und andere Medikamente bekommen hat, könnten diese auch die Testergebnisse verfälschen.

Amelie ist immer noch sehr lethargisch, aber immerhin hat sie nach der 1. Infusion bei TA ein wenig Dosenfutter zu sich genommen. Da es jetzt wichtig ist, dass wir Amelie wieder ans Fressen bekommen, darf sie fressen was sie will, hauptsache sie frisst überhaupt etwas.

Hinsichtlich der ganzen Untersuchungen ist noch zu sagen, dass Amelie -auch wenn sie Angst hat- einfach nur lieb ist. Sie blieb auch bei der Ultraschalluntersuchung die ganze Zeit brav und ohne Narkose auf dem Rücken liegen. Die Tierärztin war ganz angetan von ihr.
 

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Leider keine schönen Neuigkeiten:

Die Leberwerte von Amelie sind total schlecht. Da die Entzündungswerte und die sonstigen Blutwerte hingegen gut sind, hat unser TA als Verdachtsdiagnosen einen Lebertumor oder AI (SLE) getippt. Beides also niederschmetternde Verdachtssdiagnosen. Ein Lebertumor wäre inoperabel, eine AI ebenfalls lebensbedrohlich. Mit solchen Verdachtsdiagnosen haben wir überhaupt nicht gerechnet, zumal wir selber trotz entsprechenden Hintergrundwissens um Autoimmunerkankungen in der Rasse nicht im geringsten an eine AI gedacht haben. Allerdings haben auch 2 Schwestern von Amelie mittlerweile AI. Die eine Schwester hat seit 2010 SLO (eine AI bei der die Krallen ausfallen) und die andere seit diesem Sommer Kaumuskelmyositis (eine AI bei der die Muskulatur am Kopf zerstört wird).


Für morgen 11.00 Uhr haben wir einen 2. Ultraschalltermin. Diesmal um die Leber zu scannen. Der Tastbefund heute war unauffällig.

Amelies Schleimhäute und das Weiße von den Augen sind gelblich.

Die Leberwerte sind wie folgt:

Gesamt Billurubin
ALT (GPT)            1.339      <122; U/l
Alk. Phosphatase   2.389      < 147; U/l
y-GT                   114        < 13; U/l
AST (GOT)           237         <59; U/l
GLDH                   134         <18; U/l
Gesamteiweiß        5,5      5,5      7,3 g/dl
Albumin im Serum   3,4      3,1      4,60 g/dl
Globulin                2,1      1,6      4,1 g/dl

Vorsorglich hat Amelie ein Antibiotikum gespritzt bekommen, damit keine Keime von der Galle oder dem Darm die Leber angreifen. Auch Cortison, ein Leberschutzmittel und Vitamin B wurden gespritzt.

Amelie schläft viel und mag auch nichts fressen.

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Der heute beim Spaziergang abgesetzte Urin sieht wieder gelber aus als sonst und wirkt schleimig.

Fressen mag Amelie auch nicht, obwohl ich ihr reines gekochtes Hühnchenfleisch (ohne Reis und Hüttenkäse) hingestellt habe, dem sie sonst nie widerstehen kann

Wegen des Verdachts auf Pyometra und weil es nach der Läufigkeit eines der homöopathischen Mittel der Wahl ist, hat Amelie am Sonntag und auch heute Pulsatilla Globuli bekommen.

Am Nachmittag waren wir beim Tierarzt.

Nach einer kurzen Grunduntersuchung, bei der nichts weiter festgestellt wurde, ist bei Amelie ein Ultraschall gemacht worden. Alles sieht normal aus und eine Pyometra konnte ausgeschlossen werden. Somit wissen wir immer noch nicht, was los ist, zumal auch der Darm und die Blase unauffällig aussahen.

Jetzt ist Blut für ein Blutbild abgenommen worden und morgen um 16.00 Uhr bekommen wir das Ergebnis. Sofern die Blutwerte O.K. sind, wird auch noch Blut für einen Anaplasmose-Test weg geschickt.

Weiterhin hat Amelie ein Kontrastmittel in den Rachen gespritzt bekommen, damit man morgen -falls ein Röntgenbild erforderlich sein sollte- sehen kann, ob dieses durch den Darm wieder raus ist. Wäre dies nicht so, würde irgendwo ein Verschluss vorliegen.

Was uns immer schon bei Amelie irritiert hat, ist dass sie ständig Probleme mit dem Kotabsatz hat. Außerdem kommt ihr regelmäßig etwas Wasser wieder hoch, wenn sie sehr hastig und viel auf einmal getrunken hat. Das mit dem Kotabsatz hatten wir in der Vergangenheit bereits vom TA abklären lassen. Es ist aber nie etwas gefunden worden. Das mit dem Trinken ist uns erst in den letzten Monaten aufgefallen. Wir haben dem aber keine große Bedeutung beigemessen, weil es ihr ansonsten gut ging und es immer nur dann war, wenn sie nach einem Spaziergang oder dem Spiel besonders viel getrunken hatte.

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Amelie war vor ca. 1 Monat (Anfang Juni 2012 ) läufig. Die Läufigkeit war diesmal relativ kurz (nur 2 statt 3 Wochen) und die Stehtage waren nicht besonders ausgeprägt. Wir haben es darauf geschoben habe, dass Amelie jetzt schon 8 Jahre alt wird.

Wie immer begann dann vor ca 2 Wochen eine "Mäkelphase" und die nach der Läufigkeit typische Trägheit.

Am Freitag hat sie nach anfänglichem Mäkeln ihr Futter dann doch noch gefressen, dieses dann allerdings komplett unverdaut nach ca. 1 Stunde wieder ausgebrochen. Der Rest des Futters kam dann auch noch in Etappen raus, bevor später nur noch gelber Schleim kam.

Ab dem Zeitpunkt hat Amelie so gut wie nichts mehr gefressen und regelmäßig erbrochen (gelb bzw. gelb-grünlich). Außerdem schläft sie sehr viel, hat -nachdem ihr schlecht war- blasse Schleimhäute (was nach der Übelkeit wieder weg geht) und ist auf den Spaziergängen extrem träge.

Da wir uns Sorgen machten, sind wir nach dem Wochenende gestern zu unserer TÄin, welche eine Grunduntersuchung (inkl. rektalem Abtasten und Abtasten im Hals) vorgenommen hat.
 
Fieber hatte Amelie keines. Auch ansonsten waren keine Auffälligkeiten, außer einem verschleimten Hals, so dass die TÄin auf einen Infekt getippt hat.

Amelie hat eine Spritze (Cerenia) gegen das Erbrechen und eine Paste (Kaodyn) zum Aufbau der Magen-Darm-Flora bekommen.

Seitdem hat sie sich nicht mehr erbrochen und heute auch ein wenig (!) Hühnchen mit Reis gefressen.

Nun habe ich vorhin auf unserem Spaziergang das erste Mal einen gelblichen Ausfluss aus der Vulva entdeckt.

Da ich sofort an eine Gebärmutterentzündung (Pyometra) denken musste, habe ich danach unsere Tierärztin angerufen. Diese meinte, dass wir einen Ultraschall machen müssten. Auch wurde ich erst einmal beruhigt, da Amelie nur auf dem Spaziergang den Ausfluss hatte und der Ausfluss weder dunkelbraun noch rötlich war.

Einen Ultraschall-Termin haben wir für Freitag bekommen.

Falls der Ausfluss bräunlich wird oder das Allgemeinbefinden schlechter wird, wird dieser Termin jedoch vorverlegt.

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